Frustwählen

Einserkastl | Hans Rauscher, 4. Mai 2012, 18:46

Es seien Protestwähler, versichert man uns beschwichtigend, und sie meinten es gar nicht so

Wenn die traditionellen Parteien ihren Kredit verspielt haben, dann kommen die extremistischen Gruppen. Manchmal von der extremen Linken, im heutigen Europa eher von der extremen Rechten. In Griechenland erwartet man, dass an diesem Sonntag die Linksextremen und die Rechtsextremen zulegen werden. In Frankreich hat die extreme Rechte unter Marine Le Pen ihre 18-Prozent-Stärke schon im ersten Wahlgang gezeigt.

Nun könnte man über die Lernunfähigkeit und/oder Geschichtslosigkeit der Wähler in Europa philosophieren. Nationalsozialismus und Kommunismus sind gründlich diskreditiert. Trotzdem werden in Europa immer wieder Parteien stark, vor allem auf der extremen Rechten, die ihre Inhalte und Programme abgeschwächt, aber im Kern erkennbar, aus der Vergangenheit ableiten: Le Pens Front national, Geert Wilders' Freiheitspartei, Vlaams Belang in Belgien, Orbán in Ungarn, die FPÖ in Österreich.

Es seien Protestwähler, versichert man uns beschwichtigend, und sie meinten es gar nicht so. Das wird schon stimmen, zumindest für die Mehrzahl der Extrem-Wähler. Man sollte trotzdem meinen, dass sie in der Lage wären, zu erkennen, dass diese Parteien nichts besser, sondern alles schlechter machen würden. Scheint aber nicht der Fall zu sein. Oder, auch das ist denkbar, die Wähler wissen ziemlich genau, was sie sich da einhandeln, es ist ihnen aber wurscht. (Hans Rauscher, DER STANDARD, 5./6.5.2012)

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warum mans ihr vorwirft? na weil sies sind?
und mal ehrlich, aus protest "soziale nationalisten" zu wählen, gehts noch?
das sind keine protestwähler, das sind selbstgefällige, minderbemittelte*, vollpfosten ...

*wobei da aber das bildungssystem kläglich versagt. sowas passiert hald wenns heißt "MINT, MINT, bis in den tod"

Die Piraten erfreuen sich eines Mitglieds, der bis dato ein Sozialfall war und nach Eigenaussage psychisch krank ist.
Ist das als Befähigung für ein politisches Amt, das die Sorge um das Wohl von Mitmenschen einschließt, aufzufassen?

na wenigstens gibt der pirat zu psychisch krank zu sein, sowas könnt man von den effen nicht erwarten ...

..und dieses "Zugeben" ist eine Eigenschaft, die ihn für ein politisches Amt befähigt?

ehrlichkeit wär doch ein ganz nettes feature von politikern.
strache würd nie zugeben, dass er entweder paranoid oder pseudologe ist.

Was bedeutet "Pseudologe"?

stimmt

der spö laufen die wähler davon weil sie bei der vermögenssteuer kompromisse eingegangen ist, der övp laufen die wähler davon weil sie bei der immobiliensteuer kompromisse eingegangen ist.

Warum die "Rechte" attraktiver ist:

Beobachtet man die politische Landschaft so wird man generell erkennen, dass rechte Parteien ja gerade nicht gegen die da oben vorgehen wollen, sondern im Gegenteil sie schlagen immer nach unten.

Dieses Nachuntenschlagen macht die Rechten im Gegensatz zu den Linken für die "einfachen" Gemüter wählbarer. Die meisten Menschen haben von sich ein Selbstbild, das sie selbst in eine "anständige" bzw. "starke" Position wähnt, der Mensch will nun mal nicht klein und hilflos sein, um sich vor dieser Realität zu schützen ist ihm jede Illusion recht.

Die Linken hauen nach oben, doch wer nach oben haut der gibt konkludent zu unten zu sein und das ertragen die wenigsten.

[wird fortgesetzt]

Nun gibt sich die "Rechte" immer auch gern rebellisch und liebt die Rolle des Widerstandskämpfers, was das zuvor erwähnte nur scheinbar widerlegt, denn der "Feind" ist nie von "Rechts" wegen überlegen, sondern wird eher einem Taschendieb gleichgehalten, der einen zwar überrumpelt hat, den man aber nie als ebenbürtig ansehen würde, sondern den man schon eine Lektion erteilen werde, wenn man ihn erwische und das wird man natürlich das steht außer Zweifel.

Deshalb wird die LINKE nicht gewählt: weil es eine Zumutung darstellt, denn die Linke will immer die Schwachen beschützen, sie wählen heißt damit für viele aber auch sich einzugestehen schwach bzw. auf dem Abstieg zu sein, vergleichbar einem Alkoholiker [...]

