Schwierige Gespräche am Inn

7. Mai 2012, 18:04
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FI und VP feilschen um Anzahl der Stadtsenatssitze

Innsbruck - Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer (Liste "Für Innsbruck") hatte bereits vor der Stichwahl am 29. April eine Zusammenarbeit mit den Grünen angekündigt. Eine Woche nach Oppitz-Plörers Sieg in der Stichwahl gegen den Kandidaten der VP, Christoph Platzgummer, erklärten VP und SP ihrerseits, ebenfalls " Übereinstimmung" gefunden zu haben. Die beiden Parteien seien sich - ebenso wie FI und die Grünen - in den "wichtigsten Eckpunkten" einig, erklärten VP-Stadtparteiobmann Franz Gruber und Ernst Pechlaner auf SP-Seite. Zu Gesprächen zu einer Regierungsbildung seien aber alle Parteien eingeladen, heißt es von den bürgerlichen Listen "Für Innsbruck" (FI) und VP. Beide laden zu Gesprächen, beide sehen sich als Sieger: Die Liste "Für Innsbruck" eroberte mit Oppitz-Plörer das Bürgermeisteramt, die VP (21,9 Prozent) überholte FI (21 Prozent) im Gemeinderat.

Ins Stocken geraten die Verhandlungen zwischen FI/Grüne und mittlerweile VP/SP, wenn es um die Anzahl der Sitze im künftigen Stadtsenat geht. Die VP fordert neun Sitze, FI und Grüne beharren auf den bestehenden sieben Stadtsenatssitzen. Dies entspreche jedoch nicht dem Wählerwillen, kritisiert Ernst Pechlaner (SP). Denn FI und Grüne kämen so bei 40 Prozent der Stimmen auf vier Sitze, also auf eine absolute Mehrheit im Stadtsenat. (ver, DER STANDARD, 8.5.2012)

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