Abgang für Gartler, Soma, Patocka

5. Mai 2012, 10:55
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Verletzter Prokopic kann bleiben - Kurze Einkaufsliste im Sommer

Wien - Im Schatten des großen Bundesliga-Schlagerspiels am Sonntag (16.00 Uhr/live ORF eins und Sky) im Hanappi-Stadion gegen Red Bull Salzburg laufen bei Rapid die Kaderplanungen für die kommende Saison bereits auf Hochtouren. Mit dem offiziell verkündeten Abschied von Helge Payer und der gezogenen Option auf Thomas Prager wurden zwei Personalfragen gelöst, die Zukunft einiger anderer Kicker mit auslaufenden Verträgen ist allerdings noch offen.

Im Sommer enden die Kontrakte von Ragnvald Soma, Jürgen Patocka, Rene Gartler, Christian Thonhofer und Boris Prokopic. Letzterer erlitt vor wenigen Wochen eine schwere Knieverletzung, fällt noch monatelang aus und hat dennoch von diesem Quintett wohl die besten Chancen auf einen Verbleib beim Rekordmeister.

"Wir lassen ihn nicht fallen, es gibt schon Gespräche mit seinem Berater. Er wird sicher noch länger bei uns sein, wenn er selbst das möchte", erklärte Trainer Peter Schöttel, der gemeinsam mit Stefan Ebner auch die Sportdirektor-Agenden von Rapid innehat.

Bei Thonhofer ist laut Schöttel "alles offen", weniger gut sieht es für Gartler aus. Die Option auf den Stürmer wurde nicht gezogen. "Man weiß zwar nie, was in den nächsten Wochen passiert, aber die Tendenz geht eher in die Richtung, dass er den Verein verlassen wird", sagte der Coach und sprach im Zusammenhang mit Soma und Patocka von einer "ähnlichen Situation".

Sollten die beiden Innenverteidiger den Verein verlassen, würde laut Schöttel ein zentraler Abwehrspieler von den Amateuren hochgezogen und ein weiterer verpflichtet. Die Suche nach neuen Spielern beschränkt sich aber nicht nur auf den Abwehrbereich. "Wir schauen uns in jeder Formation nach Verstärkungen um", betonte der 45-Jährige.

Hohe Ablösesummen können sich die Grün-Weißen nicht leisten, im Zweifelsfall werden lieber Amateure in die Kampfmannschaft befördert. "Wir werden versuchen, alles so günstig wie möglich zu halten, aber trotzdem Qualität zu haben", so Schöttel.

Die Trauer über die kurze Einkaufsliste ist beim Rapid-Trainer aber nicht groß. Schließlich hatten die Hütteldorfer zuletzt mit dem Forcieren von Eigenbauspielern Erfolg, außerdem besitzt der Stamm der Mannschaft über diese Saison hinaus laufende Verträge. Und im Gegensatz zu den vergangenen Jahren deutet diesmal viel darauf hin, dass alle Leistungsträger an Bord bleiben. (APA, 5.5.2012)

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