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Der ehemalige Bertelsmann-Chef Hartmut Ostrowski ist wenige Monate nach seinem Abgang in den Aufsichtsrat des deutschen Medienriesen aufgerückt. Das habe die Hauptversammlung am Freitag beschlossen, teilte ein Sprecher in Gütersloh mit. Ostrowski (54) hatte im Herbst seinen Rückzug aus dem Vorstand sowie den Wechsel in den Aufsichtsrat angekündigt und zu Jahresbeginn die Führung des größten Medienkonzerns Europas an Thomas Rabe übergeben.
Zugleich wurde der Wechsel der Rechtsform beschlossen. Bertelsmann ist künftig keine Aktiengesellschaft mehr, sondern eine Kommanditgesellschaft auf Aktien. Das eröffnet dem Konzern die Möglichkeit eines Börsengangs, ohne dass dadurch fremde Aktionäre den Kurs bestimmen könnten.
Machterhalt bei Bertelsmann
In der künftigen Bertelsmann SE & Co. KGaA gibt es eine klare Trennung zwischen Geschäftsführung und Vermögen. Sollten Aktionäre oder andere Kapitalgeber ins Boot geholt werden, wird für sie nur die Kommanditgesellschaft auf Aktien geöffnet. Sie werden somit an den Vermögenswerten beteiligt und verdienen am Firmenerfolg mit. Die Entscheidungen fallen aber in der Europäischen Gesellschaft SE, die vom Bertelsmann-Vorstand gesteuert wird.
Zum Medienriesen gehören Europas größter Unterhaltungskonzern RTL Group, der Zeitschriftenverlag Gruner + Jahr, die Verlagsgruppe Random House und der Outsourcing-Dienstleister Arvato. Ein Viertel der Erlöse macht das Unternehmen mit werbeabhängigen Geschäften. Die Stimmrechte in der Hauptversammlung kontrolliert zu 100 Prozent die Bertelsmann Verwaltungsgesellschaft. (APA. 4.5.2012)
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