Stenzel wünscht sich Alkoholverbot in der Öffentlichkeit

Interview | Elisabeth Mittendorfer, 4. Mai 2012, 10:26
  • Ursula Stenzel geht es mit ihren Antialk-Forderungen auch darum, "die Unerversehrtheit junger Menschen und die Lebensqualität im urbanen Raum sicherzustellen."
    foto: apa/roland schlager

    Ursula Stenzel geht es mit ihren Antialk-Forderungen auch darum, "die Unerversehrtheit junger Menschen und die Lebensqualität im urbanen Raum sicherzustellen."

Die Vorsteherin des ersten Bezirks fragt sich: "Wenn es in Graz geht, warum nicht auch in Wien?"

In der Grazer Innenstadt darf in der Öffentlichkeit kein Alkohol mehr getrunken werden (derStandard.at berichtete). Ein solches Verbot forderte die Bezirksvorsteherin Ursula Stenzel (ÖVP) bereits in den vergangenen Jahren für die Wiener Innenstadt. Bislang stieß sie damit auf wenig Gegenliebe. Die flächendeckende Beschränkung in Graz könnte die Diskussion nun erneut entfachen.

derStandard.at: Nimmt Graz mit dem Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen eine Vorreiterrolle für Sie ein?

Stenzel: Ich bedaure, dass Graz diese Vorreiterrolle hat und nicht Wien. Für mich kommt die Diskussion um sieben Jahre zu spät. Ich habe diesen Vorstoß vor Jahren gemacht und auf Missstände, wie beispielsweise das Komasaufen von Jugendlichen, hingewiesen. Dafür wurde ich von allen Seiten diffamiert. Ich frage mich: Wenn es in Graz geht, warum nicht auch in Wien?

derStandard.at: Warum sind Sie, bezogen auf Wien, für ein Alkoholverbot in der Öffentlichkeit?

Stenzel: Im Moment gibt es zwei Schwachpunkte: Erstens darf die Exekutive nicht eingreifen, wenn beispielsweise jemand seine Bierdosen einfach liegen lässt und zweitens sind die Jugendschutzkontrollen schlecht. Es is nicht einzusehen, dass auf öffentlichen Plätzen getrunken wird. Außerdem schaden die Jugendlichen den gastronomischen Betrieben, weil sie wie Rucksacktouristen selbst Getränke mitnehmen und diese in der Öffentlichkeit konsumieren.

derStandard.at: Wie könnte die Umsetzung eines Alkoholverbots in Wien Ihrer Meinung nach aussehen?

Stenzel: Man muss sich die Entwicklung in Graz und andere Best-Practice-Beispiele ansehen und dann eine maßgeschneiderte Lösung finden. Ich denke, dass ein Alkoholverbot in Wien nicht nur für den ersten Bezirk interessant wäre. Vielleicht ließe es sich sogar auf allen öffentlichen Plätzen in Wien einführen.

derStandard.at: Wäre das nicht ein weiterer Schritt in Richtung Verbotskultur?

Stenzel: Ich finde das ist der falsche Ausdruck. Man dürfte dann auch keine Debatten über Nichtraucherschutz führen. Ich finde es bedauerlich, dass Hundebesitzer und ihre Tiere aus Parks verbannt werden, während Alkoholiker ihren Dreck liegen lassen dürfen. Es geht darum, die Unversehrtheit junger Menschen und die Lebensqualität im urbanen Raum sicherzustellen. Mit dem Verbot allein wird man das Problem jedoch nicht in den Griff bekommen. (Elisabeth Mittendorfer, derStandard.at, 4.5.2012)

Kommentar posten
Posting 26 bis 75 von 2006
Angesehen

war sie höchstens, weil sie aus dem Fernseher gegrinst hat. Sonstige Gründe fallen mir eigentlich keine ein.

Wiener ÖVP?

Wiener ÖVP? Puh - da muss ich einmal im Sektenreferat nachfragen...:-)

Dass die Wiener ÖVP hat deutlich mehr Mitglieder als die www.atheistische-religionsgesellschaft.at hat ist aber schon klar, oder? ;-)

Alkoholverbot auf oeffentl. Raum in Wien?

Ich glaube, da tritt EHER der Iran geschlossen dem Judentum bei.

Sinnlos ...

Dann saufens wie in den USA mit der Flashe im Papiersackerl.

Ah, die ÖVP natürlich...

