Re/Max-Ausbildner wird flügge

7. Mai 2012, 16:50
posten

BEITraining Austria hat bisher hauptsächlich beim Makler-Netzwerk Schulungen durchgeführt. Nun hält man die Zeit reif für den nächsten Schritt

Ein Re/Max-Austria-Partner der ersten Stunde stellt sich breiter auf: Die Firma BEITraining Austria, die seit dessen Österreich-Start im Jahr 1999 Mitarbeiterschulungen für das Makler-Franchise-Netzwerk durchführt, will ihre Aktivitäten in der Alpenrepublik deutlich ausbauen.

Derzeit betreibt BEITraining (das "BEI" wird englisch, also bi-i-ei, gesprochen und steht für Business Education International, Anm.) drei "regionale Trainingscenter" in Österreich; zwei in Wien, eines in Graz. Bis Ende nächsten Jahres sollen es im ganzen Land bereits 13 sein.

"Nächster Schritt"

"Unsere Zielgruppe sind inhabergeführte KMU mit bis zu 250 Mitarbeitern", erklärte Wolfgang Kellat am Montag auf einem Pressegespräch in Wien. Ihm obliegt die operative Führung des Unternehmens in Österreich, gemeinsam mit Oke Ketelsen betreibt er die K+K Training GmbH & Co. KG in Wien. BEITraining Austria gehört nämlich ebenfalls einem Franchise-Verbund an, der sich BEIGroup nennt und den Hauptsitz in Nürnberg hat. Dortiger Geschäftsführer ist Andreas C. Fürsattel. "Nach zehn Jahren in Österreich ist nun Zeit für den nächsten Schritt", erklärte dieser am Montag.

Mittlerweile seien die Fortbildungsaktivitäten von Re/Max Austria in der hauseigenen Akademie gebündelt, sagte Österreich-Chef Alois Reikersdorfer. "25 bis 30 Prozent" der Schulungen werden dort von BEITraining zugeliefert, hauptsächlich Fähig- und Fertigkeiten, die heutzutage gemeinhin als "People Skills" bezeichnet werden: Unternehmens- und Mitarbeiterführung, Verkauf, Kundendienst, Persönlichkeitsentwicklung. Für die immobilienspezifische Aus- und Weiterbildung der Netzwerk-Partner ist man also nicht zuständig.

Defizite im Verkauf

Und eben weil man im Angebot so "branchenübergreifend" aufgestellt sei, wolle man nun wachsen, sagte Kellat. Firmen wie die Schnellrestaurantkette Subway und den Zaunspezialisten Zaunteam (beide ebenfalls Franchise-Systeme) habe man bereits als Kunden; für diese wolle man eine Art "externe Weiterbildungs-Abteilung" sein.

Chancen erblickt Ketelsen, der für die Partner-Akquise und den österreichweiten Aufbau der regionalen Trainingscenter verantwortlich ist, insbesondere in den Branchen Automobil und IT. Vor allem im Bereich der Mitarbeiterführung ortet man Defizite, aber auch beim Verkauf hapere es da und dort ganz gewaltig: "Verkaufen ist ein Handwerk, das leider viele Verkäufer nicht beherrschen."

Branchen-Exklusivität ist übrigens kein Thema; man sei auch für andere Makler-Netzwerke offen, denn es werde ja, nicht zuletzt auch von Re/Max selbst, eine nachhaltige Verbesserung der gesamten Branche angestrebt, sagte Kellat. Insgesamt will BEITraining Austria nicht weniger als die Marktführerschaft in der bereits genannten Zielgruppe erlangen. Am Selbstvertrauen mangelt es jedenfalls nicht: "In acht von zehn Fällen haben uns die Partner nötig - sie wissen es nur noch nicht", meinte Ketelsen. (Martin Putschögl, derStandard.at, 7.5.2012)

Share if you care.