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Die Haxeltiere sind wieder da.
Die Haxeltiere sind wieder da. Und wie! Kaum ist es über einen längeren Zeitraum ein wenig wärmer draußen, kriechen die Haxeltiere aus ihren winterlichen Verstecken, schälen sich aus ihren Puppenhäuten und suchen nach frischer Nahrung. Die Zeit der Tiefkühlkost scheint vorbei, der Tisch ist mit frisch zubereiteten Speisen gedeckt. Weil Frank O. Gehry uns gelehrt hat, das Außen nach innen zu holen, lassen auch wir Gartler gerne einmal den Garten in unsere Vierwänd' herein.
Mit Entzücken vernimmt der Gartler dann den hysterischen Schrei seiner Gartlerin, wenn sie des Morgens eine handtellergroße Hausspinne in der Badewanne sichtet; mit Wohlwollen goutiert er das nervige Gekeppel, dass die Ameisen in der Küche überhand nehmen würden, und mit ein wenig Sorge schnuppert er selbst in der Kammer des Glücks, der Speis, ob es nicht ganz leise würzig-stechend nach Mäusen duften würde.
Superorganismus
Solange jedoch Bissspuren am Mehlpackerl fehlen und keine schwarzen Bemmerln auf den Holzregalen aufgefädelt liegen, bleibt er beruhigt. Er lässt die Natur gerne in die Wohnung herein, lässt doch auch sie ihn zu sich heraus. Die Ameisen sieht er besonders erfreut, denn sie leben das Ideal einer Gemeinschaft, in der sich der Einzelne für das Gesamte aufgibt, ohne dabei an Wertigkeit zu verlieren. Man spricht auch von einem Superorganismus, in dem jede einzelne Ameise theoretisch allein überlebensfähig ist, sich die Individuen allerdings so eng spezialisiert haben, dass sie tatsächlich nur noch in der Gemeinschaft langfristig überleben können.
Diese Gemeinschaft kann man als einen Organismus betrachten, dessen Zellen die Ameisen sind. Dieser Superorganismus kann recht groß sein. Der größte, beschriebene Superorganismus erstreckt sich über 5700 Kilometer die Mittelmeerküste von Nordspanien bis Italien entlang, beachtlich. Während man über so etwas nachdenkt, hat man auch schon wieder zehn Quadratmeter Unkraut gejäht. Ameisen gehören zum Fantastischstem, was der Planet Erde zu bieten hat.
Wer es nicht glaubt, soll das Buch Ameisen der Biologen Hölldobler und Wilson lesen, er wird dann nicht mehr auf die Tipps zu deren Bekämpfung der Umweltberatung zurückgreifen. Dort steht unter "sanfte Bekämpfungsmethoden", dass man sie mit Backpulver zum Platzen bringen könne oder mit scharfkantigem Substrat so verwunden könne, dass sie in Folge vertrocknen. Nett, Gratulation, welche sind dann die weniger sanften Methoden bitte schön?
Ekel ist unbegründet
Aber auch die Spinnen sind herzlich willkommen, sind sie doch die wahren Feiglinge unter den pelzigen Krabblern. Kaum sehen sie einen, verstecken sie sich schon, so groß können sie gar nicht sein. Die Nähe des Menschen suchen sie eigentlich nur, weil es der gerne ein bisserl warm um sich herum hat und abends das Licht aufdreht. Sonst tun sie eh alles, um ihm nicht in die Quere zu kommen. Die nachtaktive, große Hausspinne Tegenaria (eigentlich Winkelspinne) lebt in den unzugänglichsten Winkeln, die möglichst nicht einsehbar sind und versteckt sich dort tagsüber. In der Nacht jedoch kann man die großen Exemplare schon auf dem Parkett laufen hören, speziell wenn sie Schuhe tragen.
Was sowohl Ameise, aber auch Spinne gemein ist: Sie entsorgen, wozu wir nicht imstande sind. Die Ameisen räumen die Brösel und andere Essensreste weg, die über Nacht liegen geblieben sind. Die Spinnen schnappen sich jene Insekten, die auch sonst nichts im Haus verloren hätten. In Summe kann man sagen, dass der Ekel unbegründet ist und man für die Unterstützung im Haushalt dankbar sein sollte. (Gregor Fauma, Rondo, DER STANDARD, 4.5.2012)
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Jetzt ist der Moment, um Rosen an Land auf Pilzbefall zu untersuchen und für neue Seerosen ein passendes Gewässer zu finden
Die Eisheiligen stehen vor der Tür. Welches junge Gemüse trotzdem schon hinausdarf und was besser im Haus bleibt, weiß Gregor Fauma
Der Nachbar wird schön schauen: Wegen der Hortensien ums Hochbeet sieht er bald nicht mehr in Ihren Garten! Einige Anregungen, die zu Freude und Erfolg führen mögen.
