Eisbärenjagd lässt Bestände schrumpfen

18. Juni 2003, 10:56
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Biologen um Population im Meeresgebiet zwischen Russland und Alaska zunehmend besorgt

Juneau/USA - Russische Jäger töten nach Erkenntnissen von US-Biologen im Meeresgebiet zwischen Russland und Alaska immer mehr Eisbären. Der Trend könne zu einer Gefährdung der Eisbärenpopulation führen, heißt es in einer Studie der US-Fischerei- und Naturschutzbehörde. Schätzungen zufolge töten russische Jäger in der Tschuktschen-See jährlich 100 bis 250 der Bären.

In Alaska töteten Jäger in den sechziger Jahren jährlich 190 Eisbären, die Population schrumpfte daraufhin deutlich. Seit 1972 ist die Jagd in Alaska nur noch Eingeborenen erlaubt, die jährlich rund 50 der Tiere töten. In Russland wurde die Jagd bereits in den fünfziger Jahren verboten, seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion ist die Kontrolle des Verbots aber schwierig geworden.

Ausgehend von einem Bestand von 4.000 Eisbären und einer jährlichen Jagdrate von 180 Tieren könnte die Population nach Schätzungen der US-Behörde in weniger als 20 Jahren um die Hälfte dezimiert werden. Als Grund für die Zunahme der Jagd vermuten Experten akute Geldnot der Bevölkerung. (APA/AP)

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