Easyjet wegen Diskriminierung verurteilt

7. Mai 2012, 13:08
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Der Billigflieger Easyjet wurde schon wieder wegen diskriminierenden Verhaltens gegenüber Behinderten verurteilt

Die Billig-Airline Easyjet hat sich zum wiederholten Mal eine Bußgeldzahlung wegen Diskriminierung eingehandelt. Im konkreten Fall war eine 39-jährige Rollstuhlfahrerin betroffen, die einen französischen Inlandsflug von Paris nach Nizza antreten wollte. Bereits am Vortag hatte die Klägerin den Hinflug absolviert, beim Rückflug wurde die Frau dazu gezwungen, das Flugzeug zu verlassen. Die Argumentation der Airline war, dass die Passagierin im Notfall nicht ohne fremde Hilfe den Notausgang benutzen könnte. Ein mitreisender Pilot hatte übrigens freiwillig seine Hilfe angeboten.

Die Pariser Strafkammer verurteile Easyjet jetzt wegen Diskriminierung zu einer Entschädigungszahlung von 5.000 Euro an die Klägerin. Darüber hinaus muss die Fluglinie 5.000 Euro Bußgeld sowie Anwaltskosten in Höhe von 4.000 Euro zahlen. Im Jänner wurde die Billig-Airline schon einmal wegen eines ähnlichen Falles verurteilt und musste ein Bußgeld in Höhe von 70.000 Euro bezahlen. Damals erhielt jeder der drei Kläger 2.000 Euro Entschädigung. (red, derStandard.at, 7.5.2012)

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    Easyjet wirft behinderte Menschen aus dem Flieger.

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