Autochthone Pflanzen wie die Clematis können mit Frostattacken im April eh gut umgehen - Exotische Schönlinge brauchen halt momentan ein wenig mehr Aufmerksamkeit, weiß Gregor Fauma
Ein Hochbeet schont den Rücken, nicht das Geldbörsel - Es sei denn, man greift zu Hammer und Nägeln anstelle von großteils hässlichen Fertigsets, meint Gregor Fauma
Guter Dünger muss reifen wie Wein, aber bei einem Verschnitt aus Ästen und Gras kann man nachhelfen
Viel Platz unter der Sonne und reichlich Wasser will der Krautstiel - Er dankt's dem Beilagenesser mehrfach in einer Saison mit üppigen Ernten, weiß Gregor Fauma
Advent und Wohltätigkeit gehören zusammen. Charity im eigenen Garten ist, wenn man dem Lieblingsstrauch die (Schnee-)Last nimmt und alle Stauden stützt, meint Gregor Fauma
Wie feucht und sandig mag's die Fragaria? Die Antwort auf genau diese Frage ist eine süße Denksportaufgabe, meint Gregor Fauma
Solange die Böden noch nicht gefroren sind, heißt es: dick anziehen und großzügig sein mit Blumenknollen - Das freut natürlich auch den einen oder anderen Nager, der dafür selbstlos die Erde lockert
Los geht's: Rasch das alte Laub aus den Gartenschlapfen beuteln und sofort draußen klären, was die Pflanzen bald schon brauchen werden
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Der Gewöhnliche Steinklee macht etwas Ungewöhnliches: Er faltet seine Blätter vor dem Schlafengehen, um uns den nächsten Tag zu versüßen - Womit, verrät Gregor Fauma
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Der Herbst ist der Höhepunkt des Gartenjahres - so zur rechten Zeit vorgesorgt wurde
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Die Kiwi und ihre Klischees: Die populäre Neuseeländerin ist in Wahrheit gebürtige Chinesin, und dass sie in Österreich nicht reifen mag, ist auch Blödsinn
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Erschöpfend war das Nichtstun des Sommers, jetzt aber darf Gregor Fauma umso intensiver garteln
Warum das nur Frauen unterstellt wird, weiß ich auch nicht - ich finde Spinnen eklig und bin keine Frau.
Warum ich sie eklig finde und mir nichtmal im Fernsehn eine Doku über Spinnen anschauen kann, weiß ich auch nicht, aber in meiner Zeit in Lateinamerika hab ich herausgefunden, dass ich keine Probleme mit Vogelspinnen und ähnlich großen Spinnen hab, wenn ich eine große Keller/Haus-Spinne sehe muss ich aber kotzen.
mit einer servierte bewaffnet schnappte ich das viecherl und beförderte es aus dem fenster in die freiheit.
sie: ohh du mein todesmutiger held.
ich: (lasse leicht das zwerchfell vibrieren) grrrrrrrrrrrr!
spinnen vorm zagatschn retten wirkt besser als alle aphrotisiaka.
es is ja so einfach, "manchmal", als mann ein held sein zu können. ;))
Über Parkett weiß ich nicht, aber über Papier laufend hört man sie schon. *brrrrÜ
In meinem Elternhaus gab es immer diese richtig fetten, großen Spinnen (groß = so groß, dass wenn man mit dem Staubsaugerrohr anrückte, rundherum noch die Spitzen der Beine sichtbar waren *grusel*). Einmal hörte ich in der Nacht vor dem Einschlafen ein leises "Kratzkrabbeln" (hatte immer alles Mögliche am Boden herumliegen ;-)); weil es mich nervte pfefferte ich einen meiner Hausschuhe in die Richtung. Ruhe trat ein.
Am nächsten Morgen - ich hatte die Episode schon wieder vergessen - schnappte ich mir den Schuh und fand darunter das erschlagene Spinnenvieh. *brrrr*
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Aber falls es sie tröstet: in der Stadt habe ich noch nie solche Kaliber gesehen ;-)
stimmt, ich hab einen garten voll ameisen, direkt unterm fenster, in wien weilche auf der terasse - durch genaues aufpassen (honigglas nach verwendung verschliessen und immer abwaschen usw. kann man sie draussen halten.
angeblich gibt es aber lästigere arten (pharao) da hilft das nicht, die muss man mit gift killen soweit ich gehört hab.
was tun wenn man ein nest hereinholt? - mit einem baum der sommers im freien steht und ins winterquartier schlafzimmer gebracht wird? topf über nacht ganz ins wasser stellen hat nix genützt - die biester haben sauerstoffflaschen! da hat eine ameisenfalle mit gift geholfen sie zu dezimieren.
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