Schweizer Immo-Blasen- Uhr zeigt bald "Risiko"

Martin Putschögl, 4. Mai 2012, 13:40
  • Screenshot aus dem aktuellen Immobilienblasen-Index (Link siehe unten).
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    grafik: ubs swiss real estate buble index

    Screenshot aus dem aktuellen Immobilienblasen-Index (Link siehe unten).

Meistens weiß man erst danach, ob etwas eine Immobilienblase war oder nicht. In der Schweiz gibt die UBS vierteljährlich einen entsprechenden Index heraus

In Österreich und Deutschland wird seit Monaten über eine mögliche Immobilienblase geredet, ohne dass irgendjemand tatsächlich eine fundierte Aussage dazu treffen kann, ob eine solche schon im Anflug ist oder nicht. Sicher weiß man es nur dann, wenn sie platzt.

Nicht so in der Schweiz: Dort gibt die Großbank UBS seit Jahrzehnten den sogenannten "Swiss Real Estate Bubble Index" heraus - also einen Index, dessen erklärter Zweck es ist, über Vorhandensein bzw. Nichtvorhandensein einer Immobilienblase Auskunft zu geben. Und zwar, wie es sich für einen anständigen Index gehört, vierteljährlich.

Von "Baisse" bis "Blase"

Methodisch betrachtet besteht der vom "UBS Wealth Management Research" publizierte Index aus sechs Subindizes, die sich unter anderem aus dem Verhältnis von Kauf- zu Mietpreisen, jenem der Hauspreise zu den Haushaltseinkommen oder auch aus der Entwicklung der Hauspreise im Vergleich zur Inflation zusammensetzen. Der solcherart errechnete Wert wird dann auf einer fünfstufigen Skala verortet; deren Stufen heißen "Baisse", "Balance", "Boom", "Risiko" und schließlich "Blase".

Noch im ersten Quartal 2011 stand der Index auf dem Wert von 0,63, was der Stufe "Boom" entsprach. "Riskant" wird es in aller Regel ab einem Indexstand von 1,0.

"Risiko" ante portas

Und genau dorthin bewegt sich der Index mit rasanter Geschwindigkeit. Im ersten Quartal 2012 machte er neuerlich einen Riesenschritt um 0,15 auf 0,95 Punkte - also bis knapp vor die Schwelle zum "Risiko". Ausschlaggebend dafür waren die steigenden Eigenheimpreise und das starke Wachstum der Hypothekarverschuldung verbunden mit der Flucht in Immobilien als Anlage, hieß es in einer Mitteilung von Donnerstag. Die UBS-Ökonomen erwarten, dass der Index noch im laufenden Quartal über die 1,00-Marke steigen und damit in die Risiko-Zone vordringen wird.

In den letzten vier Jahren seien die Eigenheime im mittleren Preissegment real um über 21 Prozent teurer geworden. Dies sei von 1984 bis 1988, unmittelbar vor der letzten Immobilienblase, ähnlich gewesen. Anfang der 1990er-Jahre erreichte der Index den Höchstwert von 2,5 Punkten.

Eine derartige Entwicklung befürchtet die UBS diesmal zwar nicht. Die Analysten sehen aber dennoch ein substanzielles Risiko, dass die Preissteigerungen in der jetzigen Größenordnung noch einige Jahre anhalten werden.

Ausweitung der Gefahrenzonen

Insbesondere die Großstädte Zürich, Genf und Lausanne werden von den Analysten als quasi dauernde "Gefahrenregionen" gewertet, neu in diesem zweifelhaft beleumundeten Kreis sind nun aber auch die Regionen Limmattal, Saanen-Obersimmental und Unteres Baselbiet.

Aufschlussreich sind im Übrigen auch die Subindizes, etwa jener zum Verhältnis von Eigenheimpreisen und Jahresmieten: Derzeit sind im Schnitt 28 Jahresmieten zum Kauf eines Eigenheims nötig - ein sehr hohes Niveau, das zuletzt ebenfalls kurz vor dem Höhepunkt der Immobilienblase von 1989 erreicht wurde. Der neuerliche Anstieg spiegle "den für Eigenheime preistreibenden, für Mieten aber dämpfenden Einfluss der tiefen Zinsen" wider. (Martin Putschögl, derStandard.at, 4.5.2012)

Darum investiere ich meine sauer verdienten Fränkli in Wohnungen in österreich...

Unter 800.000 Franken geht in Lausanne für 3 Zimmer gar nichts. Dafür kann man in österreich zwei Wohnungen kaufen...

die schweizer sind halt die besten uhrenmacher der welt.

das ist der beweis! hut ab! wir in österreich haben diese dämlichen kukuksuhren, die sowas ned im ansatz können.

vielleicht bauen die schweizer einaml eine korruptionsuhr! aber dann würd de holt immer alarm schlagen und des ist dann kontraproduktiv! jo, leider!

Das Geld der Reichen, das von den Staaten jetzt unangetastet bleibt, muss ja irgendwo "arbeiten". Also auf zu nächsten Blasen.

ich kann das wort "immoblase" nicht hören, was ist das für ein begriff und was für eine frage: immoblase ja/nein, soll das das futter für das fußvolk sein??? genauso ob Ö eine immoblase erlebt ja/nein. es geht immer nur um angebot und nachfrage, will jemand etwas unbedingt haben, dann wird er mehr bezahlen als es "tatsächlich" wert ist, ist das bereits der beginn einer blase, wenn plötzlich alles rundherum auch "teurer" wird, weil leute bereit sind "mehr" zu bezahlen? wenn nur leute die teuren güter wie immobilien kaufen, die es sich wirklich auch leisten können, dann würde bereits ein guter schritt getan. so eine blase ist ja nur möglich, weil banken mitmachen und sie sind im endeffekt eh die gewinner, wenn die blase platzt...

sämtliche blasen sind rein mathematisch bedingt, und meist selbst von laien realtiv gut zu prognostizieren - die immoblase ist die folge einer kombination aus der geldsystembedingten kreditblase und der eigenkapitalsituation der banken u. versicherungen, bzw. dem gesetz solvency2, welches die versicherungen zwingen wird ihre assets auf den markt zu werfen um die kriterien zu erfüllen, danach geht der preis in die knie, die bilanzen der banken bzw. ihre sicherheiten sind daraufhin noch überbewerteter als sie das jetzt schon sind, also werden viel kredite mangels sicherheiten platzen und der immomarkt mit zwangsversteigerungen geflutet - und das wars dann mit den immopreisen - in ganz europa

"sämtliche blasen sind rein mathematisch bedingt, und meist selbst von laien realtiv gut zu prognostizieren"

Wenn ein Posting mal mit so viel BS anfängt muss man gar nicht weiterlesen ;-)))

darauf spekulieren

muss man derzeit eh, falls man sich mit "normalem" Einkommen jemals eine Wohnung in Wien leisten will. Allerdings, wenn ich falsch spekuliere, bin ich halt noch mit 90 Mieter...

Stimmt-da ist was dran

"sämtliche blasen sind rein mathematisch bedingt"

Ja, eh. Die Mathematik ist auch schuld daran, dass 1+1=2 und überhaupt die große Sauerei, die Prozente, die man dauernd an Steuern zahlen muss.

Wenn knöpft sich der Strache endlich die Mathematik vor? Die ist weit schlimmer, als die EU, der Euro und der Schüssel zusammen.

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