"Weltweitwandern"-Gründer baut Grazer Buddhistisches Zentrum um

7. Mai 2012, 14:44
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Christian Hlade will bei "Shi Drup Ling" Organisationsstruktur krisenfest machen - Programmangebot soll ausgebaut werden

Graz - Das Grazer Buddhistische Zentrum "She Drup Ling" hat vor zehn Jahren das Weltbuddhisten-Treffen samt Kalachakra-Ritual in Graz organisiert. Nun übernimmt ein neues Führungteam die Leitung des Zentrums. Eine "fruchtbringende Verbindung von Wirtschaft und Spiritualität" lautet die Vision von Christian Hlade, Gründer des Grazer Reiseveranstalters "Weltweitwandern", der seit Jahresanfang als Organisationsreferent seine Erfahrungen aus der Wirtschaft ins Zentrum einbringt.

"Im Buddhistischen Zentrum 'She Drup Ling' darf ich nun als Organisationsreferent mein Know-how einbringen und trage nun wirtschaftliche Aspekte in die Spiritualität", so Hlade in der Mitteilung. Konkret gehe es darum, "eine neue gesunde, flache und krisenfeste Organisationsstruktur mit den Vereinsmitgliedern aufzubauen", schildert der Grazer Reiseunternehmer und studierte Architekt (geb. 1964), der im Jahr 2000 sein auf Wanderreisen spezialisiertes Unternehmen gründete. Die Türen des Zentrums sollen in Zukunft noch weiter geöffnet werden. So sollen die Angebote an Vorträgen, Yoga- und Meditationskursen weiter ausgebaut werden. Wichtig seien auch Veranstaltungen für eine breitere Öffentlichkeit, wie zum Beispiel die Tibetfilmtag, Reliquienausstellung usw.

Seminarhaus und Meditationszentrum

Großes Potenzial sieht Hlade vor allem im Seminarhaus und Meditationszentrum im südweststeirischen Garanas (Bez. Deutschlandsberg). Dort wurde ein ehemaliges Jugendheim auf rund 1.000 Metern Seehöhe im Jahr 2000 vom Verein zur Förderung Buddhistischer Werte erworben und im Lauf der Jahre zum sogenannten "Kalachakra Kalapa Center" ausgebaut.

"Persönliche Herzensangelegenheit" sei die Organisation einer Tagung, die sich mit der Wechselwirkung von Wirtschaft und Spiritualität beschäftigt: Die Korruptionsskandale der Politik, Wirtschaftskrisen und ökologische Fakten würden zeigen, "dass eine Einbettung von Werten wie Ethik, Moral, Mitgefühl und Weisheit in Wirtschaftsentscheidungen dringend notwendig für ein Weiterbestehen der Gesellschaft und der Erde ist. Hier kann der Buddhismus - aber auch andere Religionen - viele wertvolle Beiträge leisten", so Hlade.

Die organisatorische Umgestaltung des Buddhistischen Zentrums in Graz geht mit dem Ausscheiden der langjährigen Geschäftsführerin Beate Zweytick einher, die 2008 beschlossen hat, tibetische Nonne zu werden. Nun verlässt sie Österreich, um Europas erstes buddhistisches Nonnenkloster in Spanien aufzubauen.(APA, 7.5.2012)

Link
Informationen zum Buddhistischen Zentrum "She Drup Ling" in Graz unter shedrupling.at

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