Runter mit dem Verbrauch, und zwar jetzt

4. Mai 2012, 16:37

Scheinbar hat ein Wettlauf um den geringsten Spritverbrauch begonnen. Steigende Benzinpreise spielen dabei nicht die wichtigste Rolle

In den vergangenen Jahren, ja sogar Monaten stellen wir einen dramatischen Rückgang der Verbrauchsangaben fest - was nicht immer durch reale Einsparungen bestätigt wird. Plötzlich scheint ein Wettlauf um den geringsten Spritverbrauch entbrannt, und man fragt sich: Warum gerade jetzt? Schließlich hätten wir ja schon seit Jahrzehnten gerne weniger verbraucht. Haben die Ingenieure aus schlechtem Umweltgewissen die Konsequenz gezogen und nun die Rettung der Welt ausgerufen?

Die Wahrheit liegt wohl anders: Gerne tragen die Ingenieure zur Rettung der Welt bei, wenn man sie lässt. Und man lässt sie jetzt. Aber eher aus rein wirtschaftlichen denn aus moralischen Erwägungen. Der steigende Benzinpreis spielt gar nicht die Hauptrolle, denn der ist immer schon gestiegen.

Zwei entscheidende Faktoren sind zuvorderst zu nennen, weil neu: Die gesetzlichen Flottenverbrauchsvorgaben werden konkret, mit saftigen Strafen bei Nichteinhaltung. Um Details wird zwar noch herumlobbyiert, aber es könnte existenzbedrohend teuer werden für Hersteller, die über dem in Europa ab heuer gültigen CO2-Ausstoß von 120 g/km liegen. Als Ausnahme kann da nicht einmal Porsche gelten, ein Hersteller, der inzwischen ja auch auf hohem Stückzahlniveau lebt.

Was aber noch dazukommt: Über dem Stammtisch hat sich der Wind gedreht. Je größer das Auto, umso größer muss die Sensation sein, was die niedrigen Verbrauchsangaben anlangt. Was der Wagen dann in Wirklichkeit verbraucht, ist dann schon wieder eher wurscht. (Rudolf Skarics, Automobil, DER STANDARD, 4.5.2012)

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wie schnell ist deiner von 0-100? Vmax?

Diese Fragen kann ich für mein Auto schnell beantworten - aber wichtiger ist für mich die Frage: wie hoch ist der Verbrauch? Es wäre auch ganz interessant, wenn man zum Verbrauch auch den Bremsweg dazuzählen könnte ... also nicht wie schnell von 0-100 sondern wie weit von 100-0.

Das schnelle beschleunigen macht mir großen Spaß - aber es macht auch Spaß, die Verbrauchswerte ständig zu kontrollieren und sich damit mit anderen Leuten zu messen :-) außerdem ist es beruhigend, in Zeiten der hohen Preise.

OT: zu unserer Nachbarin kommt in der Früh immer eine andere Frau tratschen. Dabei lässt sie ihren stinkenden Diesel-Motor einfach laufen ... wer weiß, vielleicht springt der Skoda nicht nochmal an ... ein Wahnsinn. Zu billig der Diesel.

Der effizienteste Antrieb ist immer noch der Elektromotor

Schade dass das so viele immer noch nicht wahrhaben wollen. Sich selbst den Strom mit Photovoltaik am Dach oder Carport zu erzeugen, damit dann unabhängig von Preiserhöhungen fast umsonst zu fahren, das wunderbar leise ohne zu stinken, ohne sich beim Tanken die Hände schmutzig zu machen… das ist alles für so viele Leute noch zu wenig verlockend.

Und immer die gleichen Argumente dagegen. Teuer, keine Reichweite:
Rafael de Mestre fährt jetzt mit einem Tesla Roadster rund um die Welt. Und 2 Franzosen fahren mit einem iMiev auch rund um die Welt - Stromkosten für die ganze Weltumrundung - ca. € 250,-? Noch Fragen. {:-)
www.elektroauto-infos.com

Schon was von der "Elektrolüge" gehört?

Elektroautos sind nicht umweltfreundlich.
Und damit war's das auch schon...

Komische Sache

Hier posten anscheinend nur vernünftige Fahrer - die Realität sieht aber anders aus - es wird um jede Wagenlänge gekämpft, auf Autobahnauffahrten wird Vollgas direkt auf den linken Fahrstreifen beschleunigt, überholt wird wo immer es möglich und nicht möglich ist - so sehe ich zumindest jeden Tag die Realität - alles nicht wirklich spritsparend. Ich denke der Treibstoff ist immer noch viel zu billig.

Der Treibstoff ist für diese Gemeingefährlichen vielleicht zu billig - aber auch wenn er teurer wird, dann sparen die halt wo anders ein.

