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Mit Anstand: Lifestyle und Rollenanforderungen im Diskurs - Markus Brenner sieht Bedarf und lädt ein.
STANDARD: "Manager & Gentleman" war Freitagabend der Titel der Veranstaltung in Ihrem Büro in der ehemaligen britischen Botschaft in Wien. Ein reiner Männerzirkel, explizit unter Ausschluss von Frauen - ist das zeitgemäß?
Markus Brenner: Absolut. Es geht ja nicht gegen jemanden oder etwas - sicher nicht gegen Emanzipation -, es geht dabei um den Anstand, darum, diese Haltung zu stärken - innen und außen. Zu sagen, es gebe eine große Sehnsucht nach alten Werten, ist wahrscheinlich übertrieben, aber ich orte auch eine gewisse Verlorenheit in all den Rollen- und und Erfolgsvorgaben. Das Bedürfnis, sich das auszutauschen, ist stark da.
STANDARD: Eine Stilberaterin hat kurz referiert, dann waren die Herren wieder unter sich - Herrenthemen: Welche sind das?
Brenner: Es geht immer um langfristigen Erfolg - der ist nur mit Anstand möglich - und das Diskutieren der Rollenanforderungen an Männer, vom Manager, der Führungskraft im Job, dem Partner, Familienvater. Deswegen auch "Gentlemen". Spezielles Thema diesmal war das äußere Erscheinungsbild - auch ganz profan: Stecktuch: ja/nein, Maniküre: ja/nein. Man sieht ja gelegentlich gute Manager, deren Auftreten nicht entspricht.
STANDARD: Wer ist geladen?
Brenner: Ich habe 36 Männer der ersten und zweiten Ebene, aus jedem Unternehmen nur einen, persönlich eingeladen. Das ist die Runde. Alles, was besprochen wird, bleibt auch dort - es ist niemand da, der gesehen werden will oder fotografiert werden will. Wobei - dieser Freitagabend ist ja nur ein Teil: am Samstag schließt sich ein Open House an. 2.000 Partner und Kunden der Brenner-&-Company-Community, auch Kandidaten, sind eingeladen. Angebote - vom Maßschneider über Verköstigung von Piccini bis zur Unterstützung von Geschäftsreisen sind da, es gibt einen One-Stop-Shop zum Einkaufen. Das tun Männer bekanntlich ja nicht so gerne, oft übernehmen das auch die Frauen - das können sie hier vor Ort.
STANDARD: Auch das ist nicht diskriminierend?
Brenner: Nein, auch keine Verschwörung. Mein Feedback ist, dass Männer in einer Lounge-Atmosphäre ihre Themen besprechen wollen und dass es als bequem empfunden wird, Beratung und Angebot für den Auftritt gesammelt vorzufinden. (Karin Bauer, DER STANDARD, 5./6.5.2012)
MARKUS BRENNER ist Inhaber der Personalberatung Brenner & Company mit Hauptsitz in der Wiener Reisnerstraße.
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gratisvorschlag wenn sonst nix mehr einfällt.
oder noch kantiger: heintje und OMA SO LIEB, OMA SO NETT, KOMM IN DIE LOUNGE WENN ER MIT 30 NICHT MEHR STEHT
(herr brenner, nicht persönlich nehmen, nix gegen sie sondern nur gegen ihre pollitische botschaft)
erschreckend wie billig hier eine "top international vernetzte beratungsfirma" agiert.
lach lach lach, alles was besprochen wird, bleibt auch dort : ABER GEHÖRT ES AUCH DAHIN?
Männer, die sich im Rollenspiel von Erwachsenen verloren haben, gehören nicht in die 1. Führungsebene!
Ja, himmel nochmal, darf das wahr sein!?!! Frauen dürfen ja auch netzwerken, da gibt's mittlerweile unzählige Initiativen, Karriereclubs für Frauen...das ist natürlich voll okay, aber wehe, man macht mal einen Männerabend...
ich habe einmal einem jungen mann, der mit mir auf der emotionalen ebene über "den feminismus" streiten wollte, geraten, eine gesprächsrunde mit anderen jungen männern zu gründen und dort miteinander über ihr mannsein und dessen politische begründungen und wirkungen zu sprechen - dasselbe, was wir feministinnen früher mal gemacht haben. da das private politisch ist, ist das immer noch die beste art, sich zu politisieren, ohne sich allzu intensiv ideologemen aussetzen zu müssen.
wer heute nicht gesehen oder fotografiert werden will und das in einer frauenfreien zone, den kann ich heute nur den fussballticker ans herz legen. einen one-stop-shop gibts an der tankstelle und es bleibt alles was besprochen wird, dort wo es hingehört.
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