Medizin zwischen Männern

Dominik Kamalzadeh, 3. Mai 2012, 17:17
  • Beste Freunde kommen auch mit schwierigen Aufgaben zurecht: Joseph 
Gordon-Levitt (li.) und Seth Rogen in der Tragikomödie "50/50".
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    foto: constantin film

    Beste Freunde kommen auch mit schwierigen Aufgaben zurecht: Joseph Gordon-Levitt (li.) und Seth Rogen in der Tragikomödie "50/50".

Wenn ein junger Mann an Krebs erkrankt, muss das keine Tragödie sein. Dies beweist Jonathan Levines sympathisches Feel-good-Movie "50/50" mit Joseph Gordon-Levitt

Wien - Die erste Konfrontation mit der Nachricht, an Krebs erkrankt zu sein, löst bei Adam (Joseph Gordon-Levitt), dem geplagten Helden aus 50/50, kaum Reaktionen aus. Er kann es einfach nicht glauben. Adam ist 27 Jahre alt - darüber, auch sterben zu können, hat der Radiomacher aus Seattle nicht allzu viel nachgedacht. Seinem besten Freund, Kyle (Seth Rogen), erzählt er die Neuigkeit wohl auch deshalb frei heraus. Die Szene ist charakteristisch für Jonathan Levines Film: Er geht gänzlich unumwunden auf die Krankheit zu, begegnet ihr mit Lockerheit und Humor. Eine 50/50-Überlebenschance? Gar nicht so schlecht!

Der Tonfall dieser ungewöhnlichen "Dramedy" über einen Krebskranken erscheint so stimmig, weil sie sich eines simplen, effizienten Rezepts bedient. Levine verleiht dem Script von Will Reiser, das auf dessen Erfahrungen beruht, den Anschein einer jener neueren US-Komödien, die rund um das enge Verhältnis, die "Bromance" zweier jüngerer Männer gebaut sind. Man kennt dieses Umfeld: Hipster, deren legeres Post-College-Dasein stets auch ein Stück Lifestyle vermittelt.

Rogen, der den Film auch mitproduziert hat, ist durch Filme wie Knocked Up, Superbad oder Funny People schon länger auf den Typus des bärigen, gemütlichen Kumpels festgelegt, der sich seine bubenhaften Bedürfnisse bewahrt hat. In 50/50 hat er nun auch die Funktion, dem kranken Freund die Anmutung einer Kontinuität des Gewöhnlichen zu geben, obwohl alles nach radikalem Einschnitt aussieht. Frauen sind auf diesem Feld eher unerwünscht. Adams Freundin erweist sich für die Herausforderung Krebs ohnehin schnell als ungeeignet.

Ab einem bestimmten Punkt muss Adam die Angebote seines Freundes dennoch zurückweisen und sich mit seiner Krankheit arrangieren. Die ungleich wichtigere Aufgabe, nämlich die heikle Balance des Films so weit aufrechtzuerhalten, dass daraus weder ein Melo noch eine Klamotte wird, hat somit Gordon-Levitt zu leisten. Der sanfte Übergang in eine dramatischere Tonart gelingt ihm erstaunlich gut. Schon in (500) Days of Summer hat er mit Zurückhaltung gewonnen; auch hier sind es kleine Gesten, mit denen die innere Dynamik angerissen wird.

Neben den überforderten Eltern (ein großer kleiner Part für Angelica Huston) ist es die junge Ärztin Katie McKay (Anna Kendrick), an der Adams einsamer Kampf klare Konturen gewinnt. In den gemeinsamen Sitzungen wird die Konvention des therapeutischen Gesprächs mit einer Wahrhaftigkeit durchbrochen, die letztlich beide Charaktere dazu bringt, aus ihren Rollen auszubrechen. Eine schöne, eigenmächtig herbeigeführte Wendung eines sympathischen Films. (Dominik Kamalzadeh, DER STANDARD, 4.5.2012) 

Ab Freitag im Kino

naja...

also ich hab gestern den Film gesehen, und muss sagen... ich versteh den hype darum nicht.

gordon-levitt spielt gut, keine frage... aber seth rogen kommt ein bisschen sehr stark rüber... und anna kendrick ist aufgeschmissen...

UND... er treibt sehr an der oberfläche rum. tiefergehendes wird mal angekratzt um glecih wieder aufzuschwimmen.

ps: die aussage der ärtzin nach einer 5-stündigen, schweren operation, in der ein tumor entfernt wird ist absoluter bullsh't

eine absolut vorhersehbare handlung, grottenschlechte nebendarsteller(alle) und das von diesen gesagte ist unter aller sau. gordon-levitt kann nur in einer szene überzeugen, genau dann, wenn ihm mitgeteilt wird, dass er krebs hat.

spoiler:
am ende habe ich nur noch gehofft, dass er die op nicht überlebt, das hätte dem film noch einen pluspunkt gegeben. aber nein, nicht nur, dass er die unglaublich schwere op überlebt, die super-süße ärztin wird auch noch seine freundin.

boha is mir schlecht, würg

haben wir den gleichen Film gesehen?

Da der Film auf den Erfahrungen von Will Reiser beruht, hätte Ihnen eigentlich klar sein müssen, dass er die OP überlebt. Tote schreiben normalerweise keine Drehbücher.

Mich hat Joseph Gordon -Levitt auf jeden Fall in der Rolle überzeugt und berührt und auch der Film hat mir wirklich gut gefallen.

ist das folgende eine voraussetzung um sich den film anzusehen :
"Da der Film auf den Erfahrungen von Will Reiser beruht, hätte Ihnen eigentlich klar sein müssen, dass er die OP überlebt."

falls nicht ist ihr beitrag bullshit.
wenn sie einen sehr guten film mit gordon levitt sehne wollen, dann schauen sie sich 500 days of summer an

"Mysterious Skin" sollte man gesehen haben.

Ein wirklich...

... toller Film, für den es sich lohnt ins Kino zu gehen. Joseph Gordon-Levitt hat ja bereits in mehreren Film gezeigt, dass er ein bemerkenswerter Schauspieler ist. :)

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