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Wien - Das von der Regierung angekündigte "große Paket" haben Unterrichtsministerin Claudia Schmied (S), Finanzministerin Maria Fekter (V) und Beamtenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (S) der Gewerkschaft mit dem am Donnerstag überreichten 26-seitigen Entwurf für ein neues Lehrerdienstrecht nicht geliefert, resümierte Lehrervertreter Paul Kimberger (FCG) nach einer ersten Durchsicht im "Kurier" (Samstagausgabe) und dem Ö1-Journal.
So gebe es bei der angekündigten Entlastung der Lehrer durch mehr Verwaltungspersonal lediglich Absichtserklärungen, aber keine Festlegung, wie dieses im Schulsystem verankert werden soll. Außerdem fehlt dem Vorsitzenden der ARGE Lehrer in der Gewerkschaft auch ein Tätigkeitsprofil für Lehrer oder Details, wie die Qualität der Schulen verbessert werden soll. Auch die angekündigte Reform der Lehrerausbildung mit einem Masterabschluss für alle Pädagogen komme nicht vor.
Bei den nächsten Terminen müssen aus Kimbergers Sicht jedenfalls noch etliche "Dinge, die uns versprochen wurden und die unserer Vorstellung nach in eine neues Dienstrecht gehören" nachgereicht werden, betonte er gegenüber der APA. Wenn Fekter fordere, dass die Lehrer mehr Zeit bei den Schülern verbringen sollen, müsse klargestellt werden, was zur Arbeit eines Lehrers zählt. Übers Wochenende solle nun das Papier von den Experten der Gewerkschaft "richtig zerlegt, nachgerechnet und bewertet" und dann entsprechende Nachfragen an die Ministerinnen gestellt werden.
Verärgert reagierte Kimberger darauf, dass zwischen Regierung und Gewerkschaft Stillschweigen vereinbart wurde, aber dennoch Zahlen in Medien zu finden seien. "Vertraulichkeit stelle ich mir anders vor." (APA, 4.5.2012)
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Einem leicht höheren Anfangsgehalt steht insgesamt eine Lebensgehaltskürzung gegenüber bei steigender Unerrichtsbelastung. D.h.: Mehr Arbeit für viel weniger Geld und das in einer Situation, wo Lehrkräfte in den Fächern Deutsch und lebende Fremdsprachen bei voller Lehrbelastung jetzt schon eine brutale 7-Tagewoche haben und reihenweise mit Burnout und Tinnitus im Langzeitkrankenstand landen und auf halben Lehrverpflichtungen wechseln müssen.
Dieses "Paket" ist nichts als eine kalte Lehrpflichterhöhung. Schularbeitsgegenstände an AHS/BHS sind einfach wesentlich arbeitsintensiver als andere. Mit dem derzeitigen Faktor 1,17 wird das nicht annähernd ausgeglichen.
Und diese Ungerechtigkeit soll noch weiter verschärft werden!
Wer da noch ein Masterstudium absolviert, muss schlicht und einfach Masochist sein.
Gespannt bin ich auf die "Zulagen" für korrekturintensive Fächer. Während einerseits der "Zulagendschungel" im ÖD beklagt wird (den es bei AHS/BHS-Lehrer/innen gar nicht gibt), weicht man in essentiellen Fragen der Besoldungsgerechtigkeit auf das Gröscherlgschäft aus.
Da wird von allen Verhandlungspartnern absolutes Stillschweigen vereinbart, um die Vorhaben dann am Sonntag im neuen Zentralorgan des Unterrichtsministerium - sprich "Österreich" - zu lesen.
So stellt man sich also Stillschweigen vor? Da kann man als "normaler Österreicher" nur den Kopf schütteln.
ein gesamtpaket. dabei ist v.a mal die frage zu klären, was wir (als gesellschaft) überhaupt wollen, was schule leisten können soll und muss.
solange viele deshalb lehrer werden, weil es 3 monate urlaub im jahr gibt (bei vielfach nicht mal 30 stunden arbeit pro woche) brauchen wir nicht groß zu diskutieren...
