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Eriwan - Bei der Parlamentswahl in Armenien hat die Republikanische Partei von Präsident Sersch Sargsjan klar gesiegt. Die Regierungspartei erreichte laut offiziellen Angaben vom Montag nach Auszählung von drei Vierteln der Stimmen 44,41 Prozent.
Wahl-Beobachter sind zufrieden
Ihr Koalitionspartner, die Partei Blühendes Armenien des Millionärs Gagik Zarukjan, erzielte demnach 30,52 Prozent. Die Gruppierung hatte sich angesichts der sozialen Probleme im Land von der Präsidentenpartei distanziert und versucht, sich als Oppositionsbewegung zu profilieren. Auf dem dritten Platz landete den Angaben zufolge mit 6,85 Prozent die Partei des früheren Präsidenten und heutigen Oppositionschefs Lewon Ter-Petrossian, die damit an der Sieben-Prozent-Hürde scheitern könnte.
Die Wahlbeteiligung wurde mit 62,2 Prozent angegeben. Die rund 2,5 Millionen Wahlberechtigten konnten unter acht Parteien und einem Block verschiedener Gruppierungen wählen. Westliche Beobachter sprachen von einem vergleichsweise offenen und transparenten Konkurrenzkampf mit Medienvielfalt in dem Land. Die Wahl der 131 Abgeordneten im Parlament galt als Test für die Glaubwürdigkeit der Demokratiebestrebungen in Armenien. Der Urnengang in der früheren Sowjetrepublik wurde von Kritikern aufmerksam beobachtet, nachdem die umstrittene Präsidentenwahl im Jahr 2008 von blutigen Auseinandersetzungen mit zehn Toten überschattet gewesen war.
Reform der Wahlgesetze gelobt
Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) entsandte für den Urnengang am Sonntag rund 350 Wahlbeobachter. Während des Wahlkampfs wurden laut OSZE keine größeren Unregelmäßigkeiten verzeichnet, allerdings sei das Vertrauen in das Funktionieren der Wahlprozesses gering und es habe insgesamt ein "ungleiches Terrain" für den Wettkampf der Parteien gegeben. Bei einer Pressekonferenz am Montag lobte die Beobachtermission die Reform der Wahlgesetze vor dem Urnengang, es habe aber bei der Umsetzung gehapert. "Daraus folgt, dass die internationalen Versprechen Armeniens nicht immer eingehalten wurden", hieß es laut einer Aussendung der OSZE.
International in die Schlagzeilen gerät Armenien immer wieder wegen zwei Themen: Streitigkeiten mit der Türkei um die Einstufung der Massaker an Hunderttausenden Armeniern im Osmanischen Reich als Völkermord sowie dem ungelösten Konflikt mit dem Nachbarn Aserbaidschan um die Region Berg-Karabach. Die Grenze zum Nachbarn Türkei ist aufgrund der historischen Feindschaft nach wie vor geschlossen. In Berg-Karabach, um das es Anfang der 1990er Jahre zum Krieg kam, leben fast nur noch Armenier. Das Gebiet wird von Armenien militärisch kontrolliert. Immer wieder kommt es zu Gefechten mit aserbaidschanischen Truppen mit Toten. Es besteht via eines Korridors eine direkte Landverbindung zwischen Armenien und Berg-Karabach. Wegen der belastenden Beziehungen zur Türkei und Aserbaidschan ist Armenien vor allem in Sachen Energieversorgung stark von Russland abhängig - mangels einer gemeinsamen Grenze via Georgien. (APA/,7.5.2012)
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dass der Genozid an den Armeniern vor 100 Jahren, die armenische "ethnische Säuberung" der Aserigebiete in Karabach rechtfertigt. 800.000 Aseris wurden vertrieben.
Im Übrigen erstaunt mich mit wie viel Wohlwollen den keineswegs lupenreinen demokratischen Zuständen in Armenien seitens der hiesigen Presse begegnet wird. Ich finde das einerseits richtig, weil um Sachlichkeit bemüht. Ich wünschte aber, dass man Georgien gegenüber ebenso wohlwollend berichten würde. Aber anscheinend bestimmen im Fall Georgien die prorussischen Krakeler hierzulande den Vektor der Berichterstattung. Schade...
Europa hat im Jahr 1915 zugeschaut, wie der erste organisierte Genozid von einem Staat an einem Volk verübt wurde, nämlich am armenischen Volk. Und vor diesem Hintergrund muss dem Selbstbestimmungsprinzip, dem Grundrecht auf Selbstbestimmung, ein höherer Stellenwert eingeräumt werden als dem Interesse der Aserbaidschaner nach territorialer Integrität.
http://www.youtube.com/watch?v=wKqtKVnl1Qo
der Berg-Karabach wird seit Jahrhunderten von Armenier bewohnt, nur weil dieses Gebiet von Stalin an Aserbaidschan einverleibt wurde, sollen die Armenier es den Aseris überlassen.
Eine Frage an Redaktion, im Text steht etwas von russlandfreundlichem Präsidenten, gibt es in Armenien auch russlandunfreundliche Politiker? wohl kaum
und warum wurden die azeris dort vertrieben? ein völkermord?
armenien wird niemals international zu irgentwas bringen wenn sie immer die opfer und die beleidigte leberwurst spielen.
wirtschaftlich gehts armenien slechter als alle anderen staaten in der umgebung und tragen garnichts zur besserung der situation bei.
der einzige kontakt ist der iran... und über georgien noch so eben zu den russsen, die route wird auch nicht immer halten. das wissen die armenier auch und befreunden sich militärisch mit dem iran an.
ob das eine gute idee ist und sympatien in europa und zu den usa schaffen ist äusserst fragwürdig.
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