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Der Slow-Food-Guide listet mehr als 200 empfehlenswerte Adressen auf.
Restaurantguides sind eine feine Sache, helfen sie doch - besonders in unbekannteren Gefilden - bei der Suche nach selbigen. Gedruckte Restaurantguides haben aber einen großen Nachteil: Man hat sie häufig gerade nicht dabei, wenn man unterwegs ist, vor allem wenn man nicht zu jener Spezies gehört, deren Auto quasi das verlängerte Wohnzimmer ist oder die Handtaschen in Koffergröße mit sich herumschleppt.
Genau aus diesem Grund sind Restauraurantführer-Apps eine feine Sache, denn das Handy ist heutzutage immer dabei. Und selbst in Gegenden, wo die Online-Verbindung nicht gerade als optimal zu bezeichnen ist, kann man mittels App nach geeigneten Lokalen suchen.
Slow-Food-Guide
Ein sehr gelungenes Beispiel ist die soeben erschienene App des im Vorjahr publizierten Slow-Food-Gasthäuser-Guides von Rondo-Restaurantkritiker Severin Corti und Gastrojournalist Georg Desrues. 200 Gasthäuser in Österreich, die dem Slow-Food-Gedanken entsprechen, sind darin zu finden: Das heißt, sie bieten regionale Küche mit traditionellen Rezepten und lokalen Zutaten. Weiters haben die Autoren darauf geachtet, dass die Menüpreise ein gewisses Level nicht überschreiten. So soll ein dreigängiges Menü dort höchstens 40 Euro kosten, da "solche Gasthäuser nur authentisch sein können, wenn sie in Symbiose mit der lokalen Bevölkerung und ihrer gewachsenen Kultur funktionieren", so die Autoren im Vorwort.
Der 240 Seiten starke Guide wurde fürs Handy optimiert. Äußerst praktisch ist es, unterwegs mittels Ortungsfunktion das nächstgelegene Slow-Food-Gasthaus angezeigt zu bekommen. Ebenso nützlich sind aber auch die Einkaufstipps - so ist in der Gegend rund um den Neusiedler See (die überhaupt sehr reich mit Slow-Food-"Hotspots" bestückt ist) unter anderem der Paradeiserkaiser Stekovics in Frauenkirchen zu finden. Eine Favoriten-Merkfunktion sowie die reichliche Bebilderung der vorgestellten Gasthäuser runden das Slow-Food-Package ab. (ped, derStandard.at, 8.5.2012)
Die App für iPhones und Android-Geräte ist bis 30. Juni zum Einführungspreis von 4,99 Euro erhältlich, ab 1. Juli um 7,99 Euro.
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Auch wenn ich an den Slow Food-Kriterien für die Auswahl der Wirtshäuser und Restaurants einiges zum Kritisieren finde: die App ist gut gemacht. Habe sie mir gestern heruntergeladen und sogar in meiner engeren Umgebung noch einige mir bisher unbekannte Wirtshaustips gefunden.
Die App. am Smartphone ist gut & ich hab schon in vielen Städten echt sehr gute Restaurants entdeckt.
Prost. Mahlzeit.
Der SLow Food Führer bzw. eine Eintragung darin wird wie bei SF üblich von den jeweiligen Convivien (die lokalen Gruppen) gemacht und Slow Food übersandt und nicht von Gastro Kritikern oder Gastjournalisten.
Noch könne wir leider nicht mit dem italienischen hervorragenden Führer nicht mithalten - aber es wird schon ;)
und danke für die präzisierung. ich habe gemeinsam mit georg desrues lediglich die ehre, den guide herauszugeben und die beiträge der convivien-mitglieder zu koordinieren.
was die im vergleich zum italienischen guide angeblich weniger hohe qualität betrifft, könnte dieser eindruck vor allem dadurch entstehen, dass sich die traditionelle gastronomie in österreichs regionen eben nicht vorteilhaft mit jener italiens vergleichen lässt. oder?
sg. herr corti!
ich möchte ihnen zum wirklich großartigen buch gratulieren. natürlich ist es in italien leichter, solche lokale zu finden, aber ihre auswahl gefällt mir sehr gut, alle mir bekannten, die drin sind, haben es verdient, und ich hab mir schon einige unbekannte ausgesucht, die ich besuchen will, also bitte unbedingt weitermachen!
und obwohl ich mir sicher bin, dass ich der 1000ste bin, der sie mit sowas belästigt: falls sie mal in die gegend von ybbs kommen: forellenhof ortmüller in berghof bei neustadtl/donau (findet man im internet): herrliche forellen aus eigenem teich, sonst gibts nur suppen, schnitzel, cordon bleu, palatschinken und torten von der oma, ein wunderbares platzerl, würde find ich in den führer passen.
lg
s
zum einen gebe ich ihnen recht was die vergleichbarkeit der gastronomie betrifft - zum andern haben ja einige convivien gar keine beiträge geliefert und bei der nächsten ausgabe sollten doch einige (viele) neue beiträge drinnen sein. ich freu mich schon wieder aufs testessen gehen ;)
dass einige keine beiträge geliefert haben stimmt und wir hoffen, dass der erfolg des guide sie animiert, diemal dabei zu sein.
aber es liegt in der struktur von sf, dass die aktivisten sich regional organisieren und auch jedes convivium seine arbeit individuell akzentuieren kann. insofern ist es in ordnung, wenn manche ihre schwerpunkte eben woanders setzen und deshalb keine zeit für wirtshaus-rezensionen haben.
da sind dann eben bekannte aus der region oder desrues und ich selbst als tester eingesprungen, um keine allzu weißen flecken auf der landkarte zu haben...
könnten sie das präzisieren?
ich habe nämlich den (natürlich streng objektiven...) eindruck, dass die app wirklich gut geworden ist. mit automatischer darstellung auf google-maps, mit direkter verlinkung zu den websites der betriebe, mit one-touch-anruffunktion und und und.
was fehlt ihnen denn - wäre für hinweise dankbar, damit wir für die nächste auflage noch besser werden?
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