AMAG mit weniger Umsatz und Gewinn

4. Mai 2012, 08:41
posten

Das Unternehmen schnitt aber besser ab, als von Analysten erwartet wurde

Wien - Der börsenotierte oberösterreichische Aluminiumproduzent AMAG hat das erste Quartal 2012 besser abgeschlossen als erwartet. Umsatz und Gewinn waren zwar rückläufig, aber nicht so stark wie von der APA befragte Analysten erwartet hatten. Die Umsatzerlöse gingen um 3 Prozent auf 207,7 Mio. Euro zurück, das EBIT sank um 9 Prozent auf 22,4 Mio. Euro und das Ergebnis nach Steuern war mit 18,7 Mio. Euro um 5 Prozent unter dem Wert des ersten Quartals 2011, wie die AMAG am Freitag ad hoc mitteilte. Die Analysten hatten im Schnitt mit einem Umsatzrückgang um 7,11 Prozent und einem Einbruch des Nettogewinns um fast ein Fünftel gerechnet.

Nach Einschätzung der AMAG selbst verlief das erste Quartal "sehr zufriedenstellend" - immerhin sei es gelungen, trotz eines um 9 Prozent gesunkenen durchschnittlichen Aluminiumpreises den Umsatzrückgang moderat zu halten.

Das Betriebsergebnis vor Steuern, Abschreibungen und Zinsen (EBITDA) der AMAG-Gruppe lag mit 34,6 Mio. Euro (1. Quartal 2011: 35,9 Mio. Euro) trotz gestiegener Materialaufwendungen und niedrigerem Aluminiumpreis auf hohem Niveau. Die EBITDA-Marge blieb im 1. Quartal 2012 mit rund 17 Prozent unverändert. Im 1. Quartal 2012 steuerte das Segment Metall 9,2 Mio. Euro (26,6 Prozent) zum EBITDA bei, das Segment Gießen 2,4 Mio. Euro (6,9 Prozent), das Segment Walzen 19,6 Mio. Euro (56,7 Prozent) und das Segment Service 3,4 Mio. Euro (9,9 Prozent).

Cashflow verdreifacht

Investitionsbedingt stiegen die Abschreibungen im 1. Quartal 2012 auf 12,1 Mio. Euro (nach 11,3 Mio. Euro im 1. Quartal 2011), wodurch das Betriebsergebnis (EBIT) der AMAG-Gruppe auf 22,4 Mio. Euro nach 24,6 Mio. Euro zurückging. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich gegenüber dem Vergleichszeitraum mit 27,5 Mio. Euro mehr als verdreifacht.

Die Kapitalstruktur zum 31. März 2012 blieb mit einer Eigenkapitalquote von 63 Prozent gegenüber dem Jahresultimo 2011 mit 62 Prozent recht solide. Die Nettofinanzverschuldung betrug nur 0,1 Mio. Euro (31.12.2011: 13,0 Mio. Euro).

Ausblick ungewiss

Der Ausblick 2012 für die AMAG-Gruppe sei durch die makroökonomischen Entwicklungen und die damit verbundene erhöhte Volatilität auf den Absatz- und Beschaffungsmärkten mit Unsicherheit verbunden, heißt es in der Aussendung vom Freitag. Angesichts der guten Auftragslage der ersten drei Monate des Jahres 2012 und der absehbar positiven Entwicklung des Aluminiumverbrauches sei der Vorstand für das Gesamtjahr jedoch vorsichtig optimistisch. (APA, 4.5.2012)

Share if you care.