Ich erkenne leider auch nicht das "große Paket". Ein solches würde nämlich vorsehen, dass die Personalverantwortung an die Schule wandert: Der Schulleiter stellt jenen Bewerber ein, der ihm am besten passt, definiert ein leistungsorientiertes Gehalt für seine Lehrer und kündigt bei Bedarf schlechte Lehrer. Und im Übrigen sollten Lehrer natürlich pauschaliert bezahlt werden, etwas anderes ist in diesem Beruf weder gerecht möglich noch sinnvoll.
Dank der steilen Bezüge-Hierarchie wäre es fast unmöglich, Lehrer bis über das 40. Lebensjahr im Dienst zu halten. Wollen wir wirklich erst teuer ausbilden, dann billig beschäftigen und mit Mitte 40 auf die Straße setzen?
Ich weiß schon, dass es Ähnliches in verschiedenen Branchen gibt. Nur agiert hier nicht die Öffentliche Hand. Wenn der Staat als Dienstgeber solche Praktiken beginnt, gibt das einen Dammbruch für alle Arbeitnehmer.
Ich darf daran erinnern, dass wirtschaftsliberale Staaten wie die USA für Highschool-Lehrer "life tenures" anbieten, die mäßig bezahlt werden, aber unkündbar sind. Wir dagegen schaffen die (billige) Pragmatisierung ab und müssen jetzt mit Taschenspielertrichs Einkommenskürzungen als Erhöhungen verkaufen.
Personalhoheit an den Schulen meint ja gerade, dass nicht Bezüge-Hierarchien über das Gehalt entscheiden, sondern die von einem Personalverantwortlichen beurteilte Leistung eines Lehrers. Ich gehe nicht davon aus, dass hier ältere Lehrer mehr Angst vor Kündigung haben müssen als junge Lehrer. Aber sie bekommen einfach nicht "automatisch" mehr Gehalt wie ein engagierter junger Lehrer, der in diesem System die Chance hat mehr zu verdienen.
Etwa 40% der Lehrer/innen haben lebenslange Verträge, die man nicht einfach abschaffen kann, weil's gerade passt.
Die anderen 60% könnte man nur durch eine Änderungskündigung in ein neues System bringen. Ich schau mir an, wie der Bund plötzlich die Milliarden für Abfertigungen auftreibt.
Wäre ich z. B. Mitte bis Ende 50, würde ich das Jahresgehalt Abfertigung nehmen und einem so chaotischen Dienstgeber einmal zum Abschied winken.
Sie machen sich, glaube ich, keine Vorstellung davon, wie viel eine solche Umstellung kostet.
Mit diesem Einwand haben sie natürlich recht. Ich versuchte, eine Zielsetzung zu formulieren, wie das System "auf der grünen Wiese" aussehen könnte.
Dass es zum Erreichen Übergangsfristen geben muss, oder dass man bestimmte Gruppen (ältere, pragmatisierte Lehrer) ausnehmen muß, ist dann schon Teil der Umsetzung, der man sich widmen soll, wenn einmal die Zielsetzung geklärt ist. Und ich bin mir sicher, dass es längerfristig machbar ist.
von Einstellung und Kündigung, das stimme ich ihnen zu.
Aber beim Gehalt nicht. Das funktioniert bei der Österreichischen Neidkultur einfach nicht. Mehr wird nicht der kriegen der mehr leistet, sondern derjenige der dem Direktor am meisten in den Arsch kriecht.
Und vor allem wird es "unmöglich" in einem pädagogischen System OBJEKTIV die Leistung zu messen. Das funktioniert leider nicht.
Und pauschaliert. Richtig. Es geht anders einfach nicht. Ein Stechuhrsystem wie sie es sich auf den Stammtischen vorstellen, vertreibt die letzten paar engagierten Lehrer und ruiniert noch den letzten guten Rest den wir noch haben. Wobei man schon sagen muss, dass wir auf extrem hohem Niveau jammern.
Da sind üble Typen dabei, die den Ruf der Branche ruinieren: "Schlagt das Buch auf auf Seite 23 ..." Sie sind ein Ansporn, es besser zu machen.
