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Oslo - Beim Prozess gegen den Rechtsradikalen Anders Behring Breivik hat am Donnerstag erstmals ein Zeuge zum Massaker auf der Insel Utøya ausgesagt. Hier hatte der 33-jährige Attentäter am 22. Juli letzten Jahres 69 fast durchweg jugendliche Teilnehmer eines sozialdemokratischen Sommerlagers getötet.
Als erster Zeuge dazu sagte ein Wachmann aus, der den als Polizisten verkleideten Breivik auf die Fähre vom Festland zur kleinen Insel Utøya gehen ließ. Der norwegische Attentäter hatte kurz zuvor im Osloer Regierungsviertel eine Bombe detonieren lassen. Dabei kamen acht Menschen ums Leben.
Bei dem Gerichtsverfahren in Oslo wurde zunächst der Bombenanschlag behandelt. Im Mai sollen nun zahlreiche Überlebende des Massakers auf Utøya aussagen. Breivik ist geständig, bereut sein Verbrechen aber nicht. Der Angeklagte will den Gerichtssaal als Plattform vor allem als politische Plattform nutzen. Als völlig offen gilt, ob er bei dem im Juli erwarteten Urteil für unzurechnungsfähig erklärt wird. (APA, 3.5.2012)
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