Spanien plant Bad Bank zur Bankenrettung

7. Mai 2012, 11:35
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Regierung will am Freitag Pläne für strauchelnden Finanzsektor vorstellen

Madrid - Spanien will notfalls erneut öffentliche Gelder in die Hand nehmen, um den Bankensektor des Landes zu retten. Dies sei allerdings nur als letztes Mittel vorgesehen, sagte Ministerpräsident Mariano Rajoy am Montag. Die Regierung wolle ihre Pläne für den angeschlagenen Finanzsektor am Freitag vorstellen. Spanien hat bereits 18 Mrd. Euro in die Branche gepumpt, Banken zu Abschreibungen und Wertberichtigungen in erheblichem Umfang gezwungen sowie angeschlagene Institute unter staatliche Fittiche genommen.

Analysten gehen jedoch davon aus, das dies nicht reicht. Derzeit arbeitet das hoch verschuldete Spanien an einem Befreiungsschlag für den Sektor. Die Pläne für die Sparkasse Bankia Kreisen zufolge kurz vor dem Abschluss. Sowohl Bankia als auch die spanische Zentralbank wollten sich dazu nicht äußern.

Bad Bank

Die Pläne der spanischen Regierung zur Rettung des Bankensektors beinhalten Regierungskreisen zufolge auch die Bildung einer Bad Bank. Die Rahmenbedingungen sollten am Freitag festgelegt werden, hieß es in den Regierungskreisen am Montag. Die Bad Bank solle auf 10 oder 15 Jahre hin ausgelegt werden. Banken sollten darin giftige Papiere auslagern können. Bei der Sparkasse Bankia sind unter anderem Änderungen im Management vorgesehen. (APA/Reuters, 7.5.2012)

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