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Wien - Nach dem erfolgreichsten Geschäftsjahr der Unternehmensgeschichte will der oberösterreichische Autozulieferer Miba im laufenden Geschäftsjahr rund 70 Mio. Euro investieren, davon rund 40 Prozent in den Ausbau der Standorte in den USA und China. Die Fläche des chinesischen Werks soll verdreifacht werden, erklärte Firmenchef Peter Mitterbauer am Donnerstag vor Journalisten. Im Geschäftsjahr 2011/12 flossen Investitionen in der Höhe von 47,3 Mio. Euro vor allem in den Kapazitätsausbau in Österreich.
Die börsennotierte Miba produziert Antriebskomponenten und profitierte nach der Wirtschaftskrise 2008/09 in den vergangenen zwei Jahren vom Boom in der Fahrzeug- und Motorenindustrie. An 20 Standorten weltweit werden Sinterformteile, Gleitlager, Reibbeläge, Leistungselektronikkomponenten und Beschichtungen produziert.
Man sei aber nicht mehr "ein reiner Automobilzulieferer", erklärte Mitterbaurer. Rund 37 Prozent des Umsatzes stammten im vergangenen Geschäftsjahr aus dem Bereich "Automotive", das Segment Baumaschinen war für 11 Prozent der Erlöse verantwortlich, Lkw/Bus (9,5 Prozent) und Züge/Lokomotiven (7,4 Prozent). Die sehr breite Aufstellung helfe "in Zeiten von starken Konjunkturschwankungen". Rund 63 Prozent des Umsatzes erzielte die Miba 2011/12 in Europa, 18 Prozent in den NAFTA-Ländern USA, Kanada und Mexiko und 15 Prozent in Asien. In den nächsten Jahren liege der strategische Fokus auf USA, China und Indien, erklärte der Miba-Chef.
Auf der Suche nach Passendem
Akquisitionen kann sich Mitterbauer vor allem für den Bereich der "New Technologies Group" vorstellen, die unter anderem Komponenten für Leistungselektronik herstellt. Man sehe "sich viel an" und werde zukaufen, "wenn man etwas passendes" finde.
Stolz verweist man bei der Miba auf die geringe Nettoverschuldung von 12,4 Mio. Euro per Ende Jänner 2012 und die hohe Eigenkapitalquote von 54,6 Prozent. Die sei "ein langjähriges Dogma" des Unternehmens, betonte Markus Hofer, Finance-Vizepräsident der Miba AG. Um weiteres Wachstum zu finanzieren, habe das Unternehmen im vergangenen Februar erstmals eine Anleihe begeben und 75 Mio. Euro erlöst.
"Die Miba strebt nach Technologieführerschaft", betonte Mitterbauer. Das Unternehmen investierte im vergangenen Jahr rund 31,3 Mio. Euro in die Forschung & Entwicklung (F&E) und beschäftigte 218 Mitarbeiter in diesem Bereich. Allein 20 Patente wurden 2010/11 angemeldet. Im Erfinderranking des österreichischen Patentamts erreichte die Miba AG heuer den sechsten Platz.
Fast 77 Prozent der Miba AG hält die Familie Mitterbauer bzw. deren Privatstiftung. Laut FirmenCompass befinden sind 18 Prozent im Streubesitz und 5 Prozent sind als firmeneigener Aktienbesitz deklariert. (APA, 3.5.2012)
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