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Innsbruck - Nach dem Bekanntwerden von Kosten zwischen 3500 und 7000 Euro für Patienten nach Flügen mit privaten Hubschrauberfirmen bei medizinischen Notfällen - etwa Geburten oder Herzinfarkten, bastelt das Land mit allen Betreibern an einer Übergangslösung. Diese soll noch vor der Ausschreibung der Flugrettung 2013 stehen. Geplant ist, dass das Land für jeden Notfall-Flug 950 Euro zuschießt. Bis jetzt hatte es nur mit dem ÖAMTC eine Vereinbarung getroffen. Dieser verrechnet Rettungsflüge zudem mit der Sozialversicherung.
Dieselbe Regelung soll künftig auch für private Heli-Unternehmen gelten. Die Flugkosten sollen mit der Sozialversicherung und nicht mit dem Patienten verrechnet werden. Von der Neuregelung nicht erfasst sind weiterhin Sport- und Freizeitunfälle. Sofern nicht über eine anderweitige Versicherung abgedeckt, waren solche Einsätze schon bisher privat zu bezahlen. Wer sich etwa beim Skifahren oder Wandern ein Bein bricht und mit der Flugrettung ins Krankenhaus gebracht wird, wird die Kosten dafür auch in Zukunft selbst übernehmen müssen.
Fehlende Transparenz in der Tiroler Flugrettung hatte bereits der Bundesrechnungshof beanstandet. Auch für die Prüfer fehlte die Möglichkeit einer direkten Verrechnung zwischen Flugunternehmen und Sozialversicherung. Das führe zu ungleichen Bedingungen zwischen vertraglich gebundenen Flugrettern, also dem ÖAMTC, und allen übrigen Hubschrauberbetreibern. Die Oppositionsparteien, die Liste Fritz und die Grünen hatten kritisiert, dass Patienten nicht wüssten, welcher Hubschrauber zu einem Einsatz geschickt werde. (ver, DER STANDARD, 4.5.2012)
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