14.400 AHS-Schüler treten zu Englisch-Zentralmatura an

7. Mai 2012, 12:41

85 Prozent Beteiligung an Schulversuch - An BHS erst ab kommendem Jahr möglich

Wien - Ende April hat in Österreich die diesjährige Matura-Saison begonnen. Mit dieser Woche starten auch die Schulversuche zur schriftlichen Zentralmatura, bei der ab 2014 an den AHS und ab 2015 an den berufsbildenden höheren Schulen (BHS) alle Schüler am selben Tag die selben, zentral vom Bundesinstitut für Bildungsforschung (BIFIE) erarbeiteten Aufgaben bewältigen müssen. Den Auftakt macht das Fach Englisch: Hier haben rund 14.400 der insgesamt 19.200 AHS-Maturanten an Montag im Rahmen des Schulversuches ihre Klausuren geschrieben.

Am Dienstag folgt Französisch, am Donnerstag Italienisch und tags darauf Spanisch. In Deutsch gibt es derzeit kein derartiges Angebot. In Mathematik finden an einigen wenigen AHS Schulversuche im Fach Mathematik statt, in dem Schüler-, Eltern und Lehrervertreter wiederholt wegen angeblich mangelnder Vorbereitung eine Verschiebung des Starts der Zentralmatura gefordert haben.

85 Prozent aller AHS mit Englisch-Zentralmatura

In Englisch werden schon seit dem Schuljahr 2007/08 Schulversuche angeboten, mittlerweile nehmen 299 und damit knapp 85 Prozent aller AHS teil. In Französisch schreiben 946 Schüler an 131 Schulen eine - zumindest zum Teil - zentral vorgegebene Klausur, in Italienisch 195 Jugendliche von 26 Schulen und in Spanisch 161 (22 Schulen). Insgesamt sind am Schulversuch in den Fremdsprachen rund 15.700 Schüler beteiligt.

Dabei können die Schulen selbst entscheiden, ob sie bei allen vier Teilfertigkeiten - Lesen, Hören, Schreiben und Language in Use - die zentral vorgegebenen Aufgaben nutzen oder nur Teile des Pakets. Allerdings wird in Italienisch und Spanisch mangels zentraler Aufgaben das Schreiben noch von den Klassenlehrern selbst vorgegeben, und auch in Englisch und Französisch wird dieser Prüfungsteil beim Gros der teilnehmenden AHS noch vom Lehrer selbst erstellt, wie eine Aufschlüsselung des Bifie zeigt.

BHS: Zentralmatura erst nächstes Jahr

An den BHS, wo heuer knapp 22.000 Schüler maturieren, gibt es heuer noch keine Möglichkeit, den Ernstfall zu proben. Allerdings wird im kommenden Jahr gleich mit Englisch, Deutsch und Angewandter Mathematik begonnen.

Die Zentralmatura besteht aus drei voneinander unabhängigen Säulen: Zentral ist die schriftliche Klausur, bei der alle Schüler Österreichs am selben Tag zentral vorgegebene Aufgaben lösen, die vom Lehrer nach einem vorgegebenen Schlüssel bewertet werden. Außerdem muss jeder Schüler eigenständig außerhalb der Unterrichtszeit eine vorwissenschaftliche Arbeit (an den BHS: Diplomarbeit) erstellen und präsentieren. Bei der mündlichen Prüfung können die Schulstandorte eigene Schwerpunkte setzen: Die Lehrer eines Faches einigen sich dabei auf einen Themenpool, aus dem die Prüflinge ihre Aufgabe ziehen. (APA, 7.5.2012)

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Made my day

Als wäre die Zentralmatura und deren Umsetzung (respektive der Versuch) nicht schon lachhaft genug, mussten diese Hampelmänner/frauen des Bildungsministeriums auch noch nach jedem Teil (Listening, English in Use, Reading und Writing) jeweils eine 10 minütige Pause einbauen, sodass die ohnehin schon etwas genervten und nervösen MaturantInnen den Evaluationsbogen zur Matura ausfüllen "können".