"Runter mit dem Verbrauch, und zwar jetzt"

Und DESHALB boomen die SUVs nach wie vor?! )C:

Ende 80er, Anfang 90er:
Suzuki Alto, 630 kg, 3 Zylinder, 800 ccm³: Verbrauch 4,4 l Benzin! (C:

Heute: Ford Fusion, über 1100 kg, Verbrauch ca. 5 l Diesel. "Dank" der tollen Politiker die gerade eine "Umweltzone" in Graz einführen darf ich damit bald nicht mehr fahren, außer ich kaufe mir ein neues Auto. DAS nenne ich NEUWAGENPRÄMIE! *grr* Dabei brauche ich das Auto in der Stadt selbst nicht, da ich gerne zu Fuß gehe oder mit dem Radl fahre.
Wenn ich mir einen Cayenne kaufe und in der Stadt 15 l verblase, darf ich hingegen unbeschränkt fahren, sehr clever.

5,5 Liter mit einen 15Jahre alten Audi A3!....116PS 1,9L TDI. ;-)

Schon mal was ...

... von COPD gehört ? Wir werdens in ca. 20 Jahren den Dieseln danken (auch den neuen, Partikel der Grösse PM2,5, die nicht gemessen werden). Dann sind sicher nicht mehr 90 Prozent der COPD-Betroffenen Raucher sondern auch jede Menge Ballungszentren-Bewohner.

"15 Jahre altem(...)TDI"

Na seawas... die Umwelt wird's dir danken.

Ich hatte einen FIAT Regata in den Mitte 90ern, der brauchte 6,6l auf 100km.

logisch, die ersten 50km fahren, den zweiten teil die zuverlässige kiste schieben.

"Herr Wachtmeister, ich wurde soeben ausgeraubt"

"Können Sie den Täter beschreiben?"

"Ja: es war die Zapfsäule Nr. 3"

Spritsparend fahren ist möglich

Seit Jahren sag ich meinem Paps, dass er mit seinen Fahrgewohnheiten (spätes Schalten, viele Kurzstrecken, etc) einen deutlichen Mehrverbrauch produziert, was er mir nie so recht glauben wollte. Seit ungefähr 1 1/2 Jahren fahren wir das gleiche Automodell und vergleichen nun regelmäßig den Verbrauch laut Anzeige. Während ich mit durchschnittlich 5.5 l/100km (Diesel) auskomme, sind es bei meinem Herrn Papa bis zu 1.5 l mehr.

Spritsparend fahren ist möglich

Ist es.
Ich habe da gerade bei meinem Motorrad ziemlich gute Vergleichswerte:
Fahre ich bewusst spritsparend, komme ich mit rund 5l/100km aus; drehe ich die Gänge ordentlich aus, sind es plötzlich bis zu 10l/100km.

Allerdings sehe ich es ähnlich wie Cynicism: Rechnet man das Ganze auf einen Monat hoch ist der Differenzbetrag nicht so immens, als dass ich mich für erstere Fahrweise entscheiden würde.

Dafür hat er

vermutlich mehr Spaß. ;)

Mehr Spaß?

Insbesondere vermutlich an der Tankstelle, LOL.

1,5 Liter mehr pro 100 KM

machen bei einer monatlichen Fahrleistung von 2.000 KM gerade mal 30 Liter (=45€) Unterschied.

für den einzelnen sind 45€ pro Monat möglicherweise nicht sehr viel, aber wenn 1000 Leute pro Monat 45€ weniger Tanken würden, hätten die Tankstellen im Jahr 540.000€ weniger, also pro 10.000 leute die sparsamer fahren bedeutet 5.400.000 € weniger + (es gäbe pro monat 10.000*30 liter unverkauften sprit überangebot => überangebot kann zu preissenkungen führen um es doch noch loszuwerden, teurer können sie es nicht machen sonst verbrauchen die leute noch weniger und sie sitzen auf immer mehr unverkauften sprit...) , sie sehen sie (+ 9999) Menschen schenken denen 5 einhalb millionen euro pro jahr...ich gönn denen jedenfalls keinen cent mehr als notwendig

Ja gute Rechnung. Aber solange es die Leute mit dem Fuß am Vollgas gibt, können sich die Tankstellenbesitzer die Hände reiben.

Gehts der Wirtschaft gut...

... gehts uns allen gut?

Manche Menschen versuchen (im Rahmen des möglichen) zu sparen und nicht alles nur unter wirtschaftlichen Aspekten zu sehen.

Wenn ich schon fahren muss (das ist eine andere Diskussion), dann kann ich wenigstens so sparsam wie möglich fahren.

Ich seh's halt anders:

wenn ich schon fahre, dann möchte ich dabei möglichst viel Spaß haben.

Is ja voll lustig der Ampelsprint und dann wieder warten bis gruen wird.

fuer schlichtere gemueter schon.

Haett ich irgendeine Sarkasmuswarnung dazuschreiben sollen?

Ich fahre gerne,

nicht wahnsinnig viel, aber ich habe mehr Spaß beim Sparen.
Schnell fahren hat vor 20 Jahren mehr Spaß gemacht (weniger Verkehr).

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