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Wien - Die Österreichische Ärztekammer hat den Fortgang der Verhandlungen von Bund und Ländern über die Gesundheitsreform am Freitag kritisch beurteilt. Man sei "nicht glücklich" mit dem Lauf der Dinge, hieß es in einer Aussendung. Der scheidende Ärztekammer-Präsident Walter Dorner beklagte vornehmlich, dass auf die Stärkung des niedergelassenen Bereichs verzichtet werde.
Die geplante Einigung von Bund und Ländern geht laut Dorner in die falsche Richtung: Für eine "wirksame und patientenorientierte Betreuung in Wohnortnähe" gebe es künftig weniger Geld, befürchtete er. Dabei müsse man doch die Gesundheitsversorgung durch niedergelassenen Ärzte forcieren, um die Spitäler und ihre Ambulanzen zu entlasten. Insgesamt jedenfalls würden mit der sich abzeichnenden Reform "die vitalen Bedürfnisse von kranken Menschen" ignoriert und ein "kontraproduktiver Bürokratieschub" eingeleitet. Die Ärztekammer forciert seit langem ihr Hausarztmodell, bei dem der Allgemeinmediziner vor Ort erste und zentrale Anlaufstelle für Patienten ist.
Bei der Gesundheitsreform haben sich Bund, Länder und Sozialversicherung in mehrmonatigen Verhandlungen auf eine gemeinsame Planung, Steuerung und Finanzverantwortung des gesamten Gesundheitswesens verständigt. Die bisherige Grenzziehung zwischen Spitälern und dem niedergelassenen Bereich soll damit Geschichte sein, das Geld über einen gemeinsamen "virtuellen Topf" verwaltet werden. Vorgesehen sind Ausgabenobergrenzen und ein Sanktionsmechanismus bei Nichteinhaltung. Im Detail muss hier noch einiges ausverhandelt werden, bis zum Sommer sollen die Eckpunkte für eine 15a-Vereinbarung zwischen Bund und Ländern stehen. Offen ist noch, ob auch das von Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) gewünschte bundeseinheitliche Krankenanstaltengesetz realisiert wird. (APA, 4.5.2012)
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Also mein Vorschlag für eine schnelle Entlastung und Sanierung der Ambulanzen wäre die Einführung einer Ambulanzgebühr von sagen wir mal 20-50€.
Als Lebensgefährte einer Ärztin im Spitalsdienst, weiß ich, wegen welchen "Schas" die Leute ins Krankenhaus kommen - auch mitten in der Nacht (Hornhaut am Fuß, Wurde das Kind richtig gewickelt, Kopfweh seit 3 Wochen - weil jetzt grad Zeit ist).
Wer ernsthaft krank ist, kann sich überwinden das Geld zu zahlen bzw. könnte man bei bestätigter Krankheit das Geld rücküberweisen.
Die ganzen Hypochonder, Dr-House-Gucker und Möchtegernspezialisten, die sich mit Wikipedia weiterbilden und Krankheiten einbilden, werden dadurch sicherlich deutlich reduziert.
Dass ein - nicht aus zwingenden Gründen betretenes - Spital ein höchst gefährlicher Ort für Patienten ist, ist Ihnen schon bewusst.
Richtig ist: Es ist ökonomisch grober Unfug, wenn immer und pauschal behauptet wird, die Versorgung durch Ambulanzen wäre teurer als bei niedergelassenen Fachärzten.
Wer auch nur ein bisserl was von Kostenrechnung versteht, wird das schnell nachvollziehen können.
Was Österreich braucht: Weniger Spitalsbetten. Viel weniger.
Dafür Effektivere Ambulanzen und vor allem mehr Tageskliniken. Einige niedergelassene Facharztgruppen (Chir., Ortho, Interne...) könnte man ersatzlos streichen weil das viel besser in Ambulanzen funktioniert. Andere Fachärzte und die Hausärzte wären auszubauen.
junge, ich beklag mich nicht über mein einkommen als niedergelassener facharzt. aber während du nach der morgenbesprechung grade gemütlich beim kaffee sitzt und mit dem oberarzt und den schwestern small-talk machts, hab ich schon 10 patienten gesehen. und da gehts bei mir allzu oft um existentielle entscheidungen, nicht um hustenmittel. wenn ich und meine kollegen nicht wären, würden die korrespondierenden fachambulanzen der umgebenden spitäler sofort zusammenbrechen. und dass es nicht mehr facharztstellen gibt, das sollte dir schon klar sein, ist, weil den kassen bei ambulanzbehandlungen nur einen bruchteil der wahren kosten entstehen. da sind wir wieder beim finanziellen verschiebebahnhof - an dem sich jetzt auch nix ändern wird.
(Standespolitik ist eben was anderes als Gesundheitspolitik. Genau wie bei den Lehrern und der Bildungspolitik. Hört endlich mit der Geiselnahme von Patienten und Kindern auf. Das ist geschmacklos. Vielleicht werden die Ärztevertreter dann auch wieder mehr gehört.)
und wie wir das tun, fällt ebenso in unsere kompetenzen. welche rahmenbedingungen nötig sind, und wie geldverschleuderung vermieden werden kann, müssen wir ebenso artikulieren. und mit blick auf deutschland, großbritannien und usa kann man nur objektiv (!!!) feststellen, dass elga bei der derzeitigen technologie uns nichts bringt, den patienten nichts nützt, die datensicherheit der versicherten bedroht, und das geld der steuerzahler vernichtet.
elga ist ja nix schlechtes. wenn mal die zeit und vor allem die technik dazu reif sein wird, und das geld auch da ist.
sie wollen ja gar nicht verstehen.
das geld ist nicht unbegrenzt da (sollte man auch jenen verantwortungslosen politikern klarmachen, die unsere steuergelder in sinnlose tunnelprojekte vernichten, und die bildung der österreicher finanziell schwerst vernachlässigen).
also sollte man es möglichst sinnvoll einsetzen. frage: ist ein guter arzt ein gut ausgebildeter, oder ein gut kontrollierter?
fazit: geld in eine gute ärzteausbildung zu stecken anstatt dieser schändlichen ausbeutung von turnusärzten wäre eine investition in ein gutes gesundheitssystem. weil: dass gute ärzte bessere behandlungsergebnisse bringen, ist fakt. ebenso fakt ist es, dass mit elga keine besseren behandlungsergebnisse erzielt werden.
comprende?
also kommen wir zur sache: ein schlechter hausarzt ist ein teurer hausarzt. ein schlecht ausgebildeter turnusarzt wird später mal ein schlechter hausarzt sein.
und nochmals: ich präsentiere fakten, auch wenn ich jetzt zu faul bin, mir die referenzen rauszusuchen, sie können mir vertrauen: elga wurde wissenschaftlich untersucht: bringt den kranken keine vorteile. vorteile haben sie, wenn sie in den händen guter ärzte sind .
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