Klagenfurter Bürgermeister will Facebook-Fauxpas mit Brief aufklären

6. Mai 2012, 17:18
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Mitarbeiter soll Kommentar versehentlich online gestellt haben

Klagenfurt - Ein Facebook-Dummy und Humor, der selbst in der Pubertät steckengebliebenen Erwachsenen im Vollrausch noch zu blöd ist - das dürfte die Mischung sein, die am Wochenende in Kärnten für einen veritablen Skandal gesorgt hat. Konkret geht es um ein gepostetes Bild auf der Facebook-Seite des Klagenfurter Bürgermeisters Christian Scheider (FPK). Die Montage zeigt einen auseinem Pool ragenden, nackten Hintern, der Text stellt einen direkten Zusammenhang mit Finanzministerin Maria Fekter (VP) her. Auch ein zusätzliches Porträt der Ministerin mit Taucherbrille lässt keinen Zweifel, auf wen sich die Verunglimpfung bezieht.

Protest ließ nicht lange auf sich warten, die Bundesleiterin der VP-Frauen, Dorothea Schittenhelm, forderte Bürgermeister Scheiders Rücktritt. Der ließ ausrichten, dass ein Mitarbeiter den Kommentar versehentlich online gestellt habe, da dieser angenommen habe, gerade mit seinem eigenen Facebook-Profil angemeldet zu sein. Das Posting wurde gelöscht, der Mitarbeiter gerügt. Scheider kündigte einen persönlichen Brief an Fekter an, "klare und unmissverständliche Worte" sollen "den bedauerlichen Vorfall aufklären". Und der Villacher Fasching hat wieder eine Pointe mit Schenkelklopfergarantie. (red, DER STANDARD, 7.5.2012)

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