"Das war sehr emotional heute"

5. Mai 2012, 21:51
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  • Rapid - Red Bull Salzburg

Peter Schöttel (Rapid-Trainer): "Da waren Situationen dabei, die nicht okay waren. Die Salzburger haben sich im Vorfeld vor der Härte hier gefürchtet. Wenn ich dann sehe, was Maierhofer mit Pichler aufführt und der Schiedsrichter zwei Meter danebensteht, dann fühle mich von Schörgenhofer verschaukelt. Auch mindestens ein Hands-Elfmeter wäre zu geben gewesen, und auch Leonardo wäre ganz klar auszuschließen gewesen. Aber wir haben natürlich auch zu viele Fehler im Spielaufbau gemacht. Salzburg ist jetzt so gut wie durch, wir wollen die Europa League erreichen."

Ricardo Moniz (Salzburg-Trainer): "Wir sind noch nicht Meister. Wir freuen uns über die drei Punkte, bleiben aber mit beiden Beinen auf dem Boden. Wir haben mutig mit vier Angreifern gespielt, wir haben uns nicht versteckt und nicht auf ein Unentschieden gespielt. Wir sind unserer Philosophie treugeblieben. Ich hoffe, dass sich Jantscher nicht zu schlimm verletzt hat."

Stefan Maierhofer (Salzburg-Torschütze): "Das war sehr emotional heute. Es war sehr viel Hass von den Zuschauern drinnen. Mich hat das 81 Minuten getragen. Bei der Situation mit Pichler bin ich ganz normal zum Kopfball gegangen. Ich sehe nicht, was hinter mir passiert. Wir haben die drei Punkte mitgenommen, das freut mich unheimlich für die Mannschaft. Wir sind genau so aufgetreten, wie wir uns das die ganze Woche vorgenommen hatten."

  • Admira - Austria

Dietmar Kühbauer (Admira-Trainer): "Mit Ausnahme der ersten zehn Minuten war die erste Hälfte vielleicht unsere beste in dieser Saison. Nach dem 0:3 hat die Austria viel riskiert und ist nach dem Doppelschlag immer stärker, wir dafür immer unsicherer geworden. Die Leute haben ein tolles Spiel mit einem für uns guten Ausgang gesehen. Wir denken schon an eine Europacup-Teilnahme, aber vor allem konzentrieren wir uns immer auf das nächste Spiel. Wir sind immer noch der Aufsteiger."

Ivica Vastic (Austria-Trainer): "Wir haben ganz gut begonnen, aber das erste Gegentor hat uns verunsichert, und das zweite haben wir uns selbst gemacht. Nach dem 0:3 haben wir alles riskiert, leider haben wir trotzdem verloren, obwohl wir bis zum Schluss alles probiert und Charakter gezeigt haben. Die Fan-Proteste muss man wegstecken. Ich habe keine Angst um meinen Job, der Vereinsführung steht zu mir."

  • Kapfenberg - Ried

Thomas von Heesen (Trainer Kapfenberg): "Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir sind taktisch in das Match gegangen und haben in der zweiten Hälfte voll riskiert. Das ist uns sehr gut gelungen. Leider hatten wir nicht das Glück, dass der Ball ins Tor geht. Wir werden auch in den letzten Partien Vollgas geben, das sind wir den Gegnern schuldig. Wir werden keinen Zentimeter zurückweichen."

Gerhard Schweitzer (Trainer Ried): "Durch die Doppelbelastung mit dem Cup ist uns zum Schluss ein wenig das Gas ausgegangen. Im Grunde genommen muss man mit dem Punkt zufrieden sein. Unsere Leistung war okay, so wie Kapfenberg gespielt hat, spielt kein Absteiger."

  • Innsbruck - Mattersburg

Walter Kogler (Wacker-Trainer): "So etwas kann passieren. Es ist sehr schade, weil wir lange Zeit vorne dabei waren in der Tabelle. Trotzdem werden wir morgen zur Tagesordnung übergehen. Wir wollten nicht auf ein 0:0 spielen, das ist nicht aufgegangen. Es war ein verrücktes Spiel. Wir hätten die Partie aber auch drehen können."

Franz Lederer (Mattersburg-Trainer): "In dieser Höhe ist das überraschend. Es überwiegen der Stolz und der Respekt vor dieser Truppe, weil es um nichts mehr gegangen ist und sie so einen Einsatz gezeigt hat. Es war ein Topspiel, aber Innsbruck hat mit dieser Situation nichts anfangen können. Ich hoffe, dass nicht nur wir auf den Geschmack gekommen sind, sondern auch die Zuschauer. Sie sollen am Donnerstag gegen Rapid ins Stadion kommen."

  • Wr. Neustadt - Sturm

Peter Stöger (Wiener-Neustadt-Trainer): "Das Ergebnis geht in Ordnung. In der Offensive machen wir Fortschritte, leider sind wir nicht effektiv genug. Wenn man bedenkt, dass wir in den letzten Wochen in der Defensive immer umstellen mussten, kann man mit der Gesamtsituation zufrieden sein. Es war wieder ein kleiner Schritt in Richtung Klassenerhalt. Es ist damit zu rechnen, dass in der nächsten Saison eine andere und wieder sehr junge Mannschaft an den Start gehen wird. Es gibt genügend junge Spieler mit Bundesliga-Niveau, die zu uns wollen. Wir haben uns im letzten Jahr einen Namen gemacht, um für junge Spieler attraktiv zu sein."

Thomas Kristl (Sturm-Graz-Trainer): "Das Ergebnis ist gerecht. Auswärts tun wir uns einfach schwer, warum, das wissen wir auch nicht. In der zweiten Hälfte haben wir etwas besser agiert und die eine oder andere Chance herausgespielt. Der Kampf um den Europacup geht bis zur letzten Runde, wir spielen noch gegen die Austria und Admira und haben es also selbst in der Hand."

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