Suchthilfe in der Moschee muss kein Tabu mehr sein

Ansichtssache4. Mai 2012, 15:29
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Weltweit erstmalig wird in einem islamischen Gotteshaus Betreuung für Drogensüchtige angeboten

Der Drogengebrauch gilt in Malaysia als Tabu: Nutzer werden aus der Gesellschaft häufig ausgestoßen, auf den Handel mit Suchtmitteln steht in dem südostasiatischen Staat die Todesstrafe. Neben dem bürgerlichen Recht ist auf Mitglieder der muslimischen Bevölkerungsmehrheit die Scharia anzuwenden, laut der sich der Konsum direkt gegen Gott richtet - umso überraschender erscheint die Institution, in der Süchtige nun Unterstützung erfahren: In der Ar-Rahman-Moschee in der Hauptstadt Kuala Lumpur wurde eine Suchtberatungsstelle eingerichtet.

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist die Moschee damit das erste islamische Gotteshaus der Welt mit einer solchen Hilfsinstitution. Reuters-Fotograf Bazuki Muhammad besuchte die Einrichtung, in der den Süchtigen unter anderem die Ersatzdroge Methadon verabreicht wird. (red, derStandard.at, 4.5.2012)

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