Petzner will Grasser-Intervention mit Prammer klären

Saskia Jungnikl, 3. Mai 2012, 19:04
  • Wohnen mit Blick auf Heldenplatz und Burggarten? Karl-Heinz Grasser sucht einen Nachmieter für sein luxuriöses Domizil
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    Wohnen mit Blick auf Heldenplatz und Burggarten? Karl-Heinz Grasser sucht einen Nachmieter für sein luxuriöses Domizil

  • Fast nebenbei beginnt Stefan Petzner gegen Ende der Sitzung des Untersuchungsausschusses, von seinem Erlebnis mit dem ominösen Lobbyisten zu erzählen - hier ein Auszug des Liveberichts vom 2. Mai
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    Fast nebenbei beginnt Stefan Petzner gegen Ende der Sitzung des Untersuchungsausschusses, von seinem Erlebnis mit dem ominösen Lobbyisten zu erzählen - hier ein Auszug des Liveberichts vom 2. Mai

Laut dem BZÖ-Mandatar hat ein Lobbyist gebeten, Grassers Penthouse nicht zu thematisieren

Wien - "Beschimpft, bespuckt, verhöhnt" - so steht Exfinanzminister Karl-Heinz Grasser nach Angaben seines Anwalts Manfred Ainedter da. Grasser sei "vorverurteilt und an den Pranger gestellt", beklagt der Anwalt in einem Interview mit dem "Profil".

Nun steht auch noch Grassers luxuriöser Wiener Wohnsitz zur öffentlichen - und spöttischen - Debatte. Genau das wollten wohl Grasser selbst als auch sein Quartiergeber verhindern.

Noble Adresse

Wenn Grasser nicht gerade mit seiner Familie in Kitzbühel residiert, wohnt er in Wien an einer noblen Adresse. Sein Penthouse befindet sich in einem Haus an der Ecke von Ring und Babenbergerstraße - nahe bei Parlament, Oper und Heldenplatz. Und es ist nicht gerade bescheiden: 600 Quadratmeter an Wohnfläche stehen zur Verfügung, inklusive weitläufiger Terrassen.

Genau dieses Domizil will der Exfinanzminister jetzt loswerden, wie sein Anwalt Ainedter bestätigt. Vier bis fünf Millionen Euro Ablöse sollen für die getätigten Investitionen wieder hereinkommen - und zum Teil die Verfahrenskosten decken, die in den vergangenen Jahren Grassers Budget belastet haben.

Als monatliche Kosten der Hauptmietwohnung werden 6000 Euro Miete kolportiert. Dem widerspricht Ainedter: Es wären deutlich weniger, sagt der Anwalt.

Entgegenkommen beim Preis

Vermieter der Immobilie ist die Vienna Insurance Group (VIG), früher Wiener Städtische genannt - und die soll dem Exminister bei den Konditionen über alle Maßen entgegengekommen sein.

Das sagt zumindest Stefan Petzner, BZÖ-Abgeordneter und Fraktionsführer im Untersuchungsausschuss. "Die Städtische hat Grasser einen großzügigen Mietvertrag gegeben, ungewöhnlicherweise auf Jahrzehnte angelegt."

Auch bei der Finanzierung soll dem Expolitiker unter die Arme gegriffen worden sein.

Was die Angelegenheit so heikel macht: Die VIG ist Teil jenes Bieterkonsortiums, das den Zuschlag zum Kauf der Bundeswohnungen im Jahr 2004 erhalten hat. Genau für dieses Bieterkonsortium, so der Verdacht, könnte sich Grasser selbst eingesetzt haben.

Sein Freund und Trauzeuge Walter Meischberger hat gemeinsam mit dem Lobbyisten Peter Hochegger die Provision von 9,6 Millionen Euro über eine komplizierte Konstruktion im Ausland verteilt. Ob auch an Grasser, dem versucht derzeit der U-Ausschuss nachzugehen.

Lobbyist klopfte an

Bei Petzner, Mitglied des U-Ausschusses, habe sich vor ein paar Monaten ein Lobbyist der Wiener Städtischen gemeldet. Dessen Bitte: Das Penthouse von Grasser solle kein Thema im Ausschuss werden.

