Brandanschlag in Kaserne Hörsching: Geheime Ermittlungen

7. Mai 2012, 13:47
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Sieben Fahrzeuge wurden zerstört - Vorerst keine Spur oder Hinweise zu den Hintergründen der Tat

Linz - Die Ermittlungen laufen unter höchster Geheimhaltung. Sowohl Polizei als auch Bundesheer geben sich zugeknöpft. Ein Unbekannter hatte Sonntagfrüh einen Brandanschlag auf Heeresfahrzeuge in der Kaserne Hörsching bei Linz verübt. Die Flammen erfassten sieben Kfz. Sie wurden schwer beschädigt oder überhaupt zerstört. Darunter befindet sich auch das Dienstfahrzeug des Militärkommandanten für Oberösterreich, Kurt Raffetseder.

Bekannt wurde bisher nur, dass zuerst ein auf dem Kasernengelände abgestellter Lkw angezündet wurde. Von diesem griff das Feuer auf die sechs weiteren Fahrzeuge über. Eine Patrouille entdeckte den Brand bei einem routinemäßigen Rundgang und schlug Alarm. Die Feuerwehr löschte die Flammen. Verletzt wurde bei dem Anschlag niemand.

Fünfmal Totalschaden

Die Schadenshöhe stand vorerst nicht fest, dürfte aber mehrere hunderttausend Euro betragen. Eine Spur oder Hinweise zu den Hintergründen der Tat gebe es vorerst nicht, sagte Polizeipressesprecher Adolf Wöss. Experten der Brandverhütungsstelle und des Landeskriminalamtes untersuchten den Hergang des Brandes. Das Bundesheer bestätigte lediglich den Zwischenfall, machte aber keine näheren Angaben. "Die Ermittlungen laufen, ich kann nur bestätigen, dass fünf Fahrzeuge ein Totalschaden sind", erläutert Major Gerhard Oberreiter im Standard-Gespräch. Auch auf die Frage, ob der Anschlag möglicherweise Raffetseder gegolten habe, meint er nur kurz: "Im Moment reine Spekulation." (red, DER STADARD, 8.5.2012)

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    Der Brandanschlag wurde ersten Ermittlungen zufolge auf diesen Lkw verübt.

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    Die Flammen griffen auf weitere Fahrzeuge über.

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