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Wende: Ab 2012 sind männliche Begleiter beim Frauenlauf in Wien zugelassen.
Liliana Prerowsky wollte am 3. Juni am Wiener Frauenlauf teilnehmen. Weil sie fast blind ist, ersuchte sie die Organisatoren, ihren Mann über die Zehn-Kilometer-Strecke als Begleiter zuzulassen. Laut Wettkampfbestimmungen sei "das Begleiten durch Männer oder nicht zum Laufbewerb angemeldete Personen" allerdings nicht erlaubt. Nach einem Bericht des STANDARD lockerte die Geschäftsführung der Österreichischer Frauenlauf GmbH nun die Bestimmungen, männliche Begleitpersonen sind ab diesem Jahr erlaubt.
So heißt es per 4. Mai nun in Punkt sechs der Teilnahmerichtlinien: "Ausgenommen sind Läuferinnen mit nachweislicher Behinderung, die zu deren Sicherheit einer Begleitperson bedürfen. Sie dürfen eine Person, egal ob Frau oder Mann, kostenlos als Begleitung registrieren."
Hilfe bei Suche nach weiblicher Begleitung
Ilse Dippmann und Andreas Schnabl vom Veranstalter erklärten in einer Stellungnahme: "In den letzten Jahren sind zahlreiche Frauen mit einer Sehbeeinträchtigung beim Österreichischen Frauenlauf mitgelaufen, viele davon mit unterstützender Begleitung von Läuferinnen. Bis dato gab es jedoch nie den Fall, dass eine Läuferin keine weibliche Begleitläuferin finden konnte."
Das Organisationsteam habe bei derartigen Anfragen auch immer Unterstützung bei der Suche nach geeigneten Begleitpersonen geboten, so Dippmann und Schnabl. Diese Unterstützung sei auch in diesem Fall angeboten worden. Weil es aber "offensichtlich nicht für alle sehbehinderten Läuferinnen möglich ist, eine weibliche Begleitung zu finden, haben wir uns dazu entschlossen, unsere Teilnahmebedingungen dahingehend anzupassen". (red, derStandard.at, 4.5.2012)
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Ich vermisse ein Posting von Frau Liliana Prerowsky!
Wie war es? Fände es sehr interessant, wie Liliana der Lauf gefallen hat und wie es Ihr ging. Nach dem Tohuwabohu im Standard wäre es doch auch nett, einen Bericht zu lesen "so war's für mich".
Für 1:18:08,3 findet man keine Freundin, die einen begleiten kann?
"Aber ich habe keine, die aus dem Stand zehn Kilometer laufen könnte"
Für diese Zeit gibt es genug, die das können.
Außerdem ist immer noch unklar, wann und wo Fr. Prerowsky Marathon gelaufen ist, wie im Artikel behauptet wird.
In Österreichs größter Laufdatenbank (http://www.marathonaustria.7host.com/data/index.asp) ist jedenfalls kein Eintrag von ihr zu finden.
Tipp für die Redaktion, beim nächsten Mal das genauer zu hinterfragen.
Schön, dass die VeranstalterInnen eingesehen haben, dass auch Blinde ein Recht auf Selbstbestimmung haben.
Übrigens wäre es indirekte bzw. strukturelle Diskriminierung der blinden Läuferin, wenn sie wegen des Männerverbots nicht am Lauf teilnehmen könnte. Aber dieses Konzept ist leider nicht allgemein verständlich...
Es gibt dort sogar eine "FAMILIENWERTUNG" (Auszug aus dem online-Auftritt):
"Zusätzlich zu unserer Freundinnen- und Firmenwertung gibt es die Familienwertung! Laufen oder walken Sie mit Ihrer Tochter, Mutter, Schwester, Oma, Nichte, Cousine oder Tante zu dritt im Team und motivieren Sie sich gegenseitig!"
Männer gehören also nicht mal mehr zur Familie. Das Patriarchat der 3 jährigen Knirpse ist ja auch wirklich verabscheuungswürdig.
oder was meinen die veranstalter... die strecke rollen wollen ergibt keinen sinn.
oder meinen die im ernst gehen? dann sollens das auch schreiben.
man muss nicht auf biegen und brechen die englischen wörter verwenden.
es ist nun mal ein frauen lauf und da können halt die weiblichen familienmitglieder teilnehmen. also aufregung unnötig!
das einem mann aber verwehrt wird/wurde als blose begleitperson teil zunehmen, ist etwas worüber man sich ruhig aufregen soll und muss! imho
"Nein, Pauli, die Susi kommt mit, du darfst da nicht mitmachen, weil du bist nur ein Bub. Dafür darfst du dann in 10 Jahren statt der Susi zum Bundesheer einrücken, während die Susi den Medizinaufnahmetest macht und, wenn sie zu dumm ist, auch noch den Platz eines Burschen bekommt, der schon ein Jahr wegen dem Bundesheer verloren hat."
Tja, lernen die Buben gleich wie es ihnen später in der Schule oder bei Aufnahmsprüfungen ergehen wird.
ihre einstellung bringt uns nicht weiter! und die vergleiche sind echt - na sag mas diplomatisch- lächerlich!
es ist nun mal ein "frauenlauf" und daran sollen primär frauen teilnehmen dürfen. damit sollte man doch bitte keine probleme haben!
der fall der blinden dame liegt nun mal anders! dies war diskriminierung wie es im buche steht. darüber muss man sich aufregen.
ob jetzt nur mädchen mit ihrer mutter bei einem frauenlauf antreten dürfen - nona!. darüber sich aufzuregen ist verschwendetet energie! ;)
aber es ist sehr mutig von ihnen, dass sie es so offen machen!
es ist den männern vollkommen wurscht ob es damen kränzchen gibt, bei denen wir männer nicht erwünscht sind.
es ist aber ein unterschied, wenn es einem mann verwehrt wird seiner partnerin zu helfen nur weil er anatomisch leicht modifiziert ist als die anderen teilnehmer_innen! ;)
man nennt sowas gemeinhin diskriminierung.
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