[...] der zu einer Therapie geht, denn damit kann er sich nicht mehr einreden, er sei doch ganz normal die eine oder andere Flasche am Tag zu leeren, nein dann ist es endgültig und ähnlich schwer dürfte es wirklich benachteiligten Menschen fallen die Linke zu wählen, es ist wie ein Eingeständnis ganz unten zu stehen, denn für diese ergreift die Linke immer Partei.
Die Rechte aber auch sich selbst als bürgerliche Partein verstehende Gruppierungen wiederum vermittelt diese Illusion der Stärke selbst, wenn das Programm für viele Wähler unmittelbar nachteilig ist, man will sich halt stark fühlen.

interessante Schlussfolgerungen...

Interessante Ansicht.

völliger quatsch

der mainstream ist in europa seit jahrzehnten links. wohin das führt, sehen alle: bankrotte staaten durch unfinanzierbar gewordene supersozialsysteme, ungelöste integrationsfragen, meinungseinerlei, political correctness-generve, wirtschaftlicher rückfall europas hinter asien etc etc.
die linke hat keine ideen mehr, vermeintliche reformer der linken szene wie blair oder zapatero wurden längst entsorgt. deshalb sucht aktuell hollande sein heil in der retrolinken mottenkiste. ein akt purer verzweiflung.

jetzt abgesehen davon dass das deine übliche

verkorkste sozialismus-paranoia-leier ist

geht es auch VÖLLIG am thema der hochinteressanten postings von lykurg vorbei.

Und in den USA ist also auch der "Mainstream links",

denn dort herrschen GENAU die selben wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Probleme vor wie bei uns.
Interessant.

genau

wenn zwei leuten ein arm fehlt beweist das, daß sie ihn auf exakt die gleiche weise verloren haben.
sie sind ein genie.

Hässliche Frauen kann man schön saufen, inferiore Politiker kann man schön reden - aber irgendwann funktioniert diese Strategie nicht mehr

Wir erleben den schleichenden Zusammenbruch der Parteiendemokratie.

Und wenn man sich die politischen Verhältnisse hierzulande anschaut, bekommt man nicht einmal Angst vor dem, was an Unwägbarem kommen könnte - zu substanzlos, uninspiriert und mit den eigenen Skandalen beschäftigt sind die etablierten Parteien. Man hat den Eindruck, dass die jetzige Politikergeneration inhaltlich und charakterlich nicht einmal dürftigsten Anforderungen genügt.

chauvinistische männer kann man schön denken - aber irgendwann funktioniert diese Strategie nicht mehr

wir erleben den schleichenden zusammenbruch der machogesinnung.

...

ich wuerd die rolle die rau mitte und aussen gibt vertauschen in seiem gedaechtnis, wenn er mich liesse. trifft fuer die meisten menschen zu, den den mneschen stehlen die systeme alles: ansehen, geld, konsitenz, erlebensqualitaet, lebensqualitaet, sicherheit uvm - ich mag das nicht, es ist auch strafbar, insbesondere weil die justiz es betreibt. ich mag den rau daher nicht gern, weil er sowas nicht sieht.

...

ich wuerd die rolle die rau mitte und aussen gibt vertauschen in seinem gedaechtnis, wenn er mich liesse. trifft fuer die meisten menschen zu, denn den menschen stehlen die systeme alles: ansehen, geld, konsitenz, erlebensqualitaet, lebensqualitaet, sicherheit uvm - ich mag das nicht, es ist auch strafbar, insbesondere weil die justiz es betreibt. ich mag den rau daher nicht gern, weil er sowas nicht sieht, dabei liegt es offen dar (wenn man sich mit den systemen beschaeftigt zb keine ressourcen fuer arme und vorwegnahme ihrer handlungen)...

das problem sind eher

die protestwähler die bei der wahl zuhause bleiben. weil in wahrheit wählen ja keine 30 prozent strache sondern "nur" 20 Prozent sofern oder wenn man die wahlbeteiligung bei der eu-wahl her nimmt sogar nur 15 prozent.

Es ist die Wirtschaftspolitik der EU, die die Wähler zu den Extremisten treiben

Wenn es denn Menschen schlecht geht, dann haben die Extremisten leichtes Spiel.

Der EU-Kurs geht eben dahin, dass die Unter- und Mittelschicht für die Krise bluten sollen.
Ändert sie ihren Kurs nicht, wird sie zerfallen, die Länder wieder zum Nationalismus zurückkehren....

wenn man jemand wie strache wählt

der mit küssel und anderen nazis im wald rumhüpfte und den bewaffneten aufstand probte,

dann ist das kein protest, sondern:

a) unwissenheit
b) zustimmung
c) ?

aber sicher kein protest, weil es sich gezeigt hat, dass fpö und bzö besonders korrupt sind, und ihre unfähigen freunderl besonders protegiert haben

ach, auf die gesamtzeit gesehen, sind sie nicht mehr oder weniger korrupt als die beiden anderen großen

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