Auszeichnung für US-Kulturwissenschafterin Eisenstein

3. Mai 2012, 14:35

Mit 10.000 Euro dotiert

Mainz - Die Kulturwissenschafterin Elizabeth L. Eisenstein erhält den Gutenberg-Preis 2012 der Internationalen Gutenberg-Gesellschaft und der Stadt Mainz. Die US-Forscherin, die sich intensiv mit der Zeit des Frühdrucks und dessen Folgen für Kultur und Gesellschaft beschäftigt hat, wird nach Angaben der Stadt vom Mittwoch als "Wegbereiterin der buchwissenschaftlichen Forschung" für ihr Lebenswerk und ihre Lehrtätigkeit geehrt. Die mit 10.000 Euro verbundene und alle zwei Jahre von Stadt und Gesellschaft vergebene Auszeichnung wird Eisenstein am 23. Juni in Mainz überreicht.

Eisensteins Hauptwerk "The Printing Press as an Agent of Change" (1980) (deutsch: Die Druckerpresse als Agent des Wandels) gilt nach Angaben der Preisstifter als Meilenstein der modernen Buchforschung. Darin analysiere sie die Wirkung von Johannes Gutenbergs Erfindung auf die Bevölkerung Europas und beleuchtet den Einfluss des Buchdrucks etwa auf Reformation, Humanismus und Aufklärung. Der Preis ist nach dem aus Mainz stammenden Gutenberg (um 1400-1468) benannt, der als Erfinder des Buchdrucks mit beweglichen Lettern gilt. (APA, 3.5.2012)

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