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Für seinen geplanten milliardenschweren Börsengang hat der russische Mobilfunker MegaFon offenbar nur zwei Konsortialführer engagiert. Trotz Verhandlungen mit mehr als ein Dutzend Banken hätten lediglich Goldman Sachs und Morgan Stanley den Auftrag bekommen, erfuhr der zu Thomson Reuters gehörende Informationsdienst IFR am Donnerstag aus mit der Angelegenheit vertrauten Kreisen.
Große Geldhäuser brüskiert
Damit habe das Unternehmen einige große Geldhäuser brüskiert, die sich Hoffnungen auf das lukrative Geschäft gemacht hätten. Dazu zählten den Kreisen zufolge Bank of America, Barclays, Citigroup, Credit Suisse, Deutsche Bank, JP Morgan, UBS, Sberbank, VTB und Renaissance Capital.
Bis zu 4 Milliarden US-Dollar
MegaFon will bei dem größtem Börsengang in Europa seit einem Jahr bis zu 4 Mrd. Dollar (3,05 Mrd. Euro) einnehmen. Die Nummer Zwei auf dem russischen Markt peilt den Aktienmarkt in London für sein Debüt an. Goldman Sachs, Morgan Stanley und MegaFon wollten die Informationen nicht kommentieren.
20 Prozent der Aktien an Börse
Geplant ist, 20 Prozent der Megafon-Aktien an die Börse zu bringen. Nach Informationen von Insidern dürfte Megafon auf eine Marktkapitalisierung von 20 Mrd. Dollar kommen und wäre damit sogar etwas mehr wert als die Rivalen MTS und Vimpelcom. MegaFon befindet sich mehrheitlich im Besitz des skandinavischen Telekomkonzerns TeliaSonera. Im vergangenen Jahr verdienten die Russen umgerechnet rund 1,1 Mrd. Euro. (APA/Reuters, 4.5.2012)
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