Karriere: Männer lügen mehr

Vorteile und kurze Beine

Kaum zu glauben, andererseits aber die Bestätigung eines Klischees: Frauen lügen weniger als Männer, ältere Leute lügen weniger als Männer in der Blüte ihrer Karrierejahre. Was wie eine Stammtischweisheit klingt, ist jetzt wissenschaftlich erhoben: Über 300 Berufstätige in Österreich hat Herbert Gölzner von der Fachhochschule Salzburg gemeinsam mit Moshe Banai (City University New York) und Abraham Stefanidis (St. John's University New York) hinsichtlich Bereitschaft zu unethischem Verhalten befragt. Frauen und Ältere haben danach die allergeringste Bereitschaft, sich solcherart Vorteile zu verschaffen.

Gölzner interpretiert das mit der Sozialisation von Frauen (gerichtet auf Kooperation, Freundschaft) und der Lebenserfahrung Älterer ("Lügen haben kurze Beine"). Dass Täuschen und Lügen kurzfristig ziemlich erfolgreich ist, scheint danach eher der Erfahrungshorizont von Männern zwischen 30 und 40 zu sein. (Karin Bauer, DER STANDARD, 5./6.5.2012)

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fragenkatalog ?

mich würde dieser fragenkatalog interessieren - inkl. der schlussfolgerung das unethnisches verhalten vorliegt. was ist in den augen des studienleiters unethnisches verhalten ?

wenn das am bild links oben gölzner ist

bezweifle ich die seriosität seiner umfrage.

(nicht zuletzt deshalb, weil gölzner es nicht der mühe wert gefunden hat, meine stets maßgebende meinung einzuholen)

Und Frauen täuschen Orgasmen vor.
:P

Dafür sollte so mancher Mann dankbar sein.;-)

Gilt natürlich nicht für uns,

aber für einen konditionsschwachen, arterienverkalkten, anginapectoriskranken Viagranutzer könnte so ein nach kurzer Zeit vorgetäuschter Orgasmus geradezu lebensrettend sein stelle ich mir mal vor. :)

Auch Harry & Sally gesehen ;-)?

Lügen ist nicht immer unethisches Verhalten!
Ich kann z.B. im Tragen eines Push-Up-BH nichts ehrenrühriges finden ;-)

...

"Über 300 Berufstätige in Österreich hat Herbert Gölzner [...] hinsichtlich Bereitschaft zu unethischem Verhalten befragt."

Was dabei rauskommt ist allerdings keine Aussage, darüber, ob mehr Männer lügen (geschweige denn ob Männer mehr lügen, was noch einmal etwas anderes ist), sondern ob Männer oder Frauen eher (Trommelwirbel zum Spannungsaufbau) angeben, ggf. unethisch zu handeln.

Es stellt sich nämlich nicht nur die Frage, wieviele derer, die unethisch handeln würden das auch zugeben, sondern auch die, wieviele sich das überhaupt erst selbst eingestehen. Diese zwei Faktoren lassen mich ernsthaft daran zweifeln, ob man mit einer Befragung hier irgendwelche relevanten Aussagen treffen kann.

frauen haben ja auch die quote!

Männer tun das, was funktioniert.

Ist es eventuell vielleicht sogar möglich, dass Frauen theoretischerweise zufällig bei der Befragung einfach mehr übers lügen lügen? Wie schaut denn die Methodologie der Studie aus?

kann ich mir vorstellen, jedoch

würde ich mir wünschen, dass es standard werden würde, dass man zB stichprobenziehung etc auch mit angibt.
hier weiß man ja nicht einmal, ob es sich um eine qualitative oder quantitative studie handelt: das nenne ich einen schlechten bericht.

"Über 300 Berufstätige in Österreich hat......befragt."

ja und? da steht weder ob via qualitativem leitfaden oder standardisiert, noch wie die stichprobe gezogen wurde.

Denkexperiment

Angenommen eine Studie würde zeigen, dass Frauen mehr lügen. Wäre dann eine derartige Schlagzeile im Standard sagbar?

wieso sollte dem nicht so sein?

Weil die Blattlinie offensichtlich Frau = gut, Mann = schlecht ist.

Ist gibt reihenweise Artikel, die ersteres im Titel widerspiegeln, wo es der der Artikel aber selbst sachlich nicht hergibt.

Umfragen: Männer sind ehrlicher

echt? bitte um die studie, die das belegt. ist ja nicht so, dass man das nicht alles austesten würde. das wusste ich aber noch nicht.

qualitätsjournalismus vom feinsten!

Über 300 Berufstätige in Österreich hat Herbert Gölzner von der Fachhochschule Salzburg gemeinsam mit Moshe Banai (City University New York) und Abraham Stefanidis (St. John's University New York) hinsichtlich Bereitschaft zu unethischem Verhalten befragt.

warum nicht gleich die ergebnisse der zahl- wie sinnlosen maturaprojekte als wissenschaftliche erkenntnisse verkaufen?

300 ist durchaus eine aussagekräftige zahl, wenn die methodik sauber wäre; nur die wird ja leider nicht erläutert!

nichts neues!

also keine nuen erkenntnisse! weiter zum nächsten unwichtigen thema° ;)

na kunststück dass ältere weniger lügen

am anfang der berufslaufbahn, ohne wirklich gute referenzen in seinem lebenslauf muss man eben alles etwas ausschmücken, da was erfinden, dort was verändern.
wenn ich 50 bin ist das dann egal, da hab ich dann sicher genug echte punkte die ich anführen kann.

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