Es gibt auch tolle Lehrkräfte!
Oft sind es gerade die "Nebenerwerbspädagogen" und Freaks, die am besten unterrichten:
Die Lateinlehrerin, die an ihrem Bike schraubt, im Sommer auf Tour geht und im Herbst erholt die Kids begeistert.
Der Sonderschullehrer, der Software entwickelt und verkauft.
Die Französischlehrerin, die sich beim Roten Kreuz engagiert.
Die Volksschullehrerin, die eine Ausbildung zum Therapeuten und Coach hat.
Sie haben ein Leben neben der Schule oder würden sogar ohne Schule gut verdienen.
Sie alle brauchen und verdienen Ferien! Es werden ohnehin nur 10 von 12 Monaten bezahlt.
Ja da bin ich bei ihnen. Diese Freaks gibt es und die kennen auch ein Leben außerhalb des staatlichen Sektors.
Nur die Anderen sollten lernen mit Feedback umzugehen. Nicht immer sind Schüler schlecht und faul und nicht immer sind Eltern nur darauf aus gute Noten zu erstreiten.
Die Rückmeldungen zu meinen Beiträgen zeigen deutlich, dass Feedback nicht gewünscht wird, wenn es nicht nur positiv ist.
http://www.europa-heute.com
Es würde aber auch nicht schaden, wenn Sie nicht bei jedem Posting mit Ihrer Europa-Dingsda-Seite spammen würden. Das ist nämlich in Foren gar nicht gerne gesehen.
Erinnert übrigens an die berühmt-berüchtigten Gebrüder Schmidtlein. Die hatten auch eine Menge Abzockerseiten, die sie nach dem Muster xxxx-heute.com benannten z. B. hausaufgaben-heute.com, pflanzen-heute.com, sms-heute.com, songtexte-heute.com und viele andere.
Also rudimentärste Kenntnisse der Netiquette sollte man schon haben, wenn man sich im Netz bewegt.
Und das was Sie betreiben, ist nix anderes als übles Spammen und daher im Netz verhasst.
Wenn Sie das nicht begreifen, kann ich Ihnen auch nicht helfen. Von wegen, "sie müssen es nicht lesen.."
Im Sommer war in der Schule schon seit jeher kein Betrieb, also gab es nur 10 Monats-Gehälter.
Diese 10 Gehälter wurden dann auf 12 Monate aufgeteilt. Oder meinetwegen eben auf 14, die dann in 4 "fetten" und 12 "mageren" Monaten ausbezahlt werden. Das Jahreseinkommen ist immer dasselbe.
Kein Unsinn ...
(4) Endet das Dienstverhältnis vor Ablauf des Unterrichtsjahres, so gebührt dem Vertragslehrer für die Zeit seiner Verwendung in diesem Unterrichtsjahr an Stelle des Monatsentgeltes nach Abs. 1 ein Monatsentgelt in der Höhe von einem Zehntel der Jahresentlohnung.
Ein Zehntel bedeutet doch, dass das eigentliche Monatsgehalt ein Zehntel des Jahresgehaltes beträgt, jedoch bei andauernder Beschäftigung ein Zwölftel ausbezahlt wird, damit auch in den Ferien Gehalt bezogen wird und man als Lehrer versichert ist usw.
Allerdings ist auch richtig, dass das Bundesschema A der allgemeinen Verwaltung ziemlich genau die gleichen Bezüge aufweist wie L1.
Dazu bekommen Beamte der allg. Verwaltung jedoch eine Funktionszulage und haben eine ganze Reihe Beförderungsmöglichkeiten. Um die Indianer in den Tintenburgen muss man sich also keine Sorgen machen.
(Auch wenn, und das gehört einmal gesagt, nur Landesbeamte wirklich gut verdienen und durchaus zweifelhafte Privilegien genießen. in einigen Bundesländern wurde noch nicht einmal die erste Reform des Beamtenpensionssystems umgesetzt. Wien, Kärnten, Niederösterreich vergessen die Ihren nicht. Ähnlich treiben es die Gemeinden.)
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