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Wohnen mit Blick auf Heldenplatz und Burggarten? Karl-Heinz Grasser sucht einen Nachmieter für sein luxuriöses Domizil
vergrößern 500x643Fast nebenbei beginnt Stefan Petzner gegen Ende der Sitzung des Untersuchungsausschusses, von seinem Erlebnis mit dem ominösen Lobbyisten zu erzählen - hier ein Auszug des Liveberichts vom 2. Mai
Wien - "Beschimpft, bespuckt, verhöhnt" - so steht Exfinanzminister Karl-Heinz Grasser nach Angaben seines Anwalts Manfred Ainedter da. Grasser sei "vorverurteilt und an den Pranger gestellt", beklagt der Anwalt in einem Interview mit dem "Profil".
Nun steht auch noch Grassers luxuriöser Wiener Wohnsitz zur öffentlichen - und spöttischen - Debatte. Genau das wollten wohl Grasser selbst als auch sein Quartiergeber verhindern.
Noble Adresse
Wenn Grasser nicht gerade mit seiner Familie in Kitzbühel residiert, wohnt er in Wien an einer noblen Adresse. Sein Penthouse befindet sich in einem Haus an der Ecke von Ring und Babenbergerstraße - nahe bei Parlament, Oper und Heldenplatz. Und es ist nicht gerade bescheiden: 600 Quadratmeter an Wohnfläche stehen zur Verfügung, inklusive weitläufiger Terrassen.
Genau dieses Domizil will der Exfinanzminister jetzt loswerden, wie sein Anwalt Ainedter bestätigt. Vier bis fünf Millionen Euro Ablöse sollen für die getätigten Investitionen wieder hereinkommen - und zum Teil die Verfahrenskosten decken, die in den vergangenen Jahren Grassers Budget belastet haben.
Als monatliche Kosten der Hauptmietwohnung werden 6000 Euro Miete kolportiert. Dem widerspricht Ainedter: Es wären deutlich weniger, sagt der Anwalt.
Entgegenkommen beim Preis
Vermieter der Immobilie ist die Vienna Insurance Group (VIG), früher Wiener Städtische genannt - und die soll dem Exminister bei den Konditionen über alle Maßen entgegengekommen sein.
Das sagt zumindest Stefan Petzner, BZÖ-Abgeordneter und Fraktionsführer im Untersuchungsausschuss. "Die Städtische hat Grasser einen großzügigen Mietvertrag gegeben, ungewöhnlicherweise auf Jahrzehnte angelegt."
Auch bei der Finanzierung soll dem Expolitiker unter die Arme gegriffen worden sein.
Was die Angelegenheit so heikel macht: Die VIG ist Teil jenes Bieterkonsortiums, das den Zuschlag zum Kauf der Bundeswohnungen im Jahr 2004 erhalten hat. Genau für dieses Bieterkonsortium, so der Verdacht, könnte sich Grasser selbst eingesetzt haben.
Sein Freund und Trauzeuge Walter Meischberger hat gemeinsam mit dem Lobbyisten Peter Hochegger die Provision von 9,6 Millionen Euro über eine komplizierte Konstruktion im Ausland verteilt. Ob auch an Grasser, dem versucht derzeit der U-Ausschuss nachzugehen.
Lobbyist klopfte an
Bei Petzner, Mitglied des U-Ausschusses, habe sich vor ein paar Monaten ein Lobbyist der Wiener Städtischen gemeldet. Dessen Bitte: Das Penthouse von Grasser solle kein Thema im Ausschuss werden.
Diese Causa brachte Petzner im Ausschuss nun zur Sprache. Bei der Befragung von Martin Simhandl von der Vienna Insurance Group sprach ihn Petzner auf den Mietvertrag an. Der habe mit der Buwog-Vergabe "mit Sicherheit nichts zu tun", erklärte Simhandl. Er kenne den genauen Inhalt des Mietvertrags mit Grasser zwar nicht, er sei aber jedenfalls günstig für die VIG, betonte er.
Petzner weigert sich, den Namen des Lobbyisten zu nennen. "Der Ausschuss hat ein Recht zu erfahren, wer dieser Lobbyist ist", ärgerte sich der Grüne Peter Pilz. "Das ist keine Privatangelegenheit des BZÖ, das betrifft uns alle." Petzner sieht die Sache anders: "Das war ein - vom Gesetz gedeckter - Lobbyingversuch, bei dem versucht wurde, die Glaubwürdigkeit des Informanten anzukratzen und die Position der VIG zu erklären. Es ging um keine Gegenleistung, ich bin sowieso nicht zu bestechen."
Gespräch mit Prammer
Petzner will nun ein persönliches Gespräch mit Nationalratspräsidentin Barbara Prammer. Die anderen Abgeordneten verlangen eine Behandlung des Themas bei der Präsidialsitzung.
Der Sprecher der VIG, Alexander Jedlicka, behauptet: "Die VIG beschäftigt keine Lobbyisten, ich kenne keinen Lobbyisten", sagt er zum STANDARD. (Saskia Jungnikl, DER STANDARD 4.5.2012)
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und deshalb die Miete so erstaunlich günstig ist, mit welcher Berechtigung verlangt er dann wiederum 4-5 Millionen Ablöse vom Nachmieter?
Oder hat er vielleicht 10 Millionen investiert, welche ihm die Frau Schwiegermutter zur Veranlagung überlassen hatte, und jetzt muss er alles retournieren?
Unsinn!
Dafür gibt es dann sogar ein Luxusauto und ein Sonnenbad!
Man muss solche Leute die absolut nicht einmal die Geschichte kennen nr einfach kopieren und eine Burschenschaft, oder ein Geheimbund hilft dann auch noch weiter, weil man dort die Leute kennen lernt, die die Wirtschaften beim Bier und Sex steuern!
Na eh. 10 EUR pro Quadratmeter für ein Penthouse sind im 1. Bezirk total orts- und fremdüblich.
Und für den Vermieter super vorteilhaft (falls der Mieter der FinMin ist, natürlich....).
Pflanzen könnt's wen anderen! Falls es aber der VIG an Rechenkenntnissen mangelt, empfehle ich der FMA den Laden sofort zu schließen.
Ich halte zwar nicht viel von der Solariumfraktion, aber Petzner hält sich im U-Ausschuß wirklich wacker! Weiter so!
so lange, bis er all seinen unrechtmäßig erworbenen reichtum los ist, und für seine rechtsvergehen (es gilt die *lol* unschuldsvermutung) entsprechend verurteilt ist und einsitzt. dann dürfen, ja müssen wir aufhören, zu höhnen.
soll KHG für dieses penthaus ja einen "schnäppchen-mietvertrag" bekommen haben, den der U-ausschuss nun sehen möchte.
sollte das stimmen, dann gibt es erklärungsbedarf durch grasser.
drara1 "tobt" jedenfalls bereits, obwohl er selbst eine "günstige miete" bestätigt hat.
sei sein Mandant worden, behauptet sein Anwalt. Wenn das tatsächlich so stimmen sollte, dann ist das abzulehnen.
KHG hat uns Steuerzahler zwar weder beschimpft, noch bespuckt. Allerdings hat er uns, und speziell seine Anleger, mindestens indirekt verhöhnt.
KHG hat für angebliche Leistungen bei der Veranlagung von Kundengeldern Millionen kassiert und diese steueroptimal nach Liechtenstein verschoben.
Die Anleger und die Steuerzahler hingegen haben verloren und mussten sich anhören, wie sie von KHG wortreich bedauert wurden. Es tue ihm leid und auch er hätte Geld bei der MIP verloren, sagte er wörtlich.
Ist das etwa keine Verhöhnung, Herr Dr. Ainedter?
Hat der Herr Lobbyist vielleicht das altbewährte "Das bleibt aber jetzt unter uns.." gebraucht?
Ist eine geile Situation, wenn die VIG einen weiteren Verdacht streut/ einen bestehenden erhärtet, denn auch das Ainedtersche "es waren weniger als 6000" ist nix anderes als eine Erinnerung an das Elsnersche Penthouse.
Und KHG kann sich nicht wehren...
Vielleicht isses ja garnicht so gut, wenn der KHG ins Loch muß, denn der Fritzl oder der Tuschn könntens nicht besser.
Zum Tätowieren allerdings...
Ohne Navi ist man in der Hütte verloren.
http://gedankenstrich-franzjosef.blogspot.com
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