Diese Causa brachte Petzner im Ausschuss nun zur Sprache. Bei der Befragung von Martin Simhandl von der Vienna Insurance Group sprach ihn Petzner auf den Mietvertrag an. Der habe mit der Buwog-Vergabe "mit Sicherheit nichts zu tun", erklärte Simhandl. Er kenne den genauen Inhalt des Mietvertrags mit Grasser zwar nicht, er sei aber jedenfalls günstig für die VIG, betonte er.

Petzner weigert sich, den Namen des Lobbyisten zu nennen. "Der Ausschuss hat ein Recht zu erfahren, wer dieser Lobbyist ist", ärgerte sich der Grüne Peter Pilz. "Das ist keine Privatangelegenheit des BZÖ, das betrifft uns alle." Petzner sieht die Sache anders: "Das war ein - vom Gesetz gedeckter - Lobbyingversuch, bei dem versucht wurde, die Glaubwürdigkeit des Informanten anzukratzen und die Position der VIG zu erklären. Es ging um keine Gegenleistung, ich bin sowieso nicht zu bestechen."

Gespräch mit Prammer

Petzner will nun ein persönliches Gespräch mit Nationalratspräsidentin Barbara Prammer. Die anderen Abgeordneten verlangen eine Behandlung des Themas bei der Präsidialsitzung.

Der Sprecher der VIG, Alexander Jedlicka, behauptet: "Die VIG beschäftigt keine Lobbyisten, ich kenne keinen Lobbyisten", sagt er zum STANDARD. (Saskia Jungnikl, DER STANDARD 4.5.2012)

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Wenn er so viel in das Penthouse investiert hat,

und deshalb die Miete so erstaunlich günstig ist, mit welcher Berechtigung verlangt er dann wiederum 4-5 Millionen Ablöse vom Nachmieter?
Oder hat er vielleicht 10 Millionen investiert, welche ihm die Frau Schwiegermutter zur Veranlagung überlassen hatte, und jetzt muss er alles retournieren?

Der Petzner macht jetzt wirklich was

Unsinn!
Dafür gibt es dann sogar ein Luxusauto und ein Sonnenbad!
Man muss solche Leute die absolut nicht einmal die Geschichte kennen nr einfach kopieren und eine Burschenschaft, oder ein Geheimbund hilft dann auch noch weiter, weil man dort die Leute kennen lernt, die die Wirtschaften beim Bier und Sex steuern!

jöha die herrschaften erleiden an starkem realitätsverlust:

961.000.000€ für 60.000 Wohnungen macht 16016,67 pro Wohnung
6000€ für 600m2 im 1. macht 10€/m2

Mangelnde Rechenkenntnisse:

Na eh. 10 EUR pro Quadratmeter für ein Penthouse sind im 1. Bezirk total orts- und fremdüblich.

Und für den Vermieter super vorteilhaft (falls der Mieter der FinMin ist, natürlich....).

Pflanzen könnt's wen anderen! Falls es aber der VIG an Rechenkenntnissen mangelt, empfehle ich der FMA den Laden sofort zu schließen.

Ich halte zwar nicht viel von der Solariumfraktion, aber Petzner hält sich im U-Ausschuß wirklich wacker! Weiter so!

Frage: Ist dies in diesem Fall überhaupt Lobbying, wie Herr Petzner behauptet?

Unter Lobbying stelle ich mir etwas anderes vor.

deutlich weniger als 6.000,- euro pro monat?

für dieses penthouse?

wäre die verteidigungsstrategie nicht besser mit "deutlich mehr als 6.000,- euro"?

Ich finde das viel zu viel.

Mein Penthouse-Abo ist jedenfalls billiger.

Herr Petzner: Lobbyist auf den Tisch!
Warum schon wieder geheimnissen?
Alles muß aufgeklärt werden!
Das Volk hat ein recht darauf!
Wann versteht ihr dies endlich?

und noch mehr beschimpfen, bespucken, und verhöhnen!

so lange, bis er all seinen unrechtmäßig erworbenen reichtum los ist, und für seine rechtsvergehen (es gilt die *lol* unschuldsvermutung) entsprechend verurteilt ist und einsitzt. dann dürfen, ja müssen wir aufhören, zu höhnen.

"Beschimpft, bespuckt, verhöhnt" - so steht Exfinanzminister Karl-Heinz Grasser nach Angaben seines Anwalts Manfred Ainedter da...

"bespuckt" ? wann ? das nächste mal komm ich auch !

wie man im kurier lesen kann,

soll KHG für dieses penthaus ja einen "schnäppchen-mietvertrag" bekommen haben, den der U-ausschuss nun sehen möchte.
sollte das stimmen, dann gibt es erklärungsbedarf durch grasser.

drara1 "tobt" jedenfalls bereits, obwohl er selbst eine "günstige miete" bestätigt hat.

Petzner: " ...ich bin sowieso nicht zu bestechen"

Bestechend unverfroren!

also der haider hat ihn sicher oft bestochen...

Nein, nein:

Ge- nicht Be-stochen!

Macht ca 10.- Euro pro m2. Da sieht man, wie sehr KHG Keine Hohen Gebühren verursachte. Die Lage und Nähe der Super-Sparwohnung zum Arbeitsplatz hat sicher auch Spargründe: Man bedenke, wieviele km Dienstfahrten dem Steuerzahler erspart wurden! ;-)

was gibt es da für petzna zu klären ?

ob er vlt der sp damit auf die finger steigt ? , oder ist der geheime unbekannte evtl der, der petrzna die schmetterlinge im bauch gezaubert hat ?

Beschimpft, bespuckt, verhöhnt

sei sein Mandant worden, behauptet sein Anwalt. Wenn das tatsächlich so stimmen sollte, dann ist das abzulehnen.

KHG hat uns Steuerzahler zwar weder beschimpft, noch bespuckt. Allerdings hat er uns, und speziell seine Anleger, mindestens indirekt verhöhnt.

KHG hat für angebliche Leistungen bei der Veranlagung von Kundengeldern Millionen kassiert und diese steueroptimal nach Liechtenstein verschoben.

Die Anleger und die Steuerzahler hingegen haben verloren und mussten sich anhören, wie sie von KHG wortreich bedauert wurden. Es tue ihm leid und auch er hätte Geld bei der MIP verloren, sagte er wörtlich.

Ist das etwa keine Verhöhnung, Herr Dr. Ainedter?

kleiner beitrag zum wutbürgertum

"Beschimpft, bespuckt, verhöhnt" womit?
MIT RECHT!

mich würde ja interessieren

von wo Grasser die Millionen hergenommen hat, um diese Objekt zu sanieren.

Welche Baufirma hat den Umbau durchgeführt?

Die Miete ist ein Witz

Kurze Internet-Recherche zeigt, dass 15 - 20 000 Euro angemessen wären.

Aber nicht doch - mit BUWOG hat das ganz, ganz, ganz sicher nix zu tun!

Hihi - hat gebeten, nicht zu erwähnen...

Hat der Herr Lobbyist vielleicht das altbewährte "Das bleibt aber jetzt unter uns.." gebraucht?

Ist eine geile Situation, wenn die VIG einen weiteren Verdacht streut/ einen bestehenden erhärtet, denn auch das Ainedtersche "es waren weniger als 6000" ist nix anderes als eine Erinnerung an das Elsnersche Penthouse.
Und KHG kann sich nicht wehren...
Vielleicht isses ja garnicht so gut, wenn der KHG ins Loch muß, denn der Fritzl oder der Tuschn könntens nicht besser.
Zum Tätowieren allerdings...

es ist ja auch 6000 € ein dumping preis fuer 600m2 plus dachterrassen.

wenn es jetzt "wesentlich weniger" ist, dann ist das ein skandal!

versuchen sie mal eine 80m2 zu diesem m2-preis zu finden...

"Beschimpft, bespuckt, verhöhnt"
ist aber besser als "erschossen, aufgehängt und verbrannt" - was bei einem totalversagen der justiz immerhin im bereich des möglichen liegt.

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