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Wien - Braune-Flecken-Suche nun auch am Arbeitsmarktservice: Das zuständige Sozialministerium plant, die NS-Vergangenheit der Arbeitsmarktverwaltung aufarbeiten zu lassen. Um zu sondieren, welche Themenfelder Forschung beackern könnte, gab das Ressort eine Vorstudie beim einschlägig bewährten Historiker Oliver Rathkolb in Auftrag.
Von neuen Erkenntnissen kann Rathkolb noch nicht berichten, er prüft erst einmal die Quellenlage - und die sei "extrem dünn, extrem schlecht" . So fehlten durchgängige Aufzeichnungen über die Personalstände, um den Berufsweg von NS-Karrieristen am AMS nachzeichnen zu können. Rathkolb: "Die Lücken sind groß." (jo, DER STANDARD, 8.5.2012)
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, bei der letztlich der Mensch das Maß aller Dinge ist“ (Kommentar Bundesministerium für Arbeit u. Soziales zu AMFG (Arbeitsmarktförderungsgesetz § 9/1969, scheint selbstverständlich schon seit Ende 80/Anfang 90 Jahre des vorigen Jahrhunderts nicht mehr auf!!!!).
anläßlich des Internationalen Tages gegen Gewalt gegen Frauen zum Thema AMS, Zentralanstalt für den nationalen Arbeitseinsatz:
Es war einmal: „Von Arbeitsvermittlung kann nur gesprochen werden, wenn die Arbeitskraft frei ist. Dies war nicht der Fall in der Zeit des sogenannten Arbeitseinsatzes nach dem „Anschluss“ Österreichs, die ja mit den Massendeportationen, den Zwangsarbeitslagern und der totalen Entrechtung des einzelnen an die Sklaverei – wenn auch auf moderne Art verschärft – erinnern ließ. Der Mensch war nicht selbst entscheidendes Subjekt, sondern Objekt dessen, was als Staatsräson bezeichnet wurde. Die Möglichkeit der freien Wahl des Arbeitsplatzes bildet daher auch einen Prüfstein für die Demokratie und für eine Staatsordnung,
und der hat einiges über die "Staatsräson" im Zusammenhang mit der Vergangenheit geschrieben.
Und da gibt es gewisse Zustände, wenngleich sie auch "geltendes Recht" sein mögen, die eigentlich schon ein Alarmzeichen sein sollten, wenn mensch die Vergangenheit betrachtet, bzw sich mit der Tatsache konfrontiert, dass die Vergangenheit dieses Staates bisher NICHT aufgearbeitet wurde, sondern ganz im Gegenteil auf einem ziemlich braunen Klavier gespielt wird! Nach erfolgreicher, jahrzehntelanger SchmarotzerInnenhatz.
Es ist dem mittlerweile verstorbenen Mag. Koldus (u.a. ehemaliger Leiter des Landesarbeitesamtes Wien) hoch anzurechnen, dass er jahrelang dafür gekämpft hat, dass dieses Forschungsprojekt realisiert wird.
Ich hoffe, dass sich das AMS ernsthaft mit den Kontinuitäten und Brüchen in seiner Unternehmsgeschichte auseinandersetzt.
Wir haben davon, daß auch dieser Teil der braunen Vergangenheit Österreichs aufgearbeitet und dadurch bewältigt werden kann, was durch Totschweigen nicht gelingt (Paradebeispiel: causa Waldheim). Daß das in Ö nicht auf Begeisterung stößt, ist nicht überraschend, auch wenn es sich nur um einen vergleichsweise kleinen Teilaspekt handelt.
Der Arbeitsplatzsicherung durch dieses Forschungsprojekt dürfte der genannte Historiker eher nicht bedürfen.
wie schaut's heute aus?
asoziales Element -> AMFP (Arbeits Markt Ferne Person)
Deutsche Arbeitsfront (DAF) -> "der Arbeitsmarkt"
Der Betreiber:
z.B. die Gewerkschaft via BFI und Jobtransfair.
Die Trainer:
allesamt aufrechte Sozialdemokraten.
ein Teilnehmer:
"Warum werde ich von einer Organisation [Gewerkschaft] als Billigarbeitskraft an jene verfüttert, vor denen sie mich eigentlich beschützen sollte. Dafür war ich nicht 30 Jahre lang Mitglied"
- nur so eine Gewerkschaft wird von einem Wolfgang Schüssel gerettet.
Wem das AMS dient ist wohl auch jedem klar:
Dem Profit der Kapitalisten aus der (Billig)arbeitskraft.
In welchem System dieser Profit generiert wird, ob Faschismus oder Demokratie, ist wohl egal.
Die Methode ist braun.
AMS Vergangenheit aufarbeiten, na super!
Die Aufarbeitung der AMS-Gegenwart erscheint angesichts der vielen Verwaltungsbetroffenen nicht unangebracht. Zuzüglich wäre eine Beleuchtung der
derzeitigen Gesetzgebung und der polit. Verantwortlichen ebenfalls nicht unangebracht (sic!)...
Die Parallelen zur Braunen Vergangenheit sind also schon grundsätzlich gemäß der AMS-Gesetzgebung (Novelle 2007 = mehrfache Verfassungsbrüche!) nicht mehr camouflierbar, selbst wenn der gegenwärtigen "humanen" Praxis direkt keine braunen Flecken nachzuweisen sind oder wären...
Siehe:
http://www.soned.at
Hofknicks:
Peter Ruzsicska
http//ruzsicska.blogspot.com
P.S.: Es ist geschehen und es geschieht immer wieder...
es hat mit Sicherheit keine Zeiten gegeben, zu denen das AMS auch nur annähernd eine ordentliche Beschäftigungspolitik betrieben hat^^
Nein, stimmt nicht: das AMS NÖ verleiht seine Arbeitslosen im Advent immer an den Handel
Aber das sind keine braunen Flecken sondern nur die moderne Form der Leibeigenschaft da draußen am Land...
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