Falsche Ernährung ausschlaggebend für Herzerkrankungen bei Frauen

18. Juni 2003, 11:52
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Hamburger Studie: Rauchen nur in Kombination mit anderen Faktoren riskant

Hamburg - Die Essgewohnheiten spielen einer neuen Studie zufolge eine entscheidende Rolle für Herzkrankheiten bei Frauen. "Die Wirkung der Ernährung ist dramatisch", berichtete das Hamburger Universitätsklinikum Eppendorf am Dienstag über die so genannte CORA-Studie zu Herz-Kreislauf-Krankheiten wie Herzinfarkten bei Frauen. Bei dem Vergleich von 200 herzkranken Patientinnen mit 255 gleichaltrigen gesunden Frauen habe sich die falsche Ernährung als ein "entscheidender Einfluss" erwiesen.

Rauchen nur in Zusammenspiel mit anderen Faktoren riskant

Herz-Kreislauf-Krankheiten sind die häufigste Todesursache in den Industrieländern. Zu den bekannten Risikofaktoren zählen Rauchen, Übergewicht, Cholesterin, Stress, Bluthochdruck und Diabetes. "Wider Erwarten spielt Rauchen allein für Frauen keine entscheidende Rolle", betonten die Hamburger Mediziner. Der Tabak werde erst im Zusammenspiel mit anderen Risikofaktoren für das Herz gefährlich.

Eine ungesunde Ernährungsweise habe sich dagegen in der Studie stärker ausgewirkt als die anderen bekannten Risikofaktoren. Die herzkranken Frauen aßen demnach mehr Kalorien, fettes Fleisch, Wurst, Soßen, Desserts und Streichfette als die gesunden Frauen, die Obst und Gemüse bevorzugten und deutlich mehr Sport trieben.

Die Studie zeige sehr eindrücklich einen einfachen Weg, sich wirksam vor Herzkrankheiten zu schützen, urteilte das Hamburger Universitätsklinikum. Dazu gehörten eine gesündere Ernährung mit weniger kalorienreichen und fetten Lebensmitteln und mehr Obst und Gemüse, regelmäßige körperliche Aktivität und ein Verzicht aufs Rauchen. (APA/dpa)

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    foto: bul
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