Kofi Annan sieht Fortschritte

4. Mai 2012, 13:28
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"Ich sage nicht, dass es zufriedenstellend ist" - Neue Welle der Gewalt: Vor der Parlamentswahl: Zehn Menschen getötet

Damaskus/Istanbul/Genf - Der UN-Vermittler für Syrien, Kofi Annan, sieht Fortschritte bei der Umsetzung seines Friedensplans in dem arabischen Land. Allerdings könne eine Krise, die seit mehr als einem Jahr anhalte, nicht in "einem Tag oder einer Woche" gelöst werden, sagte ein Sprecher des ehemaligen UN-Generalsekretärs am Freitag. Es gebe Zeichen für eine Umsetzung des Plans, auch wenn es nur langsam und in kleinen Schritten vorangehe. "Einige schwere Waffen sind abgezogen worden, einige schwere Waffen sind noch da. Die Gewalt ist zum Teil zurückgegangen, zum Teil hält die Gewalt an", sagte der Sprecher. "Ich sage nicht, dass es zufriedenstellend ist."

Obwohl Annan nun einige Fortschritte sieht, haben Aktivisten drei Tage vor der geplanten Parlamentswahl neue Kämpfe und Angriffe der Regierungstruppen gemeldet. Mindestens zehn Menschen seien getötet worden. Wie die Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter am Freitag meldete, starben in der Nacht im Umland von Hama drei Zivilisten, als Angehörige der Truppen von Präsident Bashar al-Assad an einer Straßensperre das Feuer auf ihr Fahrzeug eröffneten. Für Freitagnachmittag hatten Regimegegner zu landesweiten Demonstrationen unter dem Motto "Unsere Aufrichtigkeit" aufgerufen.

Die Syrer sollen an diesem Montag 250 Parlamentsabgeordnete wählen. Die Opposition will die Wahl boykottieren. Zwei Kandidaten waren während des Wahlkampfes in den Protesthochburgen Daraa und Idlib getötet worden. (APA, 04.05.2012)

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