Meister Sturm in Wr. Neustadt unter Siegzwang

4. Mai 2012, 16:15
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Steirer peilen zweiten Auswärtssieg der Saison an

Graz - Die Titelverteidigung hat man bei Sturm Graz abgeschrieben, noch aber lebt vor der 33. Runde der Fußball-Bundesliga die Hoffnung auf einen Platz im internationalen Geschehen. Am Samstag (18.30 Uhr) gastieren die Steirer bei Nachzügler Wiener Neustadt, mit einem Sieg soll der Zwei-Punkte-Rückstand auf Platz drei überbrückt oder zumindest gehalten werden. Von einer Favoritenrolle wollte Sturms Interimscoach Thomas Kristl freilich nichts wissen.

Und das nicht nur, weil man in der laufenden Saison in der Fremde erst einen Sieg gegen Mattersburg holen konnte. "Man soll sich von der Tabellensituation nicht täuschen lassen", betonte Kristl. "Wr. Neustadt ist vor der Saison von vielen Fachleuten als Abstiegskandidat gehandelt worden. Aber Trainer Peter Stöger hat hervorragende Arbeit geleistet und ein tolles Team zusammengestellt."

Die 1:4-Niederlage gegen die Admira am vergangenen Wochenende sei zudem zu hoch ausgefallen - und sporne den Gegner höchstens noch zusätzlich an. "Ich glaube nicht, dass sie ohne Motivation kommen, sie haben etwas gutzumachen", mutmaßte der Nachfolger Franco Fodas. Sein Team ist jedenfalls bereits seit sieben Runden - und damit auch in den vier Partien unter ihm - ungeschlagen und setzte sich zuletzt 2:1 gegen Kapfenberg durch.

Rarer Auswärtssieg angestrebt

"Der zweite Auswärtssieg ist durchaus möglich, wenn wir unsere Leistung abrufen und zu hundert Prozent konzentriert an die Sache gehen", meinte Kristl, der in Niederösterreich auf die verletzten Jürgen Säumel, Ferdinand Feldhofer und Haris Bukva verzichten muss.

Neustadt-Coach Peter Stöger muss dank neun Punkten Vorsprung auf Schlusslicht Kapfenberg keine ernsthaften Abstiegssorgen mehr haben, die Luft ist für ihn aber noch lange nicht draußen. "Solange Kapfeberg nicht fix weg ist, brauchen wir Punkte", betonte der Ex-ÖFB-Teamkicker, der mit seiner Elf erst zwei Heimsiege am Konto hat, neuerlich. Gegen die "Blackys" wird Stöger von Personalsorgen geplagt, fehlen neben dem gesperrten Daniel Wolf auch die verletzten Ramsebner, Troyansky, Kral, Evseev, Felix und Klapf.

Vier Runden vor Meisterschaftsende wagte Stöger aber schon ein kleines Resümee. "Für uns war es wichtig, dass wir in der Liga bleiben. Das haben uns die wenigsten zugetraut." Dass sich der im Herbst erarbeitete Vorsprung schließlich als eminent wichtig erwies, weil das Frühjahr weniger rund lief, liegt für ihn nicht zuletzt in einer Spielerpersonalie begründet. "Ich habe darüber eigentlich nie gesprochen, aber man muss schon sagen, dass wir im Winter mit Tomas Simkovic (zur Austria) einen wichtigen Spieler verloren haben", erklärte Stöger. "Über eine halbe Saison hat er uns schon sehr gefehlt." (APA, 4.5.2012)

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