Zeitliche Einschränkung in Leopoldstadt kommt

3. Mai 2012, 14:06
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Verordnung soll noch vor Sommer in Kraft treten - Zweiter Bezirk fordert Straßenstrich-Verbot zwischen 6 und 22 Uhr

Wien - Die Straßenprostitution soll im zweiten Wiener Gemeindebezirk, der Leopoldstadt, künftig nicht mehr rund um die Uhr erlaubt sein: "Eine zeitliche Beschränkung ist in Ausarbeitung und soll noch vor dem Sommer verordnet werden", kündigte ein Sprecher der Polizei am Donnerstag an. Mit dieser Maßnahme soll die Situation im Prater entschärft werden, denn die Proteste gegen den dort angesiedelten Strich werden immer lauter.

Die Messestraße, wo die Sexarbeiterinnen vor allem stehen, ist nämlich auch der Fußweg von der U-Bahn zum Prater: "Es ist ein großes Problem, dass das der direkte Zugang von der U-Bahn in den Wurstelprater ist und die Damen sich auch nicht davor scheuen, Männer, die in Kinderbegleitung sind, anzusprechen", schilderte der Leopoldstädter Bezirksvorsteher Gerhard Kubik (SPÖ) die Situation. Eine zeitliche Einschränkung sei notwendig, damit jene, die in den Prater gehen wollen, dies auch in Ruhe tun können.

Das Bezirksparlament beschloss daher einen Antrag, in dem die zuständige Stadträtin Sandra Frauenberger (SPÖ) ersucht wird, die verantwortlichen Behörden zu beauftragen, eine zeitliche Beschränkung für jene Gebiete in der Leopoldstadt zu erlassen, in denen die Prostitution erlaubt ist. Konkret soll das Gewerbe dort zwischen 6 und 22 Uhr verboten werden, fordert der Bezirk. Ob das Verbot tatsächlich in diesem Zeitraum kommt, ist aber noch offen: "Das ist noch nicht fix", so der Polizeisprecher. Er betonte, dass die Regelung in Zusammenarbeit mit dem Bezirk ausgearbeitet werde. (APA, 3.5.2012)

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