Kreuze bitte zutreffendes an:

Fandest Du die Matura
a) einfach
b) schwer
c) passend

Ohne Worte.

Das wahre Problem..

..ist, dass sich ein Großteil meiner Mitschüler gefreut hat, dass das Niveau niedrig war und somit quasi alle durchkommen.

im herbst geht es also los

keine leistungsgruppen mehr. 2 klassen. 1 lehrer pro klasse in d,m und f. alle leistungsabstufungen in einer klasse mit einem lehrer. nichts ist mit einem 2. schlimmer als seinerzeit der a und b zug.
das nennt man fortschritt.

in der nms

ist individualisierung angesagt, nur bei den schülern. die lehrer sollen in unzählig überflüssigen teamkonferenzen alle das gleiche machen. bei der matura dann wieder die standardisierung.
ich beobachte, dass kolleginnen ihren unterricht nur mehr auf diese standardisierten tests ausrichten.
seit 10 jahren geht's bergab, und das immer schneller.

Da angeblich...

in Zukunft auch die Themenkörbe für die E-Matura zwingend vorgeschrieben werden, wird es noch weiter bergab gehen.
Die Schulen bereiten derzeit ihre eignen Themenkörbe vor, dann kommt das BIFIE und ratsch, wird alles weggepustet – keine eigene Gestaltungsmöglichkeit mehr.
Schulprofile etc. wurde vergeblich und umsonst erarbeitet. (An dieser Stelle liebe Grüße an G. Burgstaller!!)
Was das sowohl für die LehrerInnen- als auch die SchülerInnen-Motivation bedeutet, ist egal.
Mich würde sehr interessieren, wer hinter all diesen Dingen steckt.
Wohlgemerkt, ich bin kein Gegner von Standards. Sie sollten nur so gemacht sein, dass sie sowohl pädagogisch als auch testtechnisch Sinn ergeben.

Derzeit habe ich nicht den Eindruck, dass dem so ist.

Ein Geschenk zum Einstand oder soll das das Niveau bleiben? Die Aufteilung in vorgebliche Kompetenzen hat den "Fluss" zerstört, den die bisher selbständige Texproduktion mit sich brachte. Die Schüler fanden sie sehr leicht... fast zu leicht, wie man unten lesen kann.

Warum zum Einstand??

Schon seit Jahren wird in E (als Schulversuch) zentral maturiert.
Das ist das Niveau, das bleiben wird, da man heruasgetestet hat, dass es so fast alle schaffen, egal ob sie etwas können oder nicht.
Für Normalschüler ist nur die Frage 1, 2 oder doch 3?

Und das Niveau soll höher sein als das der bisherigen Matura?

Nein, ist es nicht, soll es wohl auch nicht (Schule mutiert zu einem Ort der Leistungsfeindlichkeit schlechthin) und kann es mit zentralen Aufgaben wohl auch nicht.

So sehe ich es auch....alle Bekenntnis zur Niveausteigerung sind nur Geflunker, das ist einfach kein Ziel mehr.

Es wäre wünschenswert, wenn es nach der Auswertung der ZM auch eine Veröffentlichung über die Notenverteilung geben würde! Dann wären sämtliche Poster, die die für und die, die gegen die ZM sind, die die sie zu leicht finden und die, die sich damit plagen, einmal mit der Realität und mit Fakten konfrontiert. Und besonders toll wäre ein Vergleich über die Noten und die Durchfallquote der letzten Jahre. Abschneiden vor und nach der ZM usw. Dann hätte zumindest ein Teil der Poster wirkliche Argumente. So etwas konnte ich bisher nirgends finden. Meiner Meinung nach wäre es Pflicht, das auf den HP von Bifie und Ministerium zu veröffentlichen.

Naja würde auch nur bedingt Sinn ergeben, wenn man vorab empirisch festhält wer ein guter Schüler war/ist, wer nevös bei Prüfungen ist etc.... Oder was sagt es aus wenn der Jahrganz '93 einen Durchschnitt von 3,4 hat und der Jahrgang '94 nächstes Jahr einen von 2,2 vl war der vorherige schlicht dümmer...

Das wird es wohl nie geben.

Gleich wenig wie Ergebnisse der Standardstestung oder PISA nach AHS/NMS/HS bzw. Schultypen aufgeschlüsseln.

Daten sind harte Fakten und damit kann man in Ö leider nicht umgehen, und hat daher keinerleit Interesse daran.

Am nervigsten waren...

... für mich die ganzen Wartezeiten zwischen den verschiedenen Durchläufen (Reading, Listening, Language in Use, Textwriting). Wennst einer von denen bist, der schnell arbeitet, kommst auf mindestens 1 Stunde Wartezeit. Klingt angenehm nach Pause, aber mal eine halbe Stunde rumsitzen und "abschalten" is natürlich schlecht, wenns danach wieder weitergehen soll.

Sonst wars ... geschenkt. Kein passender Test für das in 4 Jahren aufgebaute Wissen.

Ging mir auch so! Zeigt halt einfach, dass das Niveau generell sehr niedrig war. Es geht bergab...

Kann ich nur bestätigen!

Diese Erfahrung kann ich selbst nur bestätigen und zudem muss ich anmerken, dass das Niveau wohl so tief gesetzt war, dass es mich wundern würde, wenn nicht alle durchkommen.

Das stimmt, ich hab auch zum Teil 35 Minuten untätig rumsitzen müssen (Reading, Language in use). Dadurch wird eigentlich Effizienz bestraft und langsames, träges Arbeiten belohnt, was äußerst fragwürdig ist. Ich hab das auch in den beiliegenden Feebackbogen eingetragen.

jes, hab mich auch beim feedbackbogen ausgetobt..

die reading war ein witz. hab echt überlegt ob ich mich auf dieses kindergarten niveau begeben soll und die sachen ausfüllen... habs dann aber doch ausgefüllt (was hätt ich sonst auch tun sollen) und dann ne halbe stunde oder so warten müssen und durfte nicht mal aufs WC oder irgendwas anderes machen.. (musste aber dringend^^)

language in use war halbwegs angemessen, war bloß ne viertelstunde vorher fertig. listening war am ehesten passend, aber da kann man ja nicht früher fertig werden...

War leicht.

Das Highlight war eine Rede von Steve Jobs als Teil der Hörverständnis-Übung :-)

Stimmt. Mein Lebenstraum Steves Jobs Geschichte inklusive der einen oder anderen Selbstbeweihräucherung zu hören, wurde nun erfüllt.

Das ist aber dann auch nicht wirklich einfach. War das der ganze Text der Rede? Und was waren dann für Fragen?
Ich hab' mir den unlängst durchgelesen, wenn ich den nur gehört hätte, wäre das nicht ganz so einfach gewesen...

am besten war aber "swan upping" gg =)
toast for the queen!

naja das war das was ich am allerwenigsten mochte, weil ich von dem thema an sich nie ahnung hatte... hab mir einfach gedacht WTF um was gehts bitte aber dann hab ichs mir einfach angehört und yes, jetzt weiß ich auch was das is^^

Erste Rückmeldungen von Neffen und Schulkammeraden

war geschenkt...für was sie dafür gelernt haben...das hätten sie in der 5. oder 6. Klasse auch schon machen können. Und da wäre es vielleicht für die schwächeren eine Herausforderung gewesen.
Anmerkung: öffentl. Gymnasium im eher ländlichen Raum (nicht Wien).

Naja, das war vor über einem Jahrzehnt bei mir (öffentliches Gymnasium in einer großen Landeshauptstadt) auch schon so. Die Note ist IMHO wichtiger als die Tatsache dass man bestanden hat - und jetzt sind die Noten erstmals vergleichbar. Find ich gut!

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