Schulden machen: Viel Geld für nichts

Maria Sterkl
16. Mai 2012, 13:54

Wir kaufen viel und besitzen wenig - Für manche wird die Ramschgesellschaft zum Existenzrisiko

Mehrere Männer mit ausgebeulten Lederjacken und schütterem Haar drängen sich vor den Schaukästen, murmeln, kritzeln mit Werbekugelschreibern ein paar Ziffern in Notizbücher. Jeder Gegenstand hat seine Nummer. Ein Gasrevolver. Jeans in Übergröße. Ein Wasserpfeifenset mit Cannabislogo, kompaktes Reiseformat. Mehrere Zigarren, ein paar Ölbilder, eine Reisetasche, gefüllt mit Haarschampooflaschen. Die Zeiten waren schon einmal besser, hier in der Auktionshalle des Bezirksgerichts Wien-Donaustadt. Zwei Männer um die 50 stoßen laute Seufzer aus. Nur ein einziger Flachbildschirm heute? Zahlt sich nicht aus. Die Männer ziehen los, bevor die Auktion begonnen hat. 

Dann schrillt die Glocke, die Saaltür schließt sich. Vorne beugt sich die Auktionsleiterin, eine gut gelaunte Mittdreißigerin, zum Mikrofon auf dem Schreibtisch. "Die Auktionsbedingungen werden als bekannt vorausgesetzt", verkündet sie den rund 40 Übriggebliebenen, und niemand protestiert. Die Stammkundschaft kennt ihr Geschäft. Draußen scheint die Sonne an diesem Vormittag, drinnen bringen schrille Neonröhren den beige gesprenkelten PVC-Bodenbelag zum Blitzen. Die erste Runde beginnt. "98 Patronen, Kaliber 22, Schätzwert 70 Euro."

Spielzeug und Schrotflinte

Mehrere Hände melden sich, jede Hand wiegt fünf Euro: "30, 35, 40 ...", zählt Auktionshelfer Gerhard Schodl mit. Ein älterer Herr ersteht die Munition um 70 Euro. "No, braucht do kana a Spüzeigplastikpistoln?", fragt Schodl, als eine Softgun, Rufpreis zehn Euro, keinen Bieter findet. Da ist das Jagdgewehr schon beliebter. Ein dünner weißhaariger Mann mit zittrigen Händen ersteht das mächtige Gerät um 420 Euro. "Laden S' uns dann eh zum Essen ein, gell? Die Knödeln nehm ma selba mit", witzelt die Auktionsleiterin.

Die Stimmung ist kegelrundenhaft locker an diesem Vormittag. Die Holzstühle bleiben leer, nur wenige Auktionsbesucher nehmen Platz, die übrigen gehen im Saal umher wie am Wochenmarkt, scherzen in Grüppchen, man kennt sich. "Ich bin da, seit ich 18 war", erzählt Walter M. (Name d. Red. bekannt), ein Mitfünfziger mit Bierbauch und Sakko. Heute ersteigert er mehrere Ölgemälde. "Fluss, Baum und Berg" und "Winterlandschaft" um je 15 Euro, "Nackte Frau" um 18 Euro. "Die gfalln mir, die häng ich mir auf", sagt er.

Vor kurzer Zeit zierten die Bilder noch die Wände eines Wohnzimmers im 16. Bezirk, Heim einer Familie mit mehreren Kindern. Wegen ein paar hundert Euro Schulden klopfte die Gerichtsvollzieherin an - nie bezahlte Familienaufnahmen, angefertigt im Fotostudio, erzählt der Inkassobetreiber, der nicht genannt werden will -, doch selbst dieser Betrag überstieg das Mögliche. Also wurde gepfändet - in diesem Fall drei Bilder im Wohnzimmer. 48 Euro bringen sie ein - eine lächerliche Summe, wenn man bedenkt, dass aus den ursprünglichen Schulden von 300 Euro längst ein vierstelliger Betrag geworden ist: Zinsen, Spesen, Anwaltskosten.

