Es bestehen Ähnlichkeiten

19. Juni 2003, 14:00
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Embryonalentwicklung macht die Spinne zu einem brauchbaren Modellorganismus für den Menschen

London/Köln- Menschen sind in mancher Hinsicht Spinnen ähnlicher als Fliegen, die Genetiker häufig als Modellorganismen heranziehen. Besonders die Bildung der Körpersegmente, aus denen später Organe und Gliedmaßen entstehen, ist bei Menschen und Spinnen sehr ähnlich, wie Forscher der Universität Köln berichten.

Nach Angaben des Teams um Wim Damen besitzen Spinnen und Menschen die für den Entwicklungsprozess wichtigen Gene Notch, Delta 1 und Delta 2, die eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung der Körpersegmente spielen.

Standard-Vergleichstier Drosophila

Die Erkenntnis habe große Bedeutung für die Forschung, da die allgemeine Entwicklung des frühen Embryos vor allem an der Taufliege Drosophila melanogaster erforscht sei, bei der die Gene in dieser Embryophase jedoch gar nicht aktiv seien. Ihre Ergebnisse stellen die Forscher im britischen Fachjournal "Nature" vom Donnerstag vor.

Die Forscher hatten die Mittelamerikanische Kammspinne (Cupiennius salei) untersucht, die mit Beinen etwa die Größe eine Handtellers hat. Der Stammbaum von Fliegen und Spinnen habe sich etwa vor 550 Millionen Jahren getrennt, sagte Mitarbeiter Michael Schoppmeier. (APA/dpa)

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