Marc Jacobs lehnt Verbot von mageren Models ab

4. Mai 2012, 12:23

"Ich finde das lächerlich", sagt der amerikanische Modedesigner und spricht sich generell gegen Verbote aus

Berlin - Modedesigner Marc Jacobs (49) hält nichts davon, zu dünne Models zu verbannen. Zuvor hatte die "Vogue" angekündigt, künftig auf Mager-Models zu verzichten. "Ich finde das lächerlich", sagte der Amerikaner am Donnerstagabend in Berlin. Er spricht sich generell gegen Verbote aus.

Was Probleme wie Essstörungen angeht, so meint der Designer, liege die Lösung in Aufklärung und spiritueller Gesundheit. In Berlin war Jacobs, wie üblich im Rock, als Schirmherr eines Nachwuchswettbewerbs in einer Fotoausstellung zu Gast. Seine aktuelle Zahl von Tattoos bezifferte er auf 34. Auf seinen Status als Modeikone angesprochen, winkte der Louis-Vuitton-Designer ab. "Ich bin nur eine ganz normale Person." (red/APA, 4.5.2012)

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ja, schaffen es die superdesigner nicht kleider für durschnittsfrauen zu entwerfen?

oder stehen die auf burschikos-androgine wesen, weil sie mit richtigen frauen nichts anfangen können?

verbot ist aber in der tat ein sehr schlechter ratgeber.

wer verbietet denn wen was?

die vogue verzichtet drauf....

Anorexie hat ihre Fans.

Würde meine Tochter dem Konzept von diesem A*sch verfallen,

wäre ich extrem unglücklich.

Spirituelle Gesundheit

und "abstrakte" Körpermaße.

Verbot von "mageren" Models wäre Diskriminierung.

Es ist und bleibt eine Tatsache: Übergewicht fordert viel, viel mehr Todesopfer.

Und manche plappern jeden Unsinn nach...

solange er nur in ihr oberflächliches und ignorantes Weltbild passt.

...

es steht jedem frei, zu modeln oder nicht, Models anzuschauen oder nicht.
Ich habe kein Mitleid mit denen, die zu wenig Selbstwertgefühl haben (Eltern tragen da sehr viel bei) und meinen so extremst unweiblich aussehen zu wollen/müssen.

In den Modehäusern (ja, echt, auch in den HighClass) gibt's Gewand für gesund-ernährte.

"aufklärung ist wichtig. ich stelle trotzdem

kenne mit mehr als 40 kg an!"

Die Klappergerüste braucht man, weil die Laufsteg-Fetzen an normal gebauten Frauen nix gleichschauen.

ja, ziemlich blöd, wenn man nicht nähen kann.

die magermodels gibt es weil die meisten modeschöpfer schwul sind und auf androgyne typen stehen

Stehst du als Hetero-Mann auf feminine Männer bzw auf maskuline Frauen als Hetero-Frau?

Wie lang hast an der Frage jetzt formuliert?

:)

warum sollen Schwule auf Weiber mit kleinen Titten stehn?

Besser jetzt?

Es ist auch eine Sache des Wollens.
Irgendjemand schneidert ja die Kleider für die Kollektionen.
Einer normalen Frau passen diese Laufsteigkleider gar nicht.
Wenn man etwas ändern möchte, dann könnte man einfach damit aufhören solche extrem schmal geschnittenen Kollektionen zu machen - offensichtlich will man das aber nicht.

Von erwachsenen Menschen sollte man sich durchaus erwarten können, dass sie realistische Ansprüche an ihre eigenen Körper stellen und in der Lage sind, sich richtig zu ernähren.

Für Kinder und Teenager tragen die Eltern die Verantwortung.

Menschen, die psychischen Erkrankungen leiden, wird es wenig nutzen, wenn in Paris nur noch pummelige Models über den Laufsteg hüpfen. Die brauchen vor allem ärztliche Hilfe.

Wenn weiter versucht wird, persönliche Verantwortung auf die Gesellschaft auszulagern ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis auch ein Verbot von kurvigen Models verlangt wird, weil halt nicht jeder über einen derartigen Körperbau verfügt.

nichtuntergewichtig ist nicht pummelig

wenn die medien die wahrnehmung verändern, ist auch die wahrnehmung des eigenen körpers gestört. da wiord die selbstevrantwortung nicht weit bringen.

das problem der modeindustrie ist
- die standadisierung erfordert einen körperstil
- der jetzige jugendwahn fördert die dünnen körper

ich bevorzuge eine mode, die für alle körperschemata ausgerichtet ist. udn nicht nur für den grad bevorzugten typ und schon agr nicht für die hungerhacken

medien, werbung, filmindustrie

alles schön und gut. aber letztlich liegt es an den konsumenten die entscheidung zu treffen. und wenn heute kinder/jugendliche mehrheitlich modell, schauspieler oder sonstwie prominent werden wollen, dann liegt es nicht nur an den medien, sondern v.a. an den eltern hier gegenzusteuern.

es ist wie mit mc donald's & co: wenn die eltern ihren kindern keine alternativen zeigen, dann wird das halt andauernd konsumiert.

sosehr ich Ihnen recht gebe, so sehr zweifle ich mit der Zeit die allumfassende kraft und zugänglicher des Faktors "Entscheidungsfreiheit" an. warum? schauen Sie sich alte Filme an, wie sehr haben sich Gestaltungsmöglichkeiten,-elemente geändert,

wie sehr haben die Medien unsere Wahrnehmung der DInge, inkl Rollen und Stereotypen geändert?

Erziehung alleine ist der Faktor, der die Anpassung der einzelnen über deren Entscheidunsgsfreiheit hinweg. (und trotzdem nötig)
zu was wollen wir uns(ere Kinder) erzeiehen? zu wirtschafl Funktionalität, leistunsgfähigkeit, zum erleben und Ausloten der eigenen Fähigkeiten, des eigenen Potential? Ändern Sie die Werte, und Sie ändern die Wahrnehmungen und die Entscheidungen.

daher: das was in den Medien kommt, verändert (besonders) die wahrnehmung der Jugend. Eine Entscheidung zugunsten *gesunder* Körperbilder ist daher richtig.
aber
auch das ändert in keiner weise die pflicht eigene normen stetig zu hinterfragen im sinne einer selbstverantwortung

Die Modeindustrie ist sich sehr wohl bewusst, dass die Mehrheit der Konsumenten eher zu viel als viel zu wenig auf den Hüften hat. Und handelt und produziert entsprechend, sonst würden sie ja kein Geschäft machen.

Bei der Haute Couture treffen sich Kunst und Kommerz. Was auf diesen Shows gezeigt wird, landet in der Form nicht beim H&M sondern wenn überhaupt in Boutiquen die Normalsterblichen unzugänglich sind.

Somit ist es legitim wenn ein Designer selbst entscheidet, auf welche Art und auf welchen Körpern seine Entwürfe präsentiert werden. So wie sich ein Regisseur sich seine Schauspieler aussucht. Im wirklichen Leben sind muskelbepackte Actionhelden oder wunderschöne Vampire ja auch eher unterrepräsentiert.

auch künstler können sich nicht der verantwortung entziehen, was deren werk bewirkt

im fall der mode wird ein *idealbild* geschaffen, das immer mehr von der realität vieler abweicht, und das die wahrnehmung der jungen und anpassungs/lernbereiten verändert.
das heisst für mich: natürlich dürfen sich künstler die medien der darbietung ihrer kunst aussuchen, aber die gesellschaft, darf die regeln definieren, innerhalt sich die objekte bewegen dürfen.
das heisst: eine vogue, die bestimmt, dass nur noch durchschnittsmenschen (mit über den durchschnitt der population errechnten körpermaßen) als maß geleten dürfen ist kunstschädigend. künstler, die darauf bestehen, untergewichtige models als leinwand zu nehmen sind gesundheitsschädigend.
letzteres einzuschränken macht daher einen anderen sinn als ersteres bewirken zu wollen

Lieber Herr Jacobs

Verbote machen zeitweise in einer Gesellschaft durchaus Sinn. Insbesonders wenn sie Bürger vor Schaden an Leib, Leben und Besitz schützen sollen. Ich würde Sie ersuchen, bei Gelegenheit wenn es Ihre geschätzte Zeit abseits der Welt im Glamour erlauben sollte, kurz darüber nachzudenken.

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