Wenig zu versteigern

Privates Hab und Gut zu versteigern, um damit Schulden zu bezahlen - das geschieht an Bezirksgerichten seit eh und je. Doch die Erträge sinken beständig. "Früher hamma dreimal pro Woche versteigert", seufzt Schodl, "jetzt nur noch einmal." Und auch dieser wöchentliche Versteigerungstermin schien noch vor ein paar Monaten zu wackeln. Doch der "Krieg der Giganten" , wie eine Gerichtsbedienstete den Überlebenskampf der Bezirksgerichte Mödling und Wien-Donaustadt beschreibt, ging zugunsten der Donaustadt aus: Ende März sperrte die Auktionshalle Mödling in Niederösterreich zu, seither ist "die Donaustadt" die letzte gerichtliche Auktionshalle Österreichs. Vor acht Jahren waren in Österreich noch sieben Versteigerungshallen in Betrieb. 

Warum die Auktionshallen sterben, wird im Justizministerium nur vage umschrieben. "Wirtschaftliche Gründe" und die "geringe Auslastung" seien schuld, sagt Sprecherin Dagmar Albegger. Fest steht: Weniger gepfändet wird nicht. Die Zahl der sogenannten Fahrnisexekutionen lag in den vergangenen 15 Jahren unverändert bei knapp einer Million Anträgen pro Jahr. Aber der Erlös pro Pfändung ist stark gesunken.

Österreichs Haushalte haben nicht weniger Besitz - aber der Besitz wird immer weniger wert. "Früher war eine funktionierende Uhr ein Wertgegenstand, man hat sie versetzen können. Heute bekommt man eine Uhr schon um 9,99 Euro", erklärt Alexander Maly von der Schuldnerberatung Wien. Eine Halskette oder eine CD-Sammlung haben zwar einen hohen ideellen Wert für den oder die EigentümerIn, doch einen lächerlichen Versteigerungswert. "Vor 20 Jahren konnte man mit einem PC noch einen schönen Preis erzielen. Heute muss es fast ein Fabergé-Ei sein, um daraus Schulden bezahlen zu können", meint Maly.

Der Staat schneidet mit

"Wie viel Geld bei den Pfändungen hereinkommt, können wir leider nicht sagen", bedauert die Ministeriumssprecherin. Dass die Pfändungseinnahmen im Dunklen bleiben, hat Gründe, vermutet Alexander Maly: "Für die Gläubiger zahlen sich die Pfändungen nicht aus. Aber man hört, dass die Justiz ganz gut daran verdient." Bei jeder Pfändung bekommt der Staat ein Stück vom Kuchen - zu Lasten der Verschuldeten. Für jede durchgeführte Exekution kassiert der Staat mindestens sechs Euro, werden Gegenstände abgeholt, zusätzlich sieben Euro. 

"Die Justiz verdient am allermeisten", glaubt auch Rudolf Wessely, hartgesottener Gerichtsvollzieher in Wien. Seit 38 Jahren klopft Wessely pro Arbeitstag an 15 bis 20 Wohnungstüren und fordert Bares und Versteigerbares. "Die Erfolgserlebnisse werden weniger", stöhnt Wessely. Es gebe immer weniger zu pfänden. Das liegt nicht etwa daran, dass es weniger verschuldete Menschen gibt - in den einzelnen Wohnungen gebe es einfach immer weniger zu holen: "Heut um sechs in der Früh war ich bei einem Klienten, der hat nicht einmal einen Fernseher."

Andere besitzen zwar Unterhaltungselektronik, für Wessely sind sie dennoch "uninteressant": "Einen Röhrenfernseher oder eine Stereoanlage schaut heute keiner mehr an." Bei der Zwangsversteigerung bleiben sie übrig, eine Pfändung wäre somit zwecklos. Der Druck, auch noch das letzte Familiensilber zu verwerten, ist dennoch hoch. Ob Uromas Brosche oder ein Andenken an den verstorbenen Ehemann: Alles wird verwertet. Einzige Ausnahme ist der Ehering - vorausgesetzt, man ist nicht geschieden. 

