Fahndung nach flüchtigem Häftling dauert an

4. Mai 2012, 12:18
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Mann entkam bei Besuch in Heeresspital offenbar bei Gang auf die Toilette

Wien - Die Fahndung nach dem am Donnerstag aus dem Wiener Heeresspital geflohenen Häftling hat am Freitag weiter angedauert. Wie Erich Huber-Günsthofer von der Vollzugsdirektion Wien berichtete, sei der 2011 wegen Vergewaltigung zu einer elfjährigen Haft verurteilte Niederösterreicher "nur mit seinem Gewand am Körper" unterwegs, müsse also "früher oder später irgendwo auftauchen". Die Rückfallgefahr des Sexualstraftäters sei von Experten als "moderat" eingestuft worden.

Aus fahndungstechnischen Gründen hielt sich Huber-Günsthofer am Tag nach der Flucht des Häftlings bedeckt. Nur so viel: "Er ist keiner, der sich wahllos Opfer sucht." Die weibliche Bevölkerung müsse sich jedenfalls nicht ängstigen.

Der Häftling saß eigentlich in der Justizanstalt Mittersteig ein und war während eines Besuches im Heeresspital geflohen. Begleitet wurde der Gefangene bei seinem Spitalsbesuch von einem Justizwachebeamten und trug Zivilkleidung. Er hatte einen Gang auf die Toilette dazu genutzt, durch ein Fenster im zweiten Stock in die Freiheit zu gelangen. "Neben dem kleinen Fenster führt eine Dachrinne nach unten", sagte Huber-Günsthofer. Über die dürfte der Mann geflohen sein.

Die Großfahndung der Polizei, bei der auch Hubschrauber zum Einsatz kamen, blieb vorerst ergebnislos. Der 41-Jährige hätte noch zehn Jahre seiner Freiheitsstrafe zu verbüßen gehabt. Verurteilt worden war er wegen eines Sexualdelikts im Familienverband. Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle entgegen. (APA, 4.5.2012)

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    Der Häftling konnte während eines Aufenthalts im Heeresspital Wien-Floridsdorf entkommen.

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    Die Großfahndung der Polizei blieb bisher ergebnislos. Die Justiz bittet nun mit der Veröffentlichung eines Fotos des Häftlings um Mithilfe der Bevölkerung.

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