Leitbörsen in Fernost schließen einheitlich tiefer

7. Mai 2012, 12:08
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Wahlergebnisse in Griechenland und Frankreich drücken Märkte zum Teil tief ins Minus

Wien - Die Wahlergebnisse in Griechenland und Frankreich haben die asiatischen Aktienmärkte zum Wochenauftakt überwiegend tief ins Minus gedrückt. Sie setzten damit die schwache Entwicklung der vergangenen beiden Handelstage fort.

Börsianer verwiesen auf Sorgen über den weiteren Kurs Europas in der Schuldenkrise, welche die Renditen nicht nur für griechische und französische Staatsanleihen in die Höhe trieben, sondern auch für festverzinsliche Wertpapiere aus Italien und Spanien. Dazu kam der schwache US-Arbeitsmarktbericht vom Freitagnachmittag.

Der Nikkei-225 Index in Tokio verringerte sich deutlich um 261,11 Zähler oder 2,78 Prozent auf 9.119,14 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong büßte um 549,35 Zähler (minus 2,61 Prozent) auf 20.536,65 Einheiten ein. Klar an Terrain abgeben mussten auch die Märkte in Singapur und Sydney. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 2.924,95 Zählern und einem Abschlag von 65,64 Punkten oder 2,19 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney verlor um 97,8 Zähler oder 2,19 Prozent auf 4.361,60 Einheiten.

Der Shanghai Composite hingegen fiel marginal um 0,06 Punkte auf 2.451,95 Punkte. Hier zählten einige Versicherer zu den größten Verlierern. So büßten China Pacific Insurance gut vier Prozent an Wert ein und China Life Insurance mussten einen Abschlag von knapp drei Prozent verdauen. Ping An Insurance sanken um 2,55 Prozent. Auf der Gewinnerseite standen hingegen Aluminum Corp mit einem Anstieg um mehr als vier Prozent.

China steht nicht bloß vor einer leichten Wachstumsdelle, sondern muss sich auf das Platzen einer massiven Kreditblase einstellen, sagt Carson Block, der Gründer der auf chinesische Aktien spezialisierten US-Analysefirma "Muddy Waters": "Ich gehe davon aus, dass eine harte Landung bevorsteht", so Block Ende vergangener Woche. Wann genau das passieren werde, könne er aber nicht beurteilen.

An der Börse von Hongkong rutschten Cosco Pacific um 8,48 Prozent auf 10,58 Hongkong Dollar ab. Li & Fung büßten 5,5 Prozent auf 16,28 Hongkong Dollar ein und Esprit Holdings verloren um 4,59 Prozent auf 14,14 Dollar.

In Singapur fanden sich die Anteilsscheine von Capitaland mit einem Abschlag in Höhe von 5,44 Prozent auf 2,78 Singapur Dollar unter den größeren Verlierern. United Overseas Bank gaben um 4,21 Prozent auf 18,20 Singapur Dollar nach.

In Tokio gerieten insbesondere die Aktien exportorientierter Unternehmen stark unter Druck. So sackten die Titel des Elektronikkonzerns Sony um 4,49 Prozent ab. Auch die Anteilsscheine des Autobauers Honda gehörten mit minus 5,61 Prozent zu den größten Verlierern im Nikkei. (APA/Reuters, 7.5.2012)

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