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Wien - Die heutige Betriebsversammlung des AUA-Bordpersonals um neun Uhr im "Saal Europa" wird noch einmal spannend werden. Denn die Mitarbeiter wurden am Sonntag darüber informiert, dass der Betriebsrat ein neues Verhandlungspaket geschnürt habe. Wie der Standard erfuhr, soll das Ergebnis den Mitarbeitern heute, Montag, präsentiert werden.
Damit lebt die Chance einer Verhandlungslösung wieder auf. Nachdem diese nicht zustande gekommen war, hat die AUA ja den Betriebsübergang auf die für das Unternehmen kostengünstigere Regionalfluglinie Tyrolean eingeleitet. Um diese Maßnahme zu verhindern, ringen die Belegschaftsvertreter um Einsparungen, für die sie aber den Segen der Kollegen brauchen. Konkret geht es - je nach Kollektivvertrag - um eine Zustimmung von 50 bis 75 Prozent der Mitarbeiter. Offenbar steigt die Bereitschaft nun, einer Lösung zuzustimmen, zumal viele Mitarbeiter weiter bei der AUA fliegen wollen, wie es aus dem Unternehmen heißt.
Die nach dem alten Kollektivvertrag beschäftigten Piloten waren zuletzt bereit, bis auf 50 Prozent ihres Gehalts zu verzichten. Und das AUA-Management konnte mit dem Finanzministerium die Frage der Besteuerung der Abfertigungen klären. Fraglich ist, wie sich Wolfgang Hable verhalten wird. Der AUA-Pilot und Gewerkschafter gilt als Hardliner und soll sich intensiv gegen eine Verhandlungslösung stemmen.
Am Sonntagnachmittag erhielten die Mitarbeiter vom Betriebsrat folgende Information: "Wir haben ein modifiziertes Verhandlungspaket erstellt, das wir euch am Montag vorstellen werden. Wir werden den von euch favorisierten Weg im Rahmen der Betriebsversammlung umgehend mittels Abstimmung legitimieren lassen." Ob gleich am Montag auch darüber abgestimmt wird, war zunächst offen. Möglicherweise wird die Entscheidung erst in den nächsten Tagen fallen.
Auch dem AUA-Management ist eine Verhandlungslösung immer noch lieber sein als der rechtlich ungewisse Betriebsübergang auf Tyrolean. "Falls die Belegschaft das verhandelte Paket über eine Abstimmung akzeptieren will, wäre die Firma bereit zu prüfen, ob der Betriebsübergang doch noch verhindern werden könnte", sagte ihr Sprecher Peter Thier.
"Verlockende Summen"
Der Betriebsrat macht jedenfalls kräftig Werbung für das Paket: "Es steht außer Streit - wir sind bereit, massive Zugeständnisse zu machen, um das Unternehmen aus seiner Schieflage zu befreien. Als Personalvertretung haben wir sowohl die Verantwortung als auch die Pflicht, an einer für alle tragbaren und zukunftsorientierten Lösung mitzuwirken."
Und weiter heißt es: "Unser Ablaufplan für die nächsten Tage wird sich sowohl an den Sparerfordernissen orientieren als auch an unser aller Lebens- und Arbeitsbedingungen." Der Übergang auf die Tyrolean und damit verbundene Abschlagszahlungen mögen zwar "mit individuell errechneten Summen verlockend klingen, das gebotene Arbeitsumfeld hätte schlichtweg einen Totalverlust an Lebensqualität und Firmenkultur mit sich gebracht". (Claudia Ruff, DER STANDARD; 7.5.2012)
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Es reicht. Lieber 10 Jahre in China oder in Dubai, als mit diesem Kasperlvorständen noch 5 Sparpakete erleben, weil die zu dumm sind, die echten Strukturprobleme anzupacken. Irgendwann arbeitet das komplette Personal gratis und dann verlangen die wohl noch Mitgliedsbeiträge, weil sie nicht aus den roten Zahlen kommen.
.. die völlig falsche ist. Wie will man aus einer 55 jährigen Fluglinie, die sich über ein halbes Jahrhundert entwickelt hat, einen Billigcarrier machen? Das kann und wird nicht gehen. Das wird auch bei der LUFTHANSA selbst in die Hose gehen.
Entweder Qualität oder Masse. Dass es über die Masse nicht geht, haben wir ebenso festgestellt, wie dass es übers Personal nicht geht... Ergo... ?
wie Bankvorstände, Regierungsmitglieder, ÖIAG Vorsitzende, Ärzte, Zahnärzte, Rechtsanwälte, Notare, Fußballer, Sportfunktionäre, Philharmoniker, Festspielintendanten, ORF Anchormen, Flughafendirektoren, Asfinag-Direktoren und viele andre auch. Unter andrem auch Sie.
Auch wenns nur 25 sind... Person X verdient eine Summe X und Person Y verdient eine Summe Y, auch wenn die Summe Y höher ist als die Summe X wird die Person Y ihr Leben nach diesem Einkommen gestalten, Person X wiederum nach ihrem Einkommen. Raten für Wohnbaukredite, Mieten, Lebensversicherungen etc. interessiert es einen feuchten D.... ob plötzlich weniger Gehalt bezahlt wird oder nicht und es würde mit 25% weniger bei X und bei Y knapp, das ist das "schöne" an der Prozentrechnung. Wenn Sie daraus eine Überbezahlung schließen, dann herzliche Gratulation...
jedoch ist person y gerade dabei über ein paket abzustimmen, welches ca 50% einbuße bedeuten würde, wobei der aktuelle plan (betriebsübergang) keine gehalts-einschnitte mit sich bringt. mag sein dass ich, weil involviert, etwas verblendet bin von den tatsachen, aber für mich hört sich das höchst-seltsam und unlogisch an.
Ja Sie haben recht, Ihr Statement hört sich seltsam an. Keine Gehaltsentwicklung, welche vorher im Übrigen absolut transparent, vorhersehbar und somit auch berechenbar war, sowie möglicherweise keine Teuerungsabgeltung und das auf Jahre, als KEINE Gehaltseinschnitte zu bezeichnen ist unlogisch.
Wer keine Ahnung hat, sollte hier nicht schreiben! In Österreich gelten Gesetze und wenn sich auch nur eine Firma nicht daran hält und damit wirklich durchkommen sollte, schaut die Zukunft für ALLE Arbeitnehmer nicht rosig aus. Also: Arbeitsrecht lesen, nachdenken und dann posten!
... können das das auch nicht!
Es geht um eine Reduktion von ca. 25% plus Verlust der Mehrleistungsbezahlung ("Überstunden") und der Leistungspension (wird zur Beitragspension), sowie diverser anderer Sachen. Dafür gibt es aber eine Abschlagszahlung, welche wohl die eigenen Verbindlichkeiten soweit reduziert, dass man die Familie mit dem neuen Gehalt ernähren kann.
Sollte es sich nicht ausgehen, wird die Abstimmung in die Hosen gehen.
Dankeschön! Die Einzigen, die in dieser Firma Stil haben, ist das Personal und sein Betriebsrat! Es wird auf niemanden bei der BV geschimpft, es wird sachlich argumentiert und geduldig alles erklärt. Auch die eingeladenen Tyrolean Betriebsräte werden mit großem Respekt behandelt. Ich bin zutiefst beeindruckt und würde mir wünschen, dass sich der Vorstand ein Beispiel an seinem Personal nimmt...
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