Einerseits drohen SchuldnerInnen bis zu sechs Monate Haft, wenn sie nicht ihr gesamtes Vermögen offenlegen. Andererseits sind Gerichtsvollzieher an den eingetriebenen Forderungen erfolgsbeteiligt. "Dadurch bemüht man sich natürlich um ein gutes Ergebnis", erklärt Wessely. Pro Pfändung fallen für den Exekutor mindestens elf Euro ab - unabhängig vom Versteigerungsergebnis. Werden Gegenstände im Wert von 1.000 Euro gepfändet, bekommt der Gerichtsvollzieher 26 Euro, dazu kommt eine Zulage pro Amtsweg. Höher ist die Beteiligung bei einer Wohnungsräumung: Hier fallen 30 Euro für den Exekutor ab.

Erfolgsbeteiligt

Rudolf Wessely ist für zwei Grätzel im ersten und im dritten Bezirk zuständig. Sind es in der Innenstadt eher Geschäftsleute, deren Schulden er eintreibt, so treffe er in Wien-Landstraße meist auf private SchuldnerInnen. "In Simmering, Favoriten, Rudolfsheim ist der Großteil uneinbringlich", weiß er aus dem Kollegenkreis. In seinem Rayon gibt es mehr zu holen. "Ich bin der ertragsstärkste Gerichtsvollzieher in Ostösterreich", erzählt Wessely stolz. Er verdanke das seiner langjährigen Berufserfahrung, sagt der stämmige Wiener mit der schwarzen Lederjacke: "80 Prozent der Leute, bei denen ich anklopf', kenn' ich schon sehr gut", lacht Wessely. "Ich weiß, wann sie daheim sind - und sie wissen, dass man mit mir reden kann." 

Nein, er drücke kein Auge zu, wenn es um Pfändungen geht, stellt Wessely klar. "Aber wenn einer willig ist, dann gibt's eine Ratenzahlung." So komme es, dass manche Schuldner jede Woche aufs Neue zum Bezirksgericht in der Marxergasse pilgern, wenn Wessely Amtsstunden abhält. Dann kassiert er hier fünf, da zehn Euro - so lange, bis der Strafzettel, die GIS-Gebühr, die offene Handyrechnung beglichen ist. 

Gelingt das nicht, wird gepfändet - und das kann allerorten und jederzeit geschehen. Wer beim Zigarettenholen oder beim Müllentsorgen auf Wessely trifft, "der kann so schnell gar nicht schauen, ist sein Geldbörsel leer", meint der Exekutor. Taschenpfändung ist Routinesache - den dazu passenden Exekutionstitel hat der Beamte meist griffbereit in seiner Aktentasche.

"Jeder Gerichtsvollzieher hat seine Stammkundschaft", sagt Wessely. So unterschiedlich die Charaktere, so ähnlich sind die ökonomischen Verhältnisse. Der Großteil der privaten SchuldnerInnen lebe von Arbeitslosenhilfe oder Mindestsicherung. Die Konsumansprüche seien zu hoch, glaubt Wessely: "Wenn ich kein Geld hab, dann kann ich mir auch kein teures Handy leisten, so ist das halt." Doch laut Statistiken der Schuldnerberatungen ist der schlechte Umgang mit Geld nur bei 13 Prozent der Grund für Überschuldung. Hauptschuld sind Arbeitslosigkeit oder Einkommensverschlechterung - bei gleich bleibenden Fixkosten.

43 Prozent der Menschen, die sich wegen einer Überschuldung an eine der Schuldnerberatungsstellen wenden, sind wegen Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit in die Überschuldung geschlittert oder weil der Partner oder die Partnerin arbeitslos geworden ist. Im Jahr 2008 lag dieser Anteil noch bei 19 Prozent.

Alles hängt vom Job ab

Gleichzeitig ist die Zahl der KreditnehmerInnen in den letzten 20 Jahren rapide gestiegen. Das Volumen der Privatkredite wuchs jährlich im zweistelligen Prozentbereich. "Wer halbwegs vernünftig kalkuliert, kann den Kredit zurückzahlen, solange er ein regelmäßiges Einkommen bezieht", sagt Schuldnerberater Maly. "Problematisch wird es, wenn man den Job verliert." Die Schuldenspirale beginnt sich zu drehen, und sie dreht sich auch dann weiter, wenn man wieder einen neuen Job gefunden hat.

Schulden abzustottern wird hingegen immer schwieriger. Gelingt es, etwas zurückzuzahlen, dann schneiden einige Beteiligte mit: die Rechtsvertretung des Gläubigers oder der Gläubigerin, meist ein Inkassobüro, der oder die Gerichtsvollzieher, der Staat. Erst der Restbetrag dient dann dazu, Forderungen zu tilgen. Die Verschuldung bleibt - zerronnenes Geldvermögen, geflossen in Besitz, der nichts wert ist und nie mehr zu Geld gemacht werden kann. Am Ende der Besitzkette bleiben jene, die auch beim mageren Rest noch die besten Stücke zu verwerten wissen. Walter M. ist einer von ihnen. Während der Wiener im Auktionssaal gerade 30 Euro für eine alte ORF-Kamera bietet, wartet sein kleiner Husky im Auto. "Mein Herz hängt an ihm", sagt M., als er das hechelnde Tier nach der Auktion aus dem Kofferraum holt. Auch der Hund stammt aus einer anderen Wohnung. Ein zwangsversteigertes Lebewesen als Pfändungserlös für nicht bezahlte Rechnungen.

"Hin und wieder steigere ich selbst mit", sagt Günter W., ein Inkassounternehmer, der nicht genannt werden will. "Später verkaufe ich das Zeug den Schuldnern wieder. Wissen S', die hängen oft so dran, die zahlen mir viel mehr, als ich bei der Auktion dafür ausgeb'." Gewissensbisse? "Überhaupt nicht", sagt W. Geld gegen Ware, Ware gegen Geld, ein ewiger Kreislauf: "Mein Gott, so ist das Leben." (Maria Sterkl, derStandard.at, 16.5.2012)

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es ist sehr traurig soetwas zu lesen

narodnaja volja vs krawattinger 4:1

wessely durfte ich persönlich kennen lernen, dank eines mitbewohners. dieser typ wäre ideal für einen kz-wächter gewesen.

inkassobüros sind das allerletzte. zb. eben GIS. mein bruder zig innerhalb wiens um. alle schafften es ihm seine rechnungen zuzusenden. auch hat mein bruder den wechsel ganz offiziell mit anmelden/abmelden vollzogen. und auch bei ihm, 3 monate später inkassobüro mit der x-ten mahnung. die beidlpracker von der GIS waren nicht in der lage ihm seinen sklavenerlagschein weiterhin zuzusenden.

zum glück hatte da jemand bei der GIS bereits einen schmiergeldvertrag mit irgendeinem inkassobüro abgeschlossen.

inkassobüros sind das selbe schmiergeldsymptom wie die zwielichtigen AMS förderkursanbieter, nur noch grindiger...

es gibt menschen die gis-gebühren zahlen?

hab das immer für eine urban legend gehalten

gleich bleibende Fixkosten

halt ich für ein Märchen.

und wie erklären Sie sich dann, dass man sie "fixkosten" nennt?

Soll das ein Witz sein?

Aber falls Sie das ernst meinen: Fixkosten bedeutet, dass sie um diese Kosten nicht herumkommen und sie mehr oder weniger regelmäßig begleichen müssen, wenn Sie Teil dieser Gesellschaft sein wollen - ein Beispiel wären die Betriebskosten bei einer Hauptmietwohnung.

?

danke für die erklärung - aber irgendwie haben sie mich entweder falsch verstanden oder wollten auf ein anderes posting antworten.

ist die miete nicht auch ein Fixkostenpunkt ?

was war dann da noch an erhöhungen
Kanal, Müll...

dürfte wohl doch nicht so fix sein ?

Offenbar war noch keiner der Poster in der Verlegenheit., eine private Forderung gerichtlich eintreiben zu müssen. Plötzlich würdet ihr feststellen, dass auch bei einem Schuldner mit augenscheinlich hohem Lebensstandard praktisch nichts zu holen ist. Die Gebühren muss der Gläubiger vorstrecken, und die Gerichtsvollzieher behandeln die Schuldner mit Samthandschuhen. Ich bin für die Wiedereinführung bewährter Instrumente aus der Vergangenheit: Schuldenturm und Schuldenpranger! Oh Gott, steigt mir schon wieder Alles hoch. Daumenschrauben und eiserne Jungfrau!

Soviel war es nicht beim Bruder

aber einmieten und zu wissen das man sich das Haus nicht leisten kann, und weil Kinder immer Verstädnis von Gericht.

Habe noch heute Schulden, abe´r die Familie geht öfters mit den Kindern auswärts essen als mein Bruder - sind aber offiziell Mittellos

richtig, nicht eintreibbare aussenstände in sechsstelliger höhe nach 6 (!) jahren prozess, dazu die anwaltskosten. der feine herr hat nachweislich das gericht von vorne bis hinten belogen, in der zwischenzeit seine angelegenheiten "geregelt" und ist jetzt nicht mehr greifbar. ärgert mich, hätt ich für ein paar tausender tschetschenen geschickt die ihm die kniescheibe brechen hätt ich mein geld, zumindest teilweise. jetzt kann ich mit den prozessakten im winter heizen.

Leute wie du sollte man nicht ins Netz lassen...geh an den Stammtisch wo du hingehörst und sauf dich an bis dein Herz aussetzt.

kA, aber wie man solche Aussagen treffen kann, da kommt mi echt alles hoch.

Finde ich nicht gut!

Schauen Sie, warum kommen Sie als Gläubiger überhaupt in so eine Position? In solchen Fällen heisst es eben, und das ist für beide Seiten besser und Nervenschonender: Zum um Zug zahlen, Abwicklung der Zahlung über Treuhandkonto (bei Grundstückskäufen sowieso usus!) oder auch Vorrauskasse.

Wenn kein Geld dann eben keine Lieferung. So einfach ist das.

Erst durch dieses ganzen Kreditgewährungen und Schuldenmacherei wie "Kaufe heute, zahle morgen" (oder in 30 Tagen) kommt das Problem und Sie müssen säumigen oder insolventen Schuldnern nachrennen.

Ehrlich gesagt, für dieses Problem haben wir die Banken: Soll sich der Käufer eben bei der Bank Kredit nehmen, aber nicht beim Lieferanten.

Realität sieht anders aus

zumindest im gewerblichen Bereich: wenn Sie nur auf Vorauskasse, Sofortkasse arbeiten oder liefern, werden Sie bald keine Kunden mehr haben. Leider verlangt das der Kundenmarkt, weil die meisten Märkte "Käufermärkte" sind. Man sollte die Bonität seiner Kunden aber natürlich so gut wie möglich kennen, auch da gibt es Möglichkeiten wie KSV, Deltavista u.ä. Das Restrisiko bleibt natürlich.

Guter Artikel

Es war tatsächlich früher (> 10 Jahre) bei den gerichtlichen Auktionen mehr Interessantes dabei - dort jetzt noch hinzugehen und an Versteigerungen mitzumachen ist allerdings reine Zeitverschwendung. Den Ramsch wie dort kriegt man auch in jedem 10-cent-Shop, neuwertig.

Was im Artikel fehlt: Viel wird über Internet versteigert bzw. verkauft und zu Geld gemacht.

Was interessanter ist, bei Zwangsversteigerungen, sind Grundstücke/Liegenschaften:

http://www.edikte.justiz.gv.at/edikte/ex... e?OpenForm

Da muss man aber tlw. mehr Ahnung von Bautechnik haben, auch mehr Zeit für Besichtungen und ähnliches reinstecken. Nur mit eine Teilnahmer an irgendsoeiner Auktion ist es nicht getan.

Es ist in Österreich

..im Gegensatz zum übrigen EUropa sehr einfach für die Gläubiger oder angeblichen eine Gehaltspfändung zu veranlassen.

es wird halt gewartet bis ein schöner "patzen" zusammen ist (Zinsen+Mahnspesen+Zinsen+..) und dann gehts los..

von solchen Privatschulden leben in Österreich sehr viele firmen ..wie fliegenmaden auf leichen....

Joa

Ich hatte den Spaß(tm), nachdem mir mal das Geldbörsl gefladert wurde.
Hat doch der lustige Zeitgenosse einen Handyvertrag mit dem gefladerten Ausweis (überklebtes Photo, sogar auf der schlechten Kopie eindeutig erkennbar) abgeschlossen.
Nachdem ich keinen Vertrag abgeschlossen hatte, hab ich auch nicht gezahlt.

Inkassobüro, Gericht, Gehaltspfändung, Gegenklagen (Mehrzahl), 1 Jahr Aufwand, 12.000 Schilling vom eigenen Geld für Anwalt etc.

Drecks-System.

Nur dass Maden ja im Gegensatz zu den Inkassofirmen nützlich sind.

Ich hatte wohl im Sommer 2011 eine meiner GIS Rechnungen über 16€ nicht bezahlt. Da ich wegen einer anderen Angelegenheit Ende September mit der GIS reden musste erfuhr ich nebenher auch noch davon. Sie versprachen mir einen neuen Erlagschein zu schicken.

Natürlich taten sie das nicht.

Im November rief ich noch einmal an, wieder nichts.

Im Jänner bekam ich dann von einer zwielichtigen Inkassofirma eine 3! Mahnung über insgesamt 50 € (Mit Klagsandrohung bis Wochenende) ohne davor jemals etwas etwas von dieser Firma gehört zu haben.

Das Konsumentenschutzministerium empfahl mir zu zahlen weil man gegen diese Leute eh nichts machen kann.

Ich hatte noch Glück bei dieser Summe, dennoch sind das kriminelle Strukturen die verboten gehören!

Sie hätten, als Sie von der GIS nebenbei Ihr Versäumnis erfahren haben, die Kontonummer ( sofern Sie Ihnen unbekannt war) erfragen und das Geld sofort überweisen können? Das wäre billiger gekommen.
Noch einfacher ist es mit einem Einziehungsauftrag- dann kann man keine Erlagscheine übersehen.

GIS = zwielichtiger verein

so jemand bekommt von mir sicher keinen einziehungsauftrag der es ihm ermöglichen würde bis zum überweisungslimit geld abzubuchen.

denen ist alles zuzutrauen!

darum für eine abschaffung der GIS. wozu man diesen verein am leben erhält ist für mich völlig unklar. die entsprechenden gelder könnten ohne diesen verwaltungsmoloch auch von direkt mit den steuern eingehoben werden.

da die GIS ja ohnehin davon ausgeht jeder ist ein konsument des ORF und jeder nichtangemeldete ein schwarzseher/hörer ändert sich dann auch nix.

bitte was... hunde kann man pfänden?????

also pfändung und schulden begleichen schön und gut.

aber wenn so ein exekutor ernsthaft versuchen würde, meinen hund mitzunehmen, könnt ich für nix garantiern. (+der hund auch nicht)

ist ja voll krank...

Ich würde als Gläubiger an der Exekution teilnehmen (kann man beantragen). Und dann schauen wir mal. Auch Gläubiger können unglaublich emotional werden.

ja mag schon sein, dass der an seinem geld hängt, der gläubiger

aber mein hund hängt an mir und würde daher bei entführungsversuch sicher noch wesentlich emotionaler als der gläubigertroll..
(so ein hund hat ja auch eine meinung zu den dingen, und sicher mehr biss als der gläubiger..)

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