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Cambridge - Ein Eintrag in sozialen Netzwerken wie Facebook kann laut einer US-Studie in derselben Hirnregion Befriedigung auslösen wie Sex oder gutes Essen. Wenn Menschen etwas Persönliches preisgeben könnten, etwa ihre Meinung zu einem Thema, habe dies mitunter eine psychische Wirkung wie Sex und Essen, schreiben die Forscher um Diana Tamir von der Harvard University in Cambridge (US-Staat Massachusetts) in den "Proceedings" der US-Akademie der Wissenschaften ("PNAS").
Selbstoffenbarung als Belohnung
Die Wissenschafter erklären die Wirkung mit dem Drang, etwas von sich selbst zu erzählen. 30 bis 40 Prozent der eigenen Redezeit verwende ein Mensch dazu, anderen von seinen Erlebnissen und Empfindungen zu berichten. Die Selbstoffenbarung an sich werde dabei als Belohnung empfunden. Wie hoch der Befriedigungsgrad ist, testeten die Forscher aber nicht. "Wir haben nicht bewiesen, dass Selbstoffenbarung diese Nervenregionen in gleicher Höhe berührt wie andere belohnende Aktivitäten", sagte Tamir. (APA, 7.5.2012)
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Ich habe einen Projektleiter, der sich auch gerne reden hört. Und mit großer Ernsthaftigkeit von den Wasserflecken in seiner Garage, dem neuen Rasensamen im Garten, dem Durchfall seines Nachwuchses usw. erzählt...
Komisch, dass das so auf facebook beschränkt wird. Gibts heutzutage nicht mehr die Möglichkeit, in Erwägung zu ziehen, dass man persönliche Mitteilungen auch unter vier Augen, also persönlich, vornehmen kann? Oder gilt nur noch, was man mit 800 "Freunden" teilt als wertvolles Sichmitteilen?
Obwohl in Wahrheit eh kaum einer wirklich "zuhört", sondern jeder nur seinen eigenen Egomist von sich geben will! :-) Irgendwie kann man Angst kriegen, wenn man über diese Entwicklung nachdenkt, ich jedenfalls. Aber ich habe facebook eh nichts - mehr - zu tun, als mir klar wurde, was da läuft bzw. dass man sich das Hirn vollpfropft mit Infos und Meldungen, letztendlich aber mit einem Gefühl der seelischen Leere ausgeht, löschte ich meinen account vor einem Jahr schon bald nach dem Einstieg wieder.
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