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Peter Layr zur Zukunft der Energiewirtschaft

4. Mai 2012, 10:02
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Der Präsident von Oesterreichs Energie zu den notwendigen Schritten, um eine nachhaltige Stromproduktion zu sichern

Mit dem vorgegebenen Ende fossiler Energien gewinnen erneuerbare Energien für die Zukunft enorme Bedeutung. Der Strombedarf wird auch mit Umsetzung aller Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz langfristig um 20% steigen. Denn elektrisch angetriebene Fahrzeuge werden immer größere Anteile des Mobilitätsbedarfs abdecken und Strom wird fossile Energieträger in vielen Bereichen ersetzen, um die vorgegebenen Effizienzziele zu erreichen.

Österreich hat sich verpflichtet den Anteil erneuerbarer Energien bis 2020 in den Bereichen Wärme, Kälte, Elektrizität und Verkehr auf 34 % zu steigern. Wir werden dieses Ziel erreichen, das lässt sich heute schon sagen. Wasser, Wind, Biomasse und Sonne werden weiter stark an Bedeutung gewinnen, obwohl wir in der E-Wirtschaft mit 70% aus erneuerbaren Energien bereits heute Spitzenreiter in Europa sind.

Unser Ziel ist es, in den nächsten Jahren unsere Stromerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern weiter massiv zu verstärken.
Gleichzeitig wird österreichweit ein tragfähiges Netz an E-Tankstellen Schritt für Schritt aufgebaut und verdichtet. Die E-Mobilität kann künftig einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Versorgungssicherheit gewährleisten

Eine der großen Herausforderungen liegt im Ausbau der Stromnetze. Die angestrebten Netzeinspeiseleistungen aus erneuerbaren Energiequellen liegen in einer Größenordnung die ein wesentlich stärkeres und völlig anderes Netz in ganz Europa erfordern. Um die hohe Versorgungssicherheit auch in Zukunft gewährleisten zu können, muss Österreichs E-Wirtschaft in den nächsten Jahren massiv in die Netzinfrastruktur investieren. Wenn Österreich seine Klima- und Energieziele erreichen will, muss der Ausbau der Netze mit der massiven Ausweitung der erneuerbaren Energie Schritt halten können. Schnelle Behörden- bzw. Genehmigungsverfahren sind dafür eine notwendige Voraussetzung.

Technische Fachkräfte gesucht

Derzeit werden vor allem Elektrotechniker mit Schwerpunkt Energietechnik, Maschinenbauer und technisch orientierte Wirtschaftsexperten gesucht.
Angespannt ist die Situation momentan etwa am Facharbeitermarkt und teilweise bei den Absolventen der technischen Universitäten. Generell gibt es in Österreich sehr gute Leute am Markt, dennoch wird der Bedarf an technischen Fachkräften steigen..

Versorgungssicherheit und Herkunft des Stroms an erster Stelle

Strom ist in Österreich vergleichsweise günstig. Der Strompreis liegt im Mittelfeld vergleichbarer Länder in der EU. Ein Haushalt gibt etwa 1,75 Euro am Tag für eine saubere und sichere Stromversorgung aus. Das ist weniger als etwa ein Melange im Kaffeehaus kostet.
Die Entwicklung der Strompreise liegt seit vielen Jahren eindeutig unter der Inflationsrate, auch letztes Jahr sind die Preise nahezu stabil geblieben.
Wir merken bei unseren Kunden aber einen starken Wandel - die Herkunft des Stromes hat mittlerweile die oberste Priorität und ist wichtiger als der Preis.

E-Wirtschaft wird zu umfassender Dienstleistungsbranche

Energie vernünftig und effizient nutzen, ist eine der wichtigsten Herausforderungen für unsere Gesellschaft. Wir müssen neue Wege beschreiten, um die Energieversorgung und den gewohnten Lebensstandard für kommende Generationen zu sichern.

Ein Eckpfeiler ist es, den Energieverbrauch ganz allgemein zu senken, und das ohne Komfortverlust: durch thermische Sanierung von Gebäuden, sparsamere Geräte und effizientere Technologien. Die Unternehmen der österreichischen E-Wirtschaft bieten ihren Kunden neben der umfassenden Beratung bereits auch eine kompetente Begleitung bei unterschiedlichsten Effizienzmaßnahmen an.

Bürgerbeteiligung gefragt

Die Österreich werden derzeit unterschiedliche Beteiligungsmodelle entwickelt und umgesetzt, die es den Kunden ermöglichen, sich an der Ökostromerzeugung und an der Energiewende zu beteiligen.
Bei all diesen Modellen errichten, planen und betreiben die Unternehmen eine Ökostromanlage, die umweltfreundlichen Strom ins Netz einspeisen. Die Kunden können sich an diesen Projekten beteiligen, bekommen dafür eine jährliche Vergütung und fördern gleichzeitig den Ausbau erneuerbarer Energien.

Sie haben Fragen?

Die Leser/innen von derStandard.at haben im Rahmen des von Oesterreichs Energie initiierten Energiediskurses die Möglichkeit, Fragen zur Zukunft der Energieversorgung direkt an Generalsekretärin Barbara Schmidt zu stellen und sich so an der Diskussion aktiv zu beteiligen.

Die Antworten erscheinen regelmäßig hier auf dieser Seite. Senden Sie ihre Fragen an energiediskurs@derStandard.at oder als Posting unterhalb dieses Artikels!

  • Artikelbild
    foto: oesterreichs energie
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