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Der Gründer von kino.to muss sich ab Dienstag vor Gericht verantworten.
Fünf Urteile sind im Fall des illegalen Filmportals Kino.to bereits gesprochen worden, von Dienstag an steht nun auch der Gründer und Chef vor Gericht. Die sächsische Generalstaatsanwaltschaft wirft dem 39-jährigen Leipziger die massenhafte Verletzung des Urheberrechts vor. Er soll am meisten von Kino.to profitiert und über Werbe-Anzeigen Millionen kassiert haben. Für den Prozess vor dem Landgericht Leipzig sind vier Verhandlungstage anberaumt worden.
2008 gegründet
Der gelernte Bodenleger hatte Kino.to 2008 gegründet. Bereits verurteilte Mitstreiter sagten aus, der Mann habe schnell begriffen, dass mit der Verlinkung auf Filmstreams ordentlich Geld zu scheffeln sei. Es gab offenbar genug Werbekunden, die Interesse hatten, in diesem Umfeld Anzeigen zu schalten. Kino.to sei sehr schnell gewachsen. Bis zu vier Millionen Nutzer täglich riefen die Webseite auf. Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft waren rund 135.000 illegal kopierte Filme, Serien und Dokumentationen über das Portal zu erreichen.
Grauzone und "Robin-Hood-Argument"
Wie Kino.to funktionierte, ist durch die bisherigen Prozesse vor dem Amts- und Landgericht Leipzig gut dokumentiert. Alle Angeklagten vom Webdesigner bis zum Chef-Programmierer legten Geständnisse ab - mit dem Tenor: Man habe gedacht, Kino.to bewege sich in einer Grauzone. Einige kamen auch mit dem Robin-Hood-Argument: Kino sei teuer, das könne sich kein Hartz-IV-Empfänger leisten. Deswegen habe man kostenlos Filme zugänglich machen wollen. Nur: Ums Urheberrecht kümmerten sich die Kino.to-Macher nicht.
"Ging nur ums Geld"
Die Justiz geht davon aus, dass die Kino.to-Drahtzieher nicht aus Nächstenliebe handelten. Amtsrichter Mathias Winderlich stellte in einem der ersten Prozesse klar: "Es ging rein darum, Geld zu machen." Besonders für den Gründer des Portals soll sich das ausgezahlt haben. Nach der Zerschlagung von Kino.to stellten die Ermittler bei ihm Luxusautos sicher. Zeitweilig lebte er nach Darstellung seiner Mitstreiter in Spanien.
Untersuchungshaft
Der 39-Jährige sitzt seit seiner Verhaftung im Sommer vergangenen Jahres in Untersuchungshaft. Nach Angaben des Landgerichts hat er sich in seinen Vernehmungen bei der Staatsanwaltschaft geäußert - und zwar nicht nur in ein paar dürren Worten, sondern umfangreich. (APA, 6.5.2012)
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Wenn die amerikanische Filmindustrie weiss, wie man Geld macht (was oft auch nicht gelingt, gell), ist das noch kein Grund für einen Freibrief zum Kopieren ohne Grenzen, auch wenn die heutige Spassgesellschaft meint, es sei grundsätzlich alles gratis.
Es ist eh nicht alles gratis.
Urheberrechtsabgaben finden sich auf Drucker, PCs, Scanner, CD/DVD-Brenner, auf deren Medien sowieso, auf MP3-Playern, Speicherkarten, USB-Sticks, allen Arten von Kameras, auf Handys, Tab's und natürlich auch auf Festplatten!
In Österreich sogar auf Kopierpapier!
Gratis schaut anders aus!
http://i.imgur.com/USqpN.jpg
scheffelt mehr kohle als je zuvor...
Unter den "Werbeanbietern" waren auch einige Trojaner-Schleudern. Das Preis-Leistungs-Verhältnis war bei kino.to schon immer verbrecherisch tief. Es sei denn, man lässt den Rechner kostenlos vom Haberer reparieren, um sich gleich darauf wieder die gleiche Kommerzkacke reinzuziehen, die von den "lieben Leuten" gönnerhaft "umsonst" angeboten werden. Aber Naivität gepaart mit Arroganz kann nie irren...
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