Mord an Ex-Frau: Iraker nach Österreich ausgeliefert

7. Mai 2012, 14:12
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Ins Landesgericht Wien überstellt - Wartet nun auf Prozess

Wien - Elf Jahre nach dem Mord an einer Frau in Wien-Favoriten ist der Tatverdächtige, der Ex-Mann des Opfers, ein gebürtiger Iraker mit österreichischer Staatsbürgerschaft, am vergangenen Wochenende aus dem Irak nach Österreich überstellt worden. Der Mann steht im Verdacht, am 30. April 2001 seine Ex-Frau in der Sonnleithnergasse durch mehrere Schüsse getötet zu haben. Danach flüchtete der Mann in den Irak, wo er in Zusammenarbeit mit den Zielfahndern des Bundeskriminalamtes im Februar 2010 festgenommen worden ist.

Der 79-Jährige wurde in das Landesgericht Wien überstellt und wartet nun auf seinen Prozess. Bei der Auslieferung kam es nach Angaben des Bundeskriminalamtes am Flughafen Erbil (Irak) zu einer "körperlichen Auseinandersetzung" zwischen dem Tatverdächtigen und dem dortigen Sicherheitsdienst. Schließlich konnten die österreichischen Beamten den Mann überzeugen, doch freiwillig auszureisen.

Der 79-Jährige soll am 30. April 2001 zunächst seine Tochter mit Waffengewalt gezwungen haben, ihm die Adresse seiner Ex-Frau zu verraten. Gemeinsam mit der Tochter fuhr er schließlich in die Sonnleithnergasse, wo er nach einem heftigen Streit die Frau erschoss und seine Tochter schwer verletzte, indem er ihr den Unterarm durchschoss.

Danach tauchte der Mann in der nordirakischen Stadt Dohuk unter, wo er unter falschem Namen lebte, bevor er am 4. Februar 2010 in Zusammenarbeit mit Interpol sowie der Kriminalpolizei in Bagdad festgenommen wurde. (APA, 7.5.2012)

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