Einfach noch nicht oft genug abgewählt.

Und wo sauft

Urschel dann selbst?

in der wipplinger

Die ÖVP Stenzel

ist doch bitte keine schädliche jugendliche Rucksacktouristin auf Kosten der gastronomischen Betriebe.

Die gute Frau Stenzel illuminiert sich gepflegt im Edellokal auf Steuerkosten.

Wahrscheinlich im "Motto"

in der Schöbrunnerstraße, um sodann von dort blunznfett heimwärts zu wanken.

Die prototypsiche ÖVP-lerin Stenzel

fährt hier einfach ein Minderheitenprogramm:

In Wien schrieb man bei der ÖVP bereits große Wahlerfolge ab.
Also versucht man es auf der Law&Order-Schiene die durchaus von einem Teil der Wähler begrüßt wird -
von Hobby-Denunzianten, Reaktionären - und eventuell von Rechtsextremen.

Im ernst

koennte diese Frau diesen Schwachsinn im 1.Bezirk durchdruecken oder hat das Rathaus das letzte Wort ?

gehts no? furchtbar was alkohol alles anrichtet.

Bude K.Ö.L. Maximiliana in der hoyosgasse bitte die bsoffenen dort vor den gehsteig gleich einweisen ...

Diese Idee hat die Schutzpratonin der Hofratswitwen wohl im Rausch geboren ...

Das Verbot sollte noch erweitert werden!

In den Gaststätten sollte nur noch vom Prosecco aufwärts ausgeschenkt werden, Speisen unter einer Haube werden ebenfalls verboten, und im gesamten 1 Bezirk werden Kleidungskontrollen durchgeführt - Turnschuhe und markenlose Billigkleidung gehen ja wohl gar nicht! Und wehe die Frisur entspricht nicht den Vorgaben der guten Dame! Eine Kursbestätigung vom Ellmayer sollten Sie auch in der Tasche haben, sonst kommen Sie am Türsteher des 1. Bezirks nicht mehr vorbei...

ich verstehe die aufregung nicht, wer nimmt diese frau noch ernst?

http://www.youtube.com/watch?v=_Dze0kDekrQ
http://www.youtube.com/watch?v=L-0qIVU4dRs

Bier im Gastgarten € 3,20 (0,3 Liter)

Gutes Bier vom Supermarkt 80-90 Cent - Angebote um 39 Cent - rechnet den Literpreis aus !

Und in vielen Lokalen gibt es nur die Apothekendosis mit kleinem 0,3 Liter Glas - Frechheit.
Supermarkt € 0,78 bis € 2 pro Liter
Gastgarten € 10,76 pro Liter - Abzockerbande!

Mal nüchtern betrachtet

Für ein Alkverbot spricht:
* Dass Kinder nicht mehr so leicht saufen können.
* Dass Besoffene keine Passanten mehr belästigen.
* Dass kein Leergut mehr weggeworfen wird.

All das ist bereits verboten! Warum muss man gleich die gesamte Bevölkerung mit Verboten bestrafen nur weil einige Rechtsbrecher (etwas übertriebenes Wort) sich nicht an bestehende Verbote halten und dies nicht ausreichend kontrolliert wird?

Warum verbieten wir nicht auch das Autofahren? Alkolenker, Raser und Verkehrsunfälle wären damit Geschichte. Das Verbot von Fast Food wäre der Volksgesundheit zuträglich, und wenn wir das Internet abschaffen gibt's auch keine illegalen Downloads mehr.

Das Land braucht eindeutig mehr Verbote, Freiheit ist überbewertet.

"Warum verbieten wir nicht auch das Autofahren?"

"Wir" wollen ja kein Alk-Verbot in der Öffentlichkeit.
Die Stress-Urschl will das, ev. aufgrund ihrer schlechten Leberwerte.

da haben sie aber ihr hauptargument vergessen: "Außerdem schaden die Jugendlichen den gastronomischen Betrieben, weil sie wie Rucksacktouristen selbst Getränke mitnehmen und diese in der Öffentlichkeit konsumieren."

ja, das ist wohl ihr killerargument.

kleinen kind sollte man das sunkist-saftpackerl aus der hand schlagen, denn wenn dann noch familien mit kindern anfangen ihren Durst aus dem Rucksack zu stillen anstatt beim Gastronomen Uschis Vertrauens 5 euro plus für 0,3L Himbeersoda zu löhnen, dann ist, neben Jugendlichen, mit Familien wohl die nächste große Zielgruppe der Gastronomie des 1. Bezirks aus den Kristallgläsern geschwappt, oder wie?!

drum auch das autofahrverbot..

um dem öffentlichen verkehr nicht zu schaden

Gilt das Autofahrverbot eigentlich auch für Dienstwagen?

Nur so aus Neugier.

Trinken im Gasthaus ist Deppensteuer

ein guter Wirt is auch ein guter Psychotherapeut! und am Ende kommt man billiger davon als beim "head shrik" ; )

ich kann nicht soviel saufen wie ich der ins gesicht ... moechte.

ok, was genau?

1900 Postings! w00t!

Gar nicht so schlecht das ist wenn man unsere amerikanische Gepflogenheit auch bei uns in Vien uebernimmt.

mich tät interessieren wieviele liter alkoholika am gestrigen övp-stadtfest in aller öffentlichkeit ausgeschenkt wurden.

öffentlichkeit wünscht sich stenzel-verbot in wien

Diese Person glaubt die Innere Stadt gehört ihr!

Einfach unerträglich, wann immer man was von ihr hört kann einem nur das K*tzen kommen! :(

stenzel für övp-obmännin

weil eh schon wurscht ist, wer diese partie in den abgrund fährt

Solange der Rote Spritzer am Ruder ist mach ich mir keine Sorgen

lieber einen roten spritzer am ruder als eine schwarze g'sprizte

fast 1900 postings

soviel aufmerksamkeit hat die stenzel definitiv nicht verdient

Also noch beeindruckender ist ja, finde ich, die Aneinanderreihung der Seitenzahlen. Die fallen viel mehr auf als die Gesamtzahl. Ich hab mich zerkugelt.

Stenzel-Verbot

in der Öffentlichkeit

heißt das, stenzel will selbst nicht mehr öffentlich auftreten?

Zumindest ein Alkoholikerverbot in der Öffentlichkeit

implizierte das.

Gute Idee

Es besteht keine Notwendigkeit sich in einem Park oder auf einem Platz mit Alk vollaufen zu lassen. Gegen ein gepflegtes Bier in einem Gastgarten hat ja keiner was, nur herumlungernde Jugendliche, die mit Bier vom Billa auf irgend einer Bank Party machen und alles vermüllen, sowas brauchts nicht. Das kann man auch zu Hause tun und hat in der Öffentlichkeit nichts verloren.

eigentlich interessant..

warum glauben hier alle stenzel-befürworter, dass ein bier im park IMMER nur mit vollaufen zutun hat?

könnt ihr alle nicht alkohol konsumieren ohne gleich im vollrausch zu landen?

und ist herumlungern auch verboten? wollen sie im nächsten schritt menschen aus den parks verbannen? im gastgarten is ja ok, aber doch net auf ner wieeeeese :P

Wenn Sie den "herumlungernden Jugendlichen" einen Ort anbieten, an dem sie sich treffen können ohne X Euro für ein kleines Bier abzudruecken, sind die Ihnen sicher sehr dankbar.

Evtl. würden sie auch zu Mineralwasser oder Cola greifen. In meiner Jugend war Bier deutlich billig als Mineral odr Orangensaft. Ich musste auch auf öffentlichen Plaetzen "herumlungern", weil es keinen Ort gab, an dem ich aufgrund meiner Jugend willkommen war. Lokale konnte ich mir nicht leisten.

Ist jetzt herumlungern schon verboten? Wer nicht beschäftigt aussieht, gehört abgestraft? Was für einen schrecklichen Polizeistaat wünschen sie sich eigentlich?

...herumlungernde Jugendliche, die mit Bier vom Billa auf irgend einer Bank Party machen...

pressesprecher der uschi?

gebt hanf frei - dann saufen die jugendlichen weniger!

VERSPROCHEN !!!

Eine Parkbank ist ein öffentlicher Bereich und wenn dort jemand Bier trinken will, dann ist das sein gutes Recht und hat Sie das nicht zu interessieren!
Vorausgesetzt, der Dreck wird weggeräumt. Ist klar.

Flashmob heute 20:00 Stephansplatz

https://www.facebook.com/events/38... 814803651/ (funktioniert auch ohne Facebook)

Kommentar posten
Posting 26 bis 75 von 2006

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.