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Künftig ein staubfreies Orgelspiel im Linz.
Linz - Wer 44 Jahre nicht putzt, ist entweder ein "Saubartl" oder Orgelbesitzer. Zumindest ab einer gewissen Größe wird es nämlich schwer, Pfeifen und Mechanik hinsichtlich der Sauberkeit entsprechend auf Vordermann zu halten.
Diese Erfahrung hat man auch in Linz gemacht: Erstmals seit 1968 wird daher jetzt die Rudigierorgel im Linzer Mariendom von Grund auf durch die dänische Erbauerfirma Marcussen & Sohn gewartet. 5890 Pfeifen - die größten rund 300 Kilo schwer - werden ausgebaut, Verschleißteile an der Mechanik ersetzt, und, wenn notwendig, wird nachgestimmt. Doch zunächst tönt der Staubsauger. "Vier Wochen wird nur gesaugt, dann wird alles andere gewartet", klärt Domorganist Wolfgang Kreuzhuber auf.
70 Register reichen
70 klingende Register reichen aus, um den Dom akustisch bewältigen zu können. Dies ist insofern erstaunlich, da andere in der Größe vergleichbare Kirchen 100 bis 200 Register benötigten. Entsprechend den damals neuesten Erkenntnissen im Orgelbau erhielt die Domorgel ausschließlich eine mechanische Spiel- und Registertraktur. Nur beim Pedal entschied man sich für eine elektrische Registertraktur.
Blitzblank muss es im Orgelwerk spätestens bis zum 21. Juli 2012 sein. Dann lässt Tastenvirtuose Kreuzhuber bei einem Konzert zum 30-jährigen Dienstjubiläum alle nach seinen Pfeifen tanzen. (mro, DER STANDARD, 4.5.2012)
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