Intercell. Analysten rechnen mit mehr Umsatz

7. Mai 2012, 12:11
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Wien - Für die am Mittwoch anstehende Quartalsbilanz des heimischen Pharmakonzerns Intercell erwarten die Wertpapierexperten von Erste Group, Raiffeisen Centrobank (RCB) und UBS mehr Umsatz und keine größeren Neuigkeiten aus der Produktentwicklung. Spannend wird es für den Grippeimpfstoffproduzenten vor allem 2013, sind die Analysten überzeugt.

Im Schnitt wird ein Nettoverlust im ersten Quartal von 11,3 Mio. Euro erwartet, was ein Rückgang gegenüber dem Verlust im Vergleichszeitraum des Vorjahres von knapp 42 Prozent wäre. Dabei liegt der Umsatz im Konsensus fast zwei Drittel höher bei 5,7 Mio. Euro - Daniel Damaska vom Research der RCB prognostiziert hierbei "kräftigere Umsätze beim Impfstoff Ixiarox". Die UBS-Experten rechnen bei schwächerem Absatz des Medikaments gegen japanische Enzephalitis mit erheblichem Druck auf die Aktie der Intercell.

Weit auseinander liegen die Erwartungen der Erste Group-Experten und jener der Schweizer UBS - erstere sehen den Quartalsumsatz zum Auftakt des Geschäftsjahres bei 6,3 Mio. Euro, letztere fast doppelt so hoch bei 12,5 Mio. Euro. Weniger Unterschiede sind hingegen beim Ausblick auszumachen - hier sehen die Bankexperten unisono vor allem 2013 entscheidende Nachrichten anstehen.

Heuer rechne man weder mit maßgeblichen Neuinformationen zu Kooperationen oder aus der Produktpipeline, erläutert RCB-Analyst Damaska. Lediglich relevante Tuberkulose-Testresultate stünden im laufenden Geschäftsjahr an. Die Ergebnisse der Testphase II/III von Pseudomonas im nächsten Jahr würden mehr Aufschluss über die Zukunft des Konzerns geben. Bei der UBS herrscht Skepsis für den Fall, dass keine Zulassung für die Präparate erteilt werde. (APA, 